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Kadua

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Kadua
Datei:Starr 040713-0022 Kadua affinis.jpg

Kadua affinis

Systematik
Euasteriden I
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Rötegewächse (Rubiaceae)
Unterfamilie: Rubioideae
Tribus: Spermacoceae
Gattung: Kadua
Wissenschaftlicher Name
Kadua
Cham. & Schltdl.

Kadua ist eine Pflanzengattung in der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Die etwa 30 Arten kommen auf einigen pazifischen Inseln vor.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Kadua fluviatilis (4744443006).jpg
Blüten von Kadua fluviatilis

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Kadua-Arten wachsen als ausdauernde krautige oder sukkulente Pflanzen, aufrechte bis kletternde Sträucher oder Lianen, gelegentlich auch als kleine bis mittelgroße Bäume. Die Triebe können kahl bis spärlich behaart sein. Einige Arten verströmen einen unangenehmen Geruch, wenn sie verletzt werden.<ref name="FotHI" />

Die gegenständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind bei den meisten Arten in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Bei einigen Arten fehlt der Blattstiel jedoch. Die dünn-ledrigen bis papierartigen Blattspreiten sind einfach und haben ganzrandige Spreitenränder. Die interpetiolaren, gelegentlich auch intrapetiolaren, dreieckigen Nebenblätter können mit den Blattstielen verwachsen sein und bilden dann eine kurze Blattscheide. Sie haben ganzrandige, gezähnte oder kammartige Blattränder und eine stachelig spitz zulaufende Blattspitze.<ref name="FotHI" />

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Kadua-Arten können zwittrig, gelegentlich auch einhäusig (monözisch) getrenntgeschlechtig sein. Die Blüten stehen einzeln in reduzierten Trugdolden oder stehen in end- oder seitenständigen, zymösen rispen- oder schirmrispenigen Blütenständen zusammen, die meist dreifach verzweigt sind.<ref name="FotHI" />

Die meist zwittrigen, seltener auch eingeschlechtigen Blüten sind radiärsymmetrisch. Die weißen bis grünlichweißen, rosafarbenen bis violetten oder violett-grünlichen, meist fleischigen Kronblätter sind stieltellerförmig, gelegentlich aber auch glockenartig oder krugartig miteinander verwachsen und die die Krone endet in vier oder fünf Kronlappen. Die Kronblätter einer Blüte können unterschiedlich groß sein. Die Kronlappen weisen an ihrer Spitze Anhängsel auf. Die Staubblätter sind in der Mitte oder nahe am Grund der Kronröhre inseriert. Die Staubbeutel sind ungestielt oder sitzen auf kurzen Staubfäden. Zwei bis vier Fruchtblätter sind zu einem Fruchtknoten verwachsen, wobei jedes der Fruchtblätter einige wenige bis zahlreiche Samenanlage aufweist. Der zwei- bis vierfach gelappte Griffel ist zylindrisch bis fadenförmig. Eine Narbe ist vorhanden.<ref name="FotHI" />

Die Kapselfrüchte sind meist trocken, selten fleischig. Das Endokarp ist mehr oder weniger stark verholzt während das meist dünne, selten dicke Mesokarp fast bis zur Basis fachspaltig ist. Selten wird das Mesokarp von einem dicken, fleischig-saftigen Hypanthium umgeben und wirkt dann beerenartig. Jede der Früchte enthält wenige bis zahlreiche, formenreiche Samen. Bei einigen Arten weisen die Samen einen Flügel mit einem Hilum am Flügelrand auf.<ref name="FotHI" />

Chromosomenzahl[Bearbeiten]

Die Chromosomenzahl kann 2n = 72 oder 2n = c. 100 betragen.<ref name="FotHI" />

Verbreitung[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet der Kadua-Arten erstreckt sich von Tuvalu, Tokelau und den Cookinseln über die Line Islands, Französisch-Polynesien und die Pitcairninseln bis nach Hawaii. Hawaii stellt den Verbreitungsschwerpunkt der Gattung Kadua dar, da dort eine große Artenvielfalt vorherrscht.<ref name="FotHI" />

Systematik[Bearbeiten]

Datei:Kadua formosa (4832012493).jpg
Blüten von Kadua formosa
Datei:Kadua lichtlei.jpg
Blüten von Kadua lichtlei
Datei:Starr 050407-6229 Kadua littoralis.jpg
Reife Kapselfrüchte von Kadua littoralis
Datei:Kadua parvula (4743836085).jpg
Kadua parvula

Die Gattung Kadua wurde im Jahr 1829 durch Adelbert von Chamisso und Diederich Franz Leonhard von Schlechtendal in Linnaea, Band 4, Seite 157 aufgestellt.<ref name="Tropicos" /> Synonyme für Kadua Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Cham. & Schltdl. sind: Wiegmannia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Meyen sowie Gouldia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Gray.<ref name="WCSP" /> Der Gattungsname Kadua ehrt einen Eingeborenen namens Kadu der Inselgruppe Ulea in Mikronesien, den Chamisso auf der Rurik-Expedition kennengelernt hatte.<ref name="Burkhardt2022" />

Die Gattung Kadua gehört zur Tribus Spermacoceae in der Unterfamilie Rubioideae innerhalb der Familie der Rubiaceae.

Es gibt etwa 30<ref name="FotHI" /><ref name="WCSP" /> Kadua-Arten:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="FotHI"> Kadua. In: Flora of the Hawaiian Islands. www.botany.si.edu/pacificislandbiodiversity/hawaiianflora, abgerufen am 15. November 2016 (englisch).</ref> <ref name="Tropicos"> Kadua bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="Burkhardt2022">Lotte Burkhardt 2022: Eine Enzyklopädie zu eponymischen Pflanzennamen: Von Menschen & ihren Pflanzen – Berlin: Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin. – https://doi.org/10.3372/epolist2022, Berlin 2022.</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Kadua – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien