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Karl Speiser

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Karl Speiser (1961)

Karl Speiser (* 22. Juni 1914 in Augsburg; † nach 1989) war ein deutscher Diplomat. Er war Botschafter der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) in der Mongolischen Volksrepublik (MVR).

Leben[Bearbeiten]

Speiser erlernte nach dem Besuch der Volksschule den Beruf des Druckers. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er zur Wehrmacht eingezogen und musste Kriegsdienst leisten. Er lief zur Roten Armee über und kam in sowjetische Kriegsgefangenschaft.

Nach seiner Rückkehr in die Sowjetische Besatzungszone Deutschlands beteiligte er sich in Dresden am Aufbau des Landes. Er wurde Mitglied der SED und war nach Gründung der DDR als Außenhandelsfunktionär tätig. Im Mai 1951 trat er in das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der DDR (MfAA) ein, wo er zunächst in der Westeuropa-Abteilung arbeitete (zuständig für Großbritannien). Als Hauptreferent der Hauptabteilung I (Benachbarte Länder) des MfAA bereitete er 1956 den ersten Besuch Otto Grotewohls in Prag vor.<ref>Dierk Hoffmann: Otto Grotewohl (1894–1964): Eine politische Biographie, S. 631.</ref> Er war dann an der Botschaft der DDR in Moskau tätig und fungierte von 1958 bis Januar 1961 als Botschaftsrat und Erster Sekretär an der Botschaft der DDR in Prag. Am 10. Januar 1961 beschloss das Politbüro des ZK der SED seinen Einsatz als Botschafter in der MVR<ref>Protokoll Nr. 2/61 der Sitzung des Politbüros am 10. Januar 1961. - Bundesarchiv.</ref> und am 9. Februar 1961 wurde er vom Vorsitzenden des Staatsrates der DDR, Walter Ulbricht, zum Botschafter in der MVR ernannt.<ref>Walter Ulbricht ernannte Botschafter. In: Berliner Zeitung, 10. Februar 1961, S. 2.</ref> Am 2. März 1961 überreichte er dem mongolischen Staatsoberhaupt, Dschamsrangiin Sambuu, sein Beglaubigungsschreiben.<ref>DDR-Botschafter bei D. Sambu. In: Neues Deutschland, 3. März 1961, S. 7.</ref> Diese Funktion bekleidete er bis zu seiner Abberufung im September 1964. Anschließend war er in der Verwaltung des MfAA tätig, zuletzt als stellvertretender Abteilungsleiter. Im Juni 1989 wurde er in die Rente verabschiedet und durfte den Titel des Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschafters a. D. weiterführen.<ref>Protokoll Nr. 66/89 des Sekretariats des ZK der SED vom 14. Juni 1989 - Bundesarchiv. </ref>

Schriften[Bearbeiten]

  • 40 Jahre Mongolische Volksrepublik In: Deutsche Außenpolitik (1961), Heft 8, S. 960–966.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das Deutsche who’s who. Teilband II. Arani-Verlag, Berlin-Grunewald 1965, S. 321.
  • Eberhard Funk: Die Deutsche Liga für die Vereinten Nationen (= Schriftenreihe Politica, Band 25). Kovač, Hamburg 1997, ISBN 3-86064-535-8, S. 326.
  • Henning Hoff: Großbritannien und die DDR 1955–1973. Diplomatie auf Umwegen. Oldenbourg Verlag, München 2003, ISBN 3-486-56737-3, S. 143 und passim.
  • Siegfried Bock, Ingrid Muth, Hermann Schwiesau: Die DDR-Außenpolitik, ein Überblick. Daten, Fakten, Personen (III). LIT Verlag Dr. W. Hopf, Berlin 2010, ISBN 978-3-643-10559-2, S. 355.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>

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