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Jytte Hilden

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Datei:Jytte-hilden-2005.jpg
Jytte Hilden (2005)

Jytte Hilden (* 12. September 1942 in Kopenhagen) ist eine dänische sozialdemokratische Politikerin.

Leben[Bearbeiten]

Hilden ist ausgebildete Chemieingenieurin.<ref name="politiken-2026-06-04">Jytte Hilden knappede en guldøl op: »Jeg har ikke levet forgæves«. In: Politiken. 4. Juni 2026, abgerufen am 4. Juni 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Hilden hat vier Kinder, sechs Enkelkinder und ein Urenkelkind.<ref name="politiken-2026-06-04" /> Sie war von 1987 bis 2004 mit dem sozialdemokratischen Politiker Mogens Lykketoft verheiratet.

Politische Laufbahn[Bearbeiten]

Hilden wurde 1978 Gemeindevertreterin in Karlebo und war Mitglied des dänischen Parlaments von 1979 bis 1981 und erneut von 1984 bis 1998. Bei ihrer ersten Wahl ins Folketing 1979 gehörte sie zu 42 Frauen im Parlament.<ref name="politiken-2026-06-04" /> Von 1993 bis 1996 war sie Kulturministerin im Kabinett von Poul Nyrup Rasmussen, und dann bis 1998 Forschungsministerin. In der Rückschau beschrieb Hilden die politische Umgebung jener Jahre als stark männlich geprägt und betonte, dass ihre Generation gut ausgebildeter Frauen eigene Themen setzen und sichtbar mitbestimmen wollte.<ref name="politiken-2026-06-04" /> 1998 verlor sie ihr Abgeordnetenmandat, trat auch als Ministerin zurück und beendete ihre politische Karriere.

Als streitbare Kulturministerin verantwortete sie den spektakulären Neubau der Königlichen Bibliothek in Kopenhagen: Den Sorte Diamant. Die Titulierung als „schwarzer Diamant“ geht auf Hilden zurück.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Den sårbare, PDF (Memento vom 24. Dezember 2015 im Internet Archive) Samvirke, abgerufen am 22. Januar 2012.</ref> Hilden führte ihre politische Haltung auch auf ihre fachliche Ausbildung zurück und hob hervor, dass Frauen sich das notwendige Wissen aneignen und es auf eigene Weise gesellschaftlich wirksam machen müssten.<ref name="politiken-2026-06-04" /> Nach der Wahl im März 2026, bei der 83 Frauen und damit 48 Prozent der Abgeordneten ins Folketing gewählt wurden, wertete Hilden die fast paritätische Zusammensetzung des Parlaments und die erstmalige Mehrheit von Frauen in der Regierung als Beleg dafür, dass Politik gesellschaftliche Verhältnisse verändern könne.<ref name="politiken-2026-06-04" />

Tätigkeit nach der Politik[Bearbeiten]

1999 wurde Hilden die erste Kulturchefin des Neubaus der Königlichen Bibliothek. Nach ihrem Rückzug 2003<ref>Jytte Hilden hört auf (dänisch) Politiken, 26. September 2003, abgerufen am 22. Januar 2012</ref> blieb sie der Bibliothek als Beraterin erhalten und beteiligte sich an der Ausgabe von Andersens Märchen auf Arabisch, Persisch, Urdu, Somali usw. mit dem Ziel, Einwanderer mit der dänischen Erzähltradition bekannt zu machen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Einwanderer entdecken Märchen (dänisch) (Memento vom 29. September 2013 im Internet Archive) Kristeligt Dagblad, 30. April 2005, abgerufen am 22. Januar 2012</ref> 2026 veröffentlichte sie zusammen mit der Journalistin Puk Qvortrup das Buch Jeg siger aldrig undskyld über ihr langes Leben.<ref name="politiken-2026-06-04" /> Anschließend hielt sie Vorträge über die Freude am Alter und bezeichnete sich weiterhin als Optimistin.<ref name="politiken-2026-06-04" />

Bibliographie (dänisch)[Bearbeiten]

  • Du spiller en rolle – også en kønsrolle, 1975
  • Du skal selv bestemme, 1978
  • Tøser og tarzaner, 1980
  • »Hilden and the Hackers« eller Velfærdssamfundets anden etape, 1986
  • Jytte Hilden, Claus Olsen: Slotsholmen – Magtens ø. Schultz, Alberslund 2006. ISBN 978-87-609-1633-5
  • Jytte Hilden, Puk Qvortrup: Jeg siger aldrig undskyld. 2026.<ref name="politiken-2026-06-04" />

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>

Weblinks[Bearbeiten]

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