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Julien Sewering

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Vorlage:Infobox Webvideoproduzent

Julien Sewering (* 8. Dezember 1988 in Wees<ref>Youtuber will GDL-Lokführer „nach Auschwitz fahren“: „JuliensBlog“ mit provokanten Aussagen. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 27. Juni 2023]).</ref>) ist ein deutscher Webvideoproduzent und Rapper. Seit 2017 veröffentlicht er seine Musik unter dem Künstlernamen Julien Boss.

Leben[Bearbeiten]

Sewering stammt aus Schleswig-Holstein.<ref>"JuliensBlog" mit provokanten Aussagen. In: Tagesspiegel. 29. Mai 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. Juli 2017; abgerufen am 29. Juli 2017.</ref><ref>IstMirBanane. In: Netlog. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. Juli 2017; abgerufen am 29. Juli 2017.</ref> Laut eigenen Angaben ist er der Sohn eines Polizisten, hat drei Geschwister<ref>Julien Sewering: Spucks aus #6 (ab 0:00:50) auf YouTube, 3. Juni 2012, abgerufen am 29. Juli 2017.</ref> und ein Großvater stamme aus Italien.<ref>Julien Sewering: Juliens Seelsorge #3 (ab 0:00:48) auf YouTube, 24. Februar 2012, abgerufen am 29. Juli 2017.</ref> Im Jahr 2009 arbeitete Sewering für eine Videoproduktionsfirma.<ref>Postproduktion. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. Juli 2017; abgerufen am 29. Juli 2017.</ref> Außerdem diente er laut eigenen Angaben zwei Jahre lang in der Bundeswehr.<ref>Juliens Hate Blog #2 Dreckskanacken (REUPLOAD) (ab 0:02:47) auf YouTube, 23. September 2016, abgerufen am 19. September 2017.</ref>

Webvideos[Bearbeiten]

JuliensBlog[Bearbeiten]

Am 29. Mai 2011 startete Sewering seinen YouTube-Kanal JuliensBlog.<ref name="Kanalinfo">Kanalinfo. In: YouTube. Abgerufen am 29. Juli 2017.</ref> Vorgänger dieses Kanals war Juliens Hateblog,<ref>JuliensBlog auf YouTube mit Rap- und Medien-Analysen. In: Jetzt Video. 2. Februar 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. Juli 2017; abgerufen am 29. Juli 2017.</ref> der auf Druck Sewerings damaligen Arbeitgebers wieder eingestellt wurde.

In seinen ersten Videos sprach Sewering seine Meinung und Kritik zu einem Thema an und unterlegte dies mit Schaubildern. In späteren Videos trat Sewering, auf einem Sofa sitzend, vor der Kamera auf und vertrat seine Meinung.

Am 11. Juli 2019 veröffentlichte er nach vier Jahren ein neues Video mit dem Namen JuliensBlog – Comeback. Es folgten allerdings nur acht Videos bis zum Jahr 2022. Danach stellte Sewering die Aktivität erneut ein.

Nach eigenen Angaben im Oktober 2025 gehört sein Alter Ego JuliensBlog der Vergangenheit an.<ref>JuliensBlogBattle: Letztes JBB | Punktevergabe #4 | DEAL vs. ENNA-F. 30. Oktober 2025, abgerufen am 5. November 2025.</ref>

JuliensBlogBattle[Bearbeiten]

Das JuliensBlogBattle<ref>JuliensBlogBattle. Abgerufen am 14. April 2019.</ref> (kurz JBB) wurde von Julien Sewering als Reaktion auf den Disstrack „Nobody<ref>Sun Diego – Nobody ( JuliensBlog Diss – By Sunset Mafia ). Abgerufen am 14. April 2019.</ref>“, des Künstlers Sun Diego am 24. März 2012 in der dazugehörenden „Rapanalyse“, angekündigt.<ref>Sun Diego – Nobody ( JuliensBlog Diss – By Sunset Mafia ). Abgerufen am 31. Juli 2017.</ref><ref>Web.Archive.org: JuliensBlog – YouTube – Spiegelversion. 27. März 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. März 2012; abgerufen am 31. Juli 2017.</ref><ref>Julien Sewering: Spiegel-Version: Rapanalyse #11: JuliensBlog Diss (Besoffski Edition). 5. Dezember 2016, abgerufen am 31. Juli 2017.</ref> Es startete am 20. April 2012 auf dem YouTube-Kanal JuliensBlog mit der so genannten „HALL OF SHAME“, einem Format, in dem er die Qualifikation der aus seiner Sicht schlechtesten Künstler vorstellte und anschließend analysierte.<ref>Web.Archive.org: JuliensBlog – YouTube – Spiegelversion. 19. April 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 19. April 2012; abgerufen am 31. Juli 2017.</ref><ref>JuliensBlogBattle: JBB2012 HALL OF SHAME (Analyse) Teil 1. 19. Januar 2013, abgerufen am 31. Juli 2017.</ref>

Seit dem 6. Juli 2012 existiert Juliens Zweitkanal JuliensBlogBattle, auf dem regelmäßig Battle-Rap-Turniere in Form von Musikvideos verschiedener Künstler ausgetragen wurden. Der Kanal erlangte eine gewisse Beliebtheit. So hat er über 1,39 Millionen Abonnenten und über 850 Millionen Aufrufe (Stand Februar 2024).<ref>User Statistics for Juliensblogbattle. In: Socialblade. Abgerufen am 29. Juli 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das JuliensBlogBattle war das meistgesehene deutschsprachige Battle-Rap-Turnier, vor dem VideoBattleTurnier.

Das Turnier wurde im Stil des K.-o.-Systems ausgetragen, in denen die Like- (bzw. Dislike-)anzahl der Zuschauer und die Einschätzung von Julien über das Aufsteigen in die nächste Runde entschied. Teilgenommen haben unter anderem die Rapper SpongeBOZZ, Der Asiate, 4tune, Gio, EnteTainment, Punch Arogunz, Johnny Diggson und GReeeN. Durch das JBB konnten einige vorher unbekannte Rapper die Album-Charts erreichen, dies trifft zum Beispiel auf SpongeBOZZ, EnteTainment und GReeeN zu.

2016 pausierte Julien das JBB, um die JuliensMusicCypher auszutragen, einen stärker auf die Musik ausgelegten Wettbewerb.<ref>Julien Sewering: Qualifikation 1-8 | JMC auf YouTube, 8. Januar 2016, abgerufen am 29. Juli 2017.</ref> Den Sieg beim JMC 2016, dessen Teilnehmerfeld aus 64 Teilnehmern bestand,<ref>Julien Sewering erklärt die Regeln des JMC 2016. Abgerufen am 6. Juni 2020.</ref> erlangte Gary Washington.<ref>Juliens Music Cypher (JMC): Und der Gewinner ist … Gary Washington – Popshot. (over-blog.de [abgerufen am 17. Mai 2018]).</ref>

2014 wurde SpongeBOZZ zum „God of Battle“ benannt, nachdem er einen 35-minütigen Diss gegen Gio veröffentlicht hatte, und Gio darauf aufgab. Den Titel bekam er, weil er 2013 das sogenannte Kingfinale gegen 4tune gewann und 2014 gegen Gio<ref>SpongeBOZZ. Abgerufen am 15. Mai 2024.</ref><ref>JuliensBlogBattle: JBB 2014 [FINAL SONG] SpongeBOZZ – GOD OF BATTLE (prod. by Digital Drama). 16. Januar 2015, abgerufen am 15. Mai 2024.</ref>. Das JuliensBlogBattle 2018 gewann Timatic, ebenso die Auszeichnung „King of Kings“.

Am 15. Juli 2025 kündigte Sewering die letzte Austragung des JuliensBlogBattle unter den Namen "Letztes JBB" an.<ref>JuliensBlogBattle: Letztes JBB. 15. Juli 2025, abgerufen am 14. Januar 2026.</ref> Zur letzten Ausgabe wird das erste Mal das Preisgeld durch Spenden seiner Zuschauer via GoFund.me oder Spenden via Bitcoin über eine Wallet-Adresse finanziert. Zusätzlich veröffentlichte Sewering einen eigenen Song zu Ehren des letzten JBBs.<ref>JuliensBlogBattle: Letztes JBB | Appetizer | Julien Boss (prod. by DAKEYZ X CRONSENBEATZ). 26. September 2025, abgerufen am 14. Januar 2026.</ref>

Am 23. April 2026 gab Sewering bekannt, dass der Rapper Timatic wegen gesundheitlichen Problemen kein King-Finale einreichen könne. Als Alternative wurde ein „Endgegener-Battle“ gegen den Rapper Johnny Diggson eingerichtet.<ref>JuliensBlogBattle: Letztes JBB | Wir müssen über das King-Finale reden... 23. April 2026, abgerufen am 27. April 2026.</ref>

Aufgabe der Meinungsvideos und Turniere[Bearbeiten]

Nach Aussagen aus seiner Musik hat Sewering das Produzieren von Meinungsvideos sowie das Veranstalten von Turnieren aufgegeben. Unter anderem sei einer der Gründe, dass solche Videos sich mit den Änderungen der Richtlinien von YouTube nicht mehr finanziell lohnen würden.<ref>Julien Sewering: Julien Boss – Zweites Kapitel. (ab 1:20). In: YouTube. Abgerufen am 27. April 2023.</ref><ref>Julien Sewering: Julien Boss – Chefmusik. (ab 1:40). Abgerufen am 27. April 2023.</ref> Im Jahr 2025 wurde noch einmal ein letztes Turnier angekündigt, mit dem ein krönender Abschluss der JuliensBlogBattles gelingen sollte.<ref>Letztes JBB. YouTube-Video vom 15. Juli 2025, abgerufen am 23. Juli 2025.</ref>

Verurteilung wegen Volksverhetzung[Bearbeiten]

Auf den bislang größten negativen Widerhall stieß im Jahr 2015 Sewerings Video JuliensBlog #21 – GDL (Bahnstreik), das wenige Tage nach seiner Veröffentlichung vom Urheber entfernt wurde.<ref name="GdL">Julien Sewering: JuliensBlog #21 GDL Bahnstreik (ab 0:03:18) auf YouTube, 23. Mai 2015, abgerufen am 3. Januar 2019.</ref> Darin forderte Sewering den Massenmord der GdL-Lokführer durch Vergasung im KZ Auschwitz.<ref name="Zeit">Jens Best: Ein bisschen Hass muss sein. In: Die Zeit. 22. Mai 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. Juli 2017; abgerufen am 29. Juli 2017.</ref> Er bot in diesem Video an, den Zug zur Selektierrampe unentgeltlich zu steuern.<ref name="Zeit" /> Dabei wird das Video mit einem Bild des Konzentrationslagers untermalt. Gegen Sewering wurde daraufhin Anzeige erstattet sowie ermittelt.<ref name="Anzeige2">Christopher Hensen: "Vergasen sollte man die Mistviecher" – Meine Strafanzeige gegen JuliensBlog. In: The Huffington Post. 20. Mai 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. Juli 2017; abgerufen am 29. Juli 2017.</ref> In der Folge erging ein Strafbefehl des Amtsgerichts Tecklenburg über eine Freiheitsstrafe von zehn Monaten, ausgesetzt zur Bewährung über zwei Jahre, sowie 14.000 € Geldstrafe. Gegen diesen Strafbefehl legte Sewering Einspruch ein. Er argumentierte damit, dass er in seinen Videos als Schauspieler tätig sei und die dort vertretenen Meinungen nicht seine eigenen seien. Das Gericht folgte dieser Argumentation jedoch nicht und wies die Berufung auf die Kunstfreiheit zurück. Sewering wurde rechtskräftig zu acht Monaten Haft, ausgesetzt über eine Bewährungszeit von drei Jahren, sowie 15.000 € verurteilt. Ihm wurden ferner die Kosten des Verfahrens auferlegt.<ref>Dietlind Ellerich, Frank Klausmeyer: Volksverhetzung statt „Videokunst“. In: Westfälische Nachrichten. 11. Februar 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. Juli 2017; abgerufen am 29. Juli 2017.</ref>

Musiker[Bearbeiten]

Am 28. März 2013 veröffentlichte Sewering sein bereits für den 12. Dezember 2012 geplantes Album ANALyse. Das Album enthält überwiegend Disstracks, die Künstler wie Haftbefehl, Farid Bang und Fler thematisieren.<ref>„Schlampe, Affe, Fettes Schwein“ – JuliensBlog greift hier Fler, Farid Bang & co an (Hörproben). In: RapUpdate. 28. März 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. Juli 2017; abgerufen am 29. Juli 2017.</ref> Das Video zu der auf dem Album enthaltenen Single „11. September“ sollte indiziert werden.<ref>Facebook Statement Indizierung 11. September. Abgerufen am 29. Juli 2017.</ref>

Zwischen 2017 und 2020 veröffentlichte Sewering unter dem Künstlernamen Julien Boss neun Songs, teilweise gemeinsam mit Bass Sultan Hengzt und Timatic. Darunter waren Disstracks gegen PA Sports und Juri. Sechs dieser Songs wurden mittlerweile von Sewerings Kanälen gelöscht.<ref>Julien Boss YouTube-Kanal. In: YouTube. Abgerufen am 6. April 2024.</ref>

Julien Sewering selbst wurde in Disstracks von PA Sports,<ref>David Molke: PA Sports vs. Julien Boss: Was die Community vom Disstrack „Grabrede“ hält. In: hiphop.de. 18. August 2017, abgerufen am 18. Oktober 2021.</ref> Money Boy<ref>Money Boy – „R.I.P. Schwulien“- JuliensBlog-Diss. In: hiphop.biz. Abgerufen am 18. Oktober 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und John Webber<ref>Jonas Kielmann: Disstrack von John Webber: JuliensBlog reagiert mit pikanter Rapanalyse. In: hiphop.de. 24. September 2016, abgerufen am 18. Oktober 2021.</ref> angegriffen.

Nachdem er sowohl seine Meinungsvideos als auch das Veranstalten von Rapturnieren eingestellt hatte, veröffentlichte Sewering auf dem Kanal des JuliensBlogBattles innerhalb von drei Monaten 14 Songs, die jedoch alle deutlich weniger Aufmerksamkeit als seine vorigen Formate erregten.<ref>JuliensBlogBattle – YouTube. Abgerufen am 6. April 2024.</ref>

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

  • 2013: ANALyse
  • 2023: Chefmusik I
  • 2024: Chefmusik II

Singles[Bearbeiten]

  • 2011: All in (feat. MaKz)
  • 2012: 11. September
  • 2012: Chamela
  • 2012: Schmink Boss
  • 2013: ANALyse
  • 2017: Grabrede
  • 2019: Streifschüsse (mit Timatic)
  • 2019: F(|)tze
  • 2019: Kugeln bei Nacht
  • 2019: Es ist Juri
  • 2019: Indexmusik (feat. Bass Sultan Hengzt)
  • 2020: Keine Rendezvous
  • 2020: 11. September (2020)
  • 2020: Besinnliches Fest
  • 2023: Fehler
  • 2023: Auf der Suche nach Gold
  • 2023: Drehzahl
  • 2023: Fatality
  • 2023: Wieder aktiv
  • 2023: Hass für die Szene, Liebe für die Fam
  • 2023: Es tut mir leid
  • 2023: Spotifier
  • 2023: Neue Ära
  • 2023: Chefmusik
  • 2023: Underdog
  • 2023: Zweites Kapitel
  • 2023: Underrated
  • 2023: Outro (32Bars)
  • 2024: Asche (Intro)
  • 2024: Boss aller Bosse
  • 2024: Kingshit
  • 2024: In Contenance
  • 2024: Kein Pardon
  • 2024: Effizient
  • 2024: Kettensäge
  • 2024: Ultima Ratio
  • 2024: Außenseiter
  • 2024: Bad To The Bone
  • 2024: Benzin ft. JuliensBlog
  • 2024: Xylophonnoten
  • 2024: Kapitel 1 (KEIN ADHS)
  • 2024: Kapitel 2 (LEBENSZEICHEN)
  • 2024: Outro
  • 2025: Letztes JBB Appetizer

Weitere Veröffentlichungen

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />