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Karoline Noack

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Karoline Noack (* 17. Juli 1961 in Magdeburg) ist eine deutsche Altamerikanistin. Sie lehrt seit 2009 als Professorin für Altamerikanistik und Ethnologie an der Universität Bonn.

Leben[Bearbeiten]

Karoline Noack studierte von 1983 bis 1988 Ethnographie und Geschichte an der Humboldt-Universität Berlin und an den Universitäten Rostock und Leipzig. 1988 schloss sie mit dem Diplom in Ethnographie an der Humboldt-Universität ab. Von 1992 bis 2000 hatte sie Lehraufträge am Lateinamerika-Institut der Freien Universität (FU) und am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin und erhielt verschiedenen Stipendien. Mit einer Arbeit über Die gesellschaftliche Relevanz von Rechtsordnung und Rechtsanwendung, dargestellt anhand der visita von Gregorio González de Cuenca (1566/67) in der Nordregion des Vizekönigreiches Peru wurde Noack 1996 an der FU Berlin im Fach Altamerikanistik promoviert.

In den Jahren 2001–2004 und 2005–2009 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lateinamerika-Institut der FU Berlin. Dort habilitierte sie sich 2010 mit der Schrift Textilien und die Produktion von kolonialer Differenz in der Kontaktzone: Trujillo in der nördlichen audiencia Lima, Peru im 16. und frühen 17. Jahrhundert im Fach Kulturanthropologie/Altamerikanistik. Als Universitätsprofessorin für Altamerikanistik und Ethnologie wurde Noack 2009 an die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn berufen, wo sie am Institut für Archäologie und Kulturanthropologie lehrt.

Noack ist seit 2008 Vorsitzende der Gesellschaft für Ethnographie.<ref>Netzseite der Gesellschaft für Ethnographie</ref> 2014 hielt sie einen Vortrag zum Thema Priesterinnen und Krieger – eine geteilte Herrschaft! anlässlich der Sonderausstellung Leben und Tod im Alten Peru im Lippischen Landesmuseum Detmold.<ref>Priesterinnen und Krieger – eine geteilte Herrschaft!, Vortrag von Prof. Dr. Karoline Noack im Rahmen der Sonderausstellung „Leben und Tod im Alten Peru“, am Donnerstag, dem 2. Oktober 2014, um 19.30 Uhr</ref><ref>Museum begibt sich auf die Spuren des alten Peru, Lippische Zeitung, 16. September 2014</ref>

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

  • mit Dimitrios Ambatielos, Dagmar Neuland-Kitzerow (Hrsg.): Medizin im kulturellen Vergleich, Waxmann Verlag, 1997, ISBN 3-89325-490-0.
  • mit Anne Ebert, Maria Lidola, Karoline Bahrs (Hrsg.): Differenz und Herrschaft in den Amerikas: Repräsentationen des Anderen in Geschichte und Gegenwart (Kultur- und Medientheorie), 2009, transcript, ISBN 978-3-8376-1063-5.
  • mit Elisabeth Tietmeyer, Claudia Hirschberger, Jane Redlin (Hrsg.): Die Sprache der Dinge: Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf die materielle Kultur (Schriftenreihe Museum Europäischer Kulturen), Waxmann Verlag, 2010, ISBN 978-3-830923336.
  • mit Martin Künne: Die Sammlung Walter Lehmann am Ethnologischen Museum Berlin. Eine Einführung in die Archäologie des südlichen Zentralamerika. Shaker, Aachen 2014, ISBN 978-3-8440-2667-2.
  • mit Michael Kraus (Hrsg.): Quo vadis, Völkerkundemuseum?: Aktuelle Debatten zu ethnologischen Sammlungen in Museen und Universitäten (Edition Museum), transcript, 2015, ISBN 978-3-837632354.

Fachbeiträge[Bearbeiten]

  • Textilien und die Produktion von kolonialer Differenz in der Kontaktzone: Trujillo in der nördlichen audiencia Lima, Peru im 16. und frühen 17. Jahrhundert (PDF; 76 kB)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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