Karl Gertis
Karl Gertis (* 23. Oktober 1938 in München; † 24. Januar 2025<ref>Presse Institute: Trauer um Karl Gertis. Fraunhofer-Gesellschaft, Pressemitteilung vom 5. Februar 2025 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 5. Februar 2025.</ref><ref name="bs">Trauer um Karl Gertis. In: bausubstanz.de. Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., 7. Februar 2025, abgerufen am 25. März 2025.</ref>) war ein deutscher Bauphysiker und Komponist. Er war Leiter des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik und Emeritus des Instituts für Akustik und Bauphysik an der Universität Stuttgart.
Leben[Bearbeiten]
Karl Gertis, Sohn von Rosa und Karl Gertis, studierte an der TU München, an der er 1963 sein Diplom im Fach Maschinenbau erwarb. 1969 wurde er an der Universität Stuttgart zum Dr.-Ing. promoviert und erhielt dort, nach seiner Habilitation im Jahr 1972, als Privatdozent die Venia Legendi für Bauphysik. 1971 wurde er Abteilungsleiter im Fraunhofer-Institut für Bauphysik. 1974 erhielt er einen Ruf an die Universität Essen,<ref name="bs" /> wo er als ordentlicher Professor 1977 den ersten Lehrstuhl für Bauphysik errichtete.<ref>Jürgen Roloff: Die Geschichte der Bauklimatik. TU Dresden, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Dezember 2017; abgerufen am 21. Dezember 2017.</ref> 1984 wurde er als Ordinarius für Bauphysik an die Universität Stuttgart berufen, wo er bis zu seiner Emeritierung 2007 wirkte.<ref name="bs" /> In Personalunion leitete er als Nachfolger von Fridolin P. Mechel von 1990 bis 2003 als Direktor das Fraunhofer-Institut für Bauphysik in Stuttgart,<ref name="bs" /> dem er als Mitglied der Leitung seit 1984 angehörte.
Gertis gehörte der heutigen Fakultät 2: Bau- und Umweltingenieurwissenschaften sowie per Kooptation auch der Fakultät 1: Architektur und Stadtplanung an. Im Ausland wurde Gertis mehrfach geehrt, u. a. als Ehrendoktor der Ingenieurwissenschaften und der Technischen Wissenschaften sowie als Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften.<ref name="bs" /> Seine Forschungsaktivitäten umfassten alle Teilgebiete der Bauphysik<ref name="bs" /> wie Wärme, Energieeinsparung, Feuchte, Bau- und Raumakustik sowie Lärmbekämpfung, Tageslichtversorgung von Gebäuden und klimagerechtes Bauen.<ref>Herr Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. mult. Dr. E.h. mult. Karl Gertis | Institut für Akustik und Bauphysik | Universität Stuttgart. Abgerufen am 21. Dezember 2017.</ref>
Gertis lebte zuletzt in Holzkirchen (Oberbayern) und war nebenberuflich als Posaunist,<ref name="bs" /> Dirigent und Komponist,<ref name="bs" /> Alphornbläser,<ref name="bs" /> tätig. Er schuf etwa 100 Kompositionen<ref name="bs" /> für Orchester, Chor, Quartette, Alphorn, Orgel, Gesang, die in zahlreichen Konzerten aufgeführt wurden.<ref>„Vater unser“ überrascht in neuem Gewand. In: Münchner Merkur. 27. November 2003 (merkur.de [abgerufen am 23. Dezember 2017]).</ref> Am 24. Januar 2025 starb Gertis im Alter von 86 Jahren.
Literatur[Bearbeiten]
- Gertis, Karl. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 373.
Weblinks[Bearbeiten]
- Literatur von und über Karl Gertis im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gertis, Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Bauphysiker und Komponist |
| GEBURTSDATUM | 23. Oktober 1938 |
| GEBURTSORT | München |
| STERBEDATUM | 24. Januar 2025 |
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- Komponist (Deutschland)
- Bauphysiker
- Institutsleiter der Fraunhofer-Gesellschaft
- Hochschullehrer (Universität Stuttgart)
- Hochschullehrer (Essen)
- Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften
- Ehrendoktor der Technischen Universität Graz
- Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande
- Deutscher
- Geboren 1938
- Gestorben 2025
- Mann