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Kanoit

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Kanoit
Datei:Kanoite displayed at Mining Museum of Akita University.jpg
Kanoit, ausgestellt im Bergbaumuseum der Universität Akita
Allgemeines und Klassifikation
IMA-Nummer

1977-020<ref name="IMA-Liste" />

IMA-Symbol

Knt<ref name="Warr" />

Chemische Formel Mn2+MgSi2O6
Mineralklasse
(und ggf. Abteilung)
Silikate und Germanate
System-Nummer nach
Strunz (8. Aufl.)
Lapis-Systematik
(nach Strunz und Weiß)
Strunz (9. Aufl.)
Dana

VIII/F.01
VIII/F.01-030<ref name="Lapis" />

09.DA.10
65.01.01.03
Kristallographische Daten
Kristallsystem monoklin<ref name="Kobayashi 1977" />
Raumgruppe Vorlage:Raumgruppe<ref name="Kobayashi 1977" />
Gitterparameter Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <
Formeleinheiten Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <
Zwillingsbildung polysomatisch nach {100}<ref name="Kobayashi 1977" />
Physikalische Eigenschaften
Mohshärte 6
Dichte (g/cm3) 3,66 (gemessen); 3,60 (berechnet)<ref name="Kobayashi 1977" />
Spaltbarkeit perfekt nach {110}<ref name="Kobayashi 1977" />
Farbe hell rosa braun<ref name="Kobayashi 1977" />
Strichfarbe weiß<ref name="Kobayashi 1977" />
Transparenz durchscheinend bis transparent<ref name="Kobayashi 1977" />
Glanz Glasglanz<ref name="Kobayashi 1977" />
Kristalloptik
Brechungsindizes Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <1,717<ref name="Kobayashi 1977" />Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <1,728<ref name="Kobayashi 1977" />
Doppelbrechung Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <0,013
Optischer Charakter zweiachsig positiv<ref name="Kobayashi 1977" />
Achsenwinkel Fehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <

Kanoit ist ein sehr selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Silikate und Germanate“. Es kristallisiert mit monokliner Symmetrie und hat die Endgliedzusammensetzung Mn2+MgSi2O6.

Die meist nur wenige Millimeter großen Kristalle sind prismatisch oder unregelmäßig körnig. Kanoit ist leicht rosa braun durchsichtig bis durchscheinend und besitzt Glasglanz. Die Dichte beträgt 3,66 g/cm3, die Mohshärte liegt bei 6.<ref name="Kobayashi 1977" />

Etymologie und Geschichte[Bearbeiten]

Entdeckt wurde Kanoite in manganreichen Lagen hornblendefazieller Sedimente und basischer Vulkanite auf der Oshima-Halbinsel, Hokkaidō, Japan. Dort findet sich Kanoit zusammen mit manganreichen Cummingtonit, Spessartin und Relikten von Pyroxmangit, die im Zuge der Metamorphose durch Kanoit ersetzt worden sind.<ref name="Kobayashi 1977" />

Beschrieben wurde Kanoit 1977 von Hideo Kobayashi. Er benannte das neue Mineral nach dem Professor für Petrologie der Akita-Universität, Dr. Hiroshi Kano, in Anerkennung seiner Arbeiten zu den metamorphen Gesteinen Japans.<ref name="Kobayashi 1977" />

Klassifikation[Bearbeiten]

In der strukturellen Klassifikation der International Mineralogical Association (IMA) gehört Kanoit zusammen mit Donpeacorit zu den Mangan-Magnesium-Proxenen (Mn-Mg-Pyroxene) in der Pyroxengruppe.<ref name="CNMMN 1989" />

Donpeacorit wurde 1977 von der IMA als neues Mineral anerkannt, ist aber in der zuletzt 1977 überarbeiteten 8. Auflage der Mineralsystematik nach Strunz nicht mehr verzeichnet.

Im zuletzt 2018 überarbeiteten und aktualisierten Lapis-Mineralienverzeichnis nach Stefan Weiß, das sich im Aufbau noch nach dieser alten Form der Systematik von Karl Hugo Strunz richtet, erhielt das Mineral die System- und Mineral-Nr. VIII/F.01-30. In der „Lapis-Systematik“ entspricht dies der Klasse der „Silikate und Germanate“ und dort der Abteilung „Ketten- und Bandsilikate“, wo Kanoit zusammen mit Klinoenstatit, Klinoferrosilit, Pigeonit, Diopsid, Hedenbergit, Johannsenit, Petedunnit, Aegirin-Augit, Augit, Omphacit, Tissintit, Kushiroit, Esseneit, Grossmanit, Davisit, Spodumen, Jadeit, Aegirin, Namansilit, Jervisit, Natalyit und Kosmochlor die Gruppe der „Klinopyroxene“ mit der System-Nr. VIII/F.01 innerhalb der Pyroxengruppe (F.01 bis F.02) bildet.<ref name="Lapis" />

Die von der International Mineralogical Association (IMA) bis 2009 aktualisierte 9. Auflage der Strunz’schen Mineralsystematik ordnet den Kanoit ebenfalls in die Abteilung der „Ketten- und Bandsilikate (Inosilikate)“ ein. Diese ist weiter unterteilt nach der Kristallstruktur, so dass das Mineral entsprechend seinem Aufbau in der Unterabteilung „Ketten- und Bandsilikate mit 2-periodischen Einfachketten Si2O6; Pyroxen-Familie“ zu finden ist, wo es zusammen mit Klinoenstatit, Klinoferrosilit, Halagurit und Pigeonit die Gruppe der „Mg,Fe,Mn-Klinopyroxene, Klinoenstatitgruppe“ mit der System-Nr. 9.DA.10 bildet.<ref name="IMA-Liste-2009" />

Auch die vorwiegend im englischen Sprachraum gebräuchliche Systematik der Minerale nach Dana ordnet den Kanoit in die Abteilung der „Kettensilikatminerale“ ein. Hier ist er zusammen mit Klinoenstatit, Klinoferrosilit und Pigeonit in der Gruppe der „P2/c Klinopyroxene“ mit der System-Nr. 65.01.01 innerhalb der Unterabteilung „Kettensilikate: Einfache unverzweigte Ketten, W=1 mit Ketten P=2“ zu finden.

Chemismus[Bearbeiten]

Kanoit hat die Endgliedzusammensetzung [M2]Mn2+[M1]Mg2+[T]Si2O6, wobei [M2], [M1] und [T] die Positionen in der Pyroxenstruktur sind.<ref name="Kobayashi 1977" />

Der Kanoit aus der Typlokalität hat die empirische Zusammensetzung<ref name="Kobayashi 1977" />

  • [M2](Mn2+0,972Ca2+0,024Na0,002K0,002)[M1](Mg2+0,885Fe2+0,087Mn2+0,068)[T](Si1,972Fe3+0,012Al0,002)O6.

Kristallstruktur[Bearbeiten]

Kanoit kristallisiert mit monokliner Symmetrie der Vorlage:Raumgruppe und 8 Formeleinheiten pro Elementarzelle. Der natürliche Mischkristall aus der Typlokalität hat die Gitterparameter a = 9,739 Å; b = 8,939 Å, c = 5,260 Å und ß = 108,56°.<ref name="Kobayashi 1977" />

Kanoit kristallisiert mit der Struktur von Klinopyroxen. Die Verteilung von Mangan auf die beiden Oktaederpositionen ist geordnet. Fast das gesamte Mn findet sich auf der stärker verzerrten M2-Position.<ref name="Gordon et al 1981" />

Modifikationen und Varietäten[Bearbeiten]

Die Verbindung MnMgSi2O6 ist polymorph und Kanoit ist die monokline Tieftemperaturmodifikation.<ref name="Arlt et al. 1998" /><ref name="Arlt et al. 2000" /> Eine weitere bekannte Modifikation ist das orthorhombische Orthopyroxen Donpeacorit.

Bildung und Fundorte[Bearbeiten]

Kanoit bildet sich vorwiegend bei der Metamorphose manganreicher kalkhaltiger Sedimente bei Bedingungen der Granulith-Fazies. In solchen Gesteinen tritt Kanoit zusammen mit manganreichen Cummingtonit, Spessartin und Pyroxmangit auf.<ref name="Kobayashi 1977" />

Die Typlokalität ist die Küste in der Nähe von Tatehira auf der Oshima-Halbinsel, Hokkaidō, Japan. Weitere Fundstellen sind die Shimozuru Mine in Kyūshū, Japan, der Semail-Ophiolith in Bulaydah im Khawr Fakkan Massiv, Oman, die Balmat-Edwards Zink Region in Balmat im New York, USA und die Blei-Zink-Lagerstätte von Broken Hill in New South Wales, Australien.<ref name="Fundorte" />

Darüber hinaus findet man Kanoit in einigen Meteoriten.<ref name="Rubin 1997" />

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

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Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Kanoite – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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  • Vorlage:Mineralienatlas
  • Vorlage:Mindat
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  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Database of Raman spectroscopy, X-ray diffraction and chemistry of minerals (RRUFF); ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Arlt et al. 1998"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Arlt et al. 2000"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="CNMMN 1989"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Fundorte"> Fundortliste für Kanoit beim Mineralienatlas (deutsch) und bei Mindat (englisch), abgerufen am 7. Oktober 2024. </ref> <ref name="Gordon et al 1981"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="IMA-Liste"> Malcolm Back, Cristian Biagioni, William D. Birch, Michel Blondieau, Hans-Peter Boja und andere: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF; 3,6 MB) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. IMA/CNMNC, Marco Pasero, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="IMA-Liste-2009"> Ernest H. Nickel, Monte C. Nichols: [Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] (PDF; 1,9 MB) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. IMA/CNMNC, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden., archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2024-07-29; (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Lapis"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Kobayashi 1977"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Rubin 1997"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Warr"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> </references>