KZ Metajna
Das Konzentrationslager Metajna ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) war ein Konzentrations- und Vernichtungslager für Frauen und Kinder im Unabhängigen Staat Kroatien (NDH), einem Vasallenstaat der faschistischen Achsenmächte.<ref name="Terror">Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Band 9: Arbeitserziehungslager, Ghettos, Jugendschutzlager, Polizeihaftlager, Sonderlager, Zigeunerlager, Zwangsarbeiterlager. C.H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-57238-8, S. 326.</ref> Es befand sich nahe dem Dorf Metajna auf der Adriainsel Pag, nahe der gleichnamigen Stadt Pag, nach dem es auch benannt wurde.
Es war von Juli bis August 1941 in Betrieb und gehörte zu den berüchtigtsten Lagern im zu dieser Zeit besetzten Südosteuropa, vor allem wegen der Verbrechen an Frauen und Kindern, die dort begangen wurden.<ref>Hans-Christian Petersen, Samuel Salzborn (Hrsg.): Antisemitism in Eastern Europe: History and Present in Comparison. Peter Lang AG – Internationaler Verlag der Wissenschaft, Frankfurt 2010, ISBN 978-3-631-59828-3, S. 70.</ref> Die Häftlinge waren hauptsächlich Serbinnen, Jüdinnen und Roma-Frauen, sowie deren Kinder. Nach dem KZ Slana war es das zweite Konzentrationslager der Insel während des Zweiten Weltkriegs.<ref name="Terror" />
Geschichte[Bearbeiten]
Im Juni 1941 wurde auf Initiative von Mijo Babić, dem Beauftragten der Abteilung III des Ustaša-Kontrolldienstes (UNS), die für die Errichtung, Kontrolle und Organisation der Konzentrationslager im NDH-Staat verantwortlich war, in Metajna ein Konzentrations- und Vernichtungslager errichtet, das speziell für Frauen und Kinder konstruiert wurde.<ref name="Terror" /> Dort kam es zu Vergewaltigungen, Folter und Tötungen.<ref name="Terror" /> Die Opfer wurden dabei oft auf bestialische Weise umgebracht und danach in Gruben oder ins Adriatische Meer geworfen.<ref name="Terror" /><ref>Till Bastian: Sinti und Roma im Dritten Reich. Geschichte einer Verfolgung. C. H. Beck, München 2001, ISBN 3-406-47551-5, S. 72.</ref> Die Zahl der Todesopfer, vor allem Serbinnen und Jüdinnen, wird auf mehrere Tausend geschätzt.<ref name="Terror" /> Das Lager wurde aufgelöst, nachdem Ende August 1941 die Insel zur Beendigung der Ustascha-Gräuel durch italienische Truppen der 2. Armee besetzt wurde. Der vom Militär veranlasste Pag-Bericht hatte über das italienische Königshaus und Außenministerium erheblichen Einfluss auf die italienische Judenpolitik im besetzten Kroatien.<ref>Menachem Shelah: Kroatische Juden zwischen Deutschland und Italien. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. Band 41, Nr. 2. München 1993, S. 184 f. (ifz-muenchen.de [PDF]).</ref> Die Überlebenden wurden über Gospić und das KZ Jastrebarsko größtenteils ins KZ Jasenovac transportiert.<ref name="Terror" /> Das KZ Metajna war neben dem KZ Slana das zweite Lager der Adriainsel Pag, in dem systematisch gemordet wurde.<ref name="Terror" /> Auf Pag erinnert heute nichts mehr an die im Sommer 1941 verübten Verbrechen.<ref name="Terror" />
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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