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Julian Tölle

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Datei:Julian Tölle.jpg
Julian Christoph Tölle

Julian Christoph Tölle (* 19. September 1966 in Bremen/Sauerland) ist ein deutscher Dirigent und Musikwissenschaftler.

Leben[Bearbeiten]

Tölle studierte in München und Wien Schulmusik, Dirigieren und Musikwissenschaften. Er beendete seine Studien mit Künstlerischem Diplom, Staatsexamen und der Promotion zum Dr. phil. Seine Dissertation über das Spätwerk von Olivier Messiaen erschien im Peter Lang Verlag/Frankfurt.<ref>"Éclairs sur l'Au-Delà... - die christlich-eschatologische Dimension in Messiaens Opus ultimum". Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 16. März 2018.@1@2Vorlage:Toter Link/www.peterlang.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Weitere Veröffentlichungen über Olivier Messiaen erschienen im Laaber-Verlag<ref>Artikel "Messiaen, Olivier", in: Gernot Gruber und Joachim Brügge "Das Mozart Lexikon", Laaber 2005. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 13. März 2018; abgerufen am 12. März 2018.</ref><ref>Artikel "Messiaen, Olivier", in: Wolfgang Hochstein und Christoph Krummacher "Die Enzyklopädie der Kirchenmusik in 6 Bänden", Laaber 2009. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 16. März 2018; abgerufen am 16. März 2018.</ref> und bei Weidler/Berlin.<ref>Joachim Weidler: "Messiaens Opus ultimum, oder: Die diesseitige Relevanz der postmortalen Grenzüberschreitung als christliches Existential", in: Wassermann/Schlee/Budde: "La Cité céleste", Berlin 2006. Abgerufen am 12. März 2018.</ref>

1994 wurde er als Nachfolger von Karl-Friedrich Beringer zum Künstlerischen Leiter des Amadeus-Chors<ref>Amadeus Chor - Über Uns. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. August 2016; abgerufen am 17. Mai 2018.</ref> gewählt. Bis 2002 dirigierte er dieses Ensemble.

2000 übernahm er die Künstlerische Leitung des Nürnberger Hans-Sachs-Chors.<ref>Geschichte des Hans-Sachs-Chor Nürnberg. Abgerufen am 15. April 2018.</ref> 13 Jahre lang konzertierte er mit diesem Ensemble in der Meistersingerhalle Nürnberg. Die Schwerpunkte lagen dabei auf den Oratorien Georg Friedrich Händels und auf Werken des 20. Jahrhunderts.<ref>Vergangene Konzerte des Hans Sachs-Chors. Abgerufen am 17. Mai 2018.</ref> Weiterhin wurden innerhalb weniger Jahre die Oratorien von Edward Elgar aufgeführt. Für diese Leistung wurde er von der Elgar Society London mit dem „Certificate of Merit“ geehrt.<ref name=":0">Verbund Deutscher Konzertchöre: Auszeichnung für Hans Sachs-Chor und Julian Tölle. Abgerufen am 15. April 2018.</ref>

2002 gründete Tölle an der Universität Erlangen-Nürnberg einen Kammerchor. Seitdem konzertiert er mit diesem Ensemble regelmäßig im In- und Ausland. Der Chor errang 2013 beim Bayerischen Chorwettbewerb einen vorderen Platz und ist seit 2013 für das Musikfestival Fränkischer Sommer das „Vokal-Ensemble in Residence“. Der Uni-Kammerchor gestaltet regelmäßig gemeinsam mit internationalen Solisten und Orchestern die Eröffnungskonzerte des Festivals.<ref>Website des Fränkischen Sommer: Kammerchor der Universität Erlangen-Nürnberg. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 16. April 2018.@1@2Vorlage:Toter Link/www.fraenkischer-sommer.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>

2008 wurde Tölle von der Stadt Nürnberg der Kulturförderpreis für seine Verdienste als Dirigent und Hochschullehrer verliehen.<ref>Förderungspreis der Stadt Nürnberg - Nürnberg Kultur. 7. November 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. November 2017; abgerufen am 1. Juli 2018.</ref>

Als Gastdirigent arbeitete er u. a. mit den Augsburger Philharmonikern, dem Bayerischen Kammerorchester, Ensemble Kontraste, der Fränkischen Philharmonie, dem Georgischen Kammerorchester, dem Kammerorchester Schloss Werneck, den Münchner Symphonikern, den Nürnberger Symphonikern, der Vogtland Philharmonie sowie mit dem L’Orfeo Barockorchester Linz zusammen.

Von 2005 bis 2010 war er als außerplanmäßiger Chordirektor am Staatstheater Nürnberg tätig. Er verantwortete in dieser Zeit sämtliche chorsinfonischen Konzerte des Staatstheaters, u. a. die Gurrelieder von Arnold Schönberg sowie die 2. und 3. Sinfonie von Gustav Mahler.

2012 wurde Tölle zum Intendanten des Musikfestivals Fränkischer Sommer berufen. Die Zusammenarbeit mit ihm wurde 2021 vorzeitig beendet, was zur Absage des Festivals für 2021 führte.<ref>Fränkischer Sommer 2021 findet nicht statt. Abgerufen am 24. November 2025.</ref>

Er lehrt seit 1998 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Dirigieren und Historische Musikwissenschaft.<ref>Startseite der Musikpädagogik. Abgerufen am 12. März 2018.</ref>

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Olivier Messiaen: Éclairs sur l'Au-Delà... - Die christlich-eschatologische Dimension des Opus ultimum, Frankfurt 1999, ISBN 978-3-631-34846-8.
  • Messiaens Opus ultimum, oder: Die diesseitige Relevanz der postmortalen Grenzüberschreitung als christliches Existential, in: Christine Wassermann Beirão, Thomas Daniel Schlee, Elmar Budde: La Cité céleste, Berlin 2006, ISBN 978-3-89693-473-4.
  • Messiaen, Olivier, in: Gernot Gruber und Joachim Brügge: Das Mozart Lexikon, Laaber 2005, ISBN 978-3-89007-466-5.
  • Messiaen, Olivier, in: Wolfgang Hochstein und Christoph Krummacher: Die Enzyklopädie der Kirchenmusik in 6 Bänden, Laaber 2009, ISBN 978-3-89007-691-1.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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