Göckel erlernte den Orgelbau bei Orgelbau Vleugels in Hardheim und vertiefte seine Kenntnisse anschließend in Frankreich und in der Schweiz. Im Jahr 1983 legte er seine Meisterprüfung ab und machte sich in Malsch (bei Heidelberg) mit einer eigenen Werkstatt selbstständig.<ref>Fischer: 100 Jahre Bund deutscher Orgelbaumeister. 1991, S. 195.</ref> 1996 wurde ein neues Firmengebäude in Rettigheim eingeweiht. Nach der Einstellung des Betriebs G. F. Steinmeyer & Co. erwarb Karl Göckel im Jahr 2001 das Werkstattgebäude inklusive Einrichtung und den Namen „Steinmeyer Orgelbau Inh. Karl Göckel“. Alle Mitarbeiter wurden übernommen.<ref>Website von Steinmeyer-Orgelbau, abgerufen am 2. August 2014.</ref>
Göckel baut vor allem Orgeln im symphonischen Stil. Neben anderen Neuerungen hat er die Barkermaschine weiterentwickelt und mit einer 1990 patentierten Rückstellhilfe ausgerüstet.<ref>Info auf der Firmen-Website, abgerufen am 16. August 2024.</ref><ref>Patent DE4014204C1: Bausatz einer mechanischen Rückstellhilfe für die Tastatur von mechanischen Tasteninstrumenten, insbesondere Orgeln mit einer Anordnung zum Ein- und Ausschalten dieser Rückstellhilfe. Angemeldet am 3. Mai 1990, veröffentlicht am 22. August 1991, Erfinder: Karl Göckel.</ref> Neben Neubauten werden auch Restaurierungen durchgeführt.
Die Größe der Instrumente wird in der fünften Spalte durch die Anzahl der Manuale und die Anzahl der klingenden Register in der sechsten Spalte angezeigt. Ein großes „P“ steht für ein selbstständiges Pedal.