Kay Scheller
Kay Scheller (* 28. Januar 1960 in Kiel) ist ein deutscher Jurist. Er war von 2014 bis 2026 Präsident des Bundesrechnungshofes.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.bundesrechnungshof.de ( vom 5. März 2016 im Internet Archive)</ref><ref>Präsident des Bundesrechnungshofes: Ritter ohne Schwert? | General-Anzeiger Bonn. 26. Oktober 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. Oktober 2017; abgerufen am 9. April 2021.</ref> Zuvor war er langjähriger Mitarbeiter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.<ref>Bundesrechnungshof - Homepage - Kay Scheller - Präsident des Bundesrechnungshofes. Abgerufen am 10. März 2024.</ref>
Ausbildung und Beruf[Bearbeiten]
Scheller studierte von 1981 bis 1986 Rechtswissenschaften und legte 1991 die zweite Staatsprüfung ab. Er war nach einer kurzen Zeit in der Staatskanzlei von Mecklenburg-Vorpommern von 1991 bis 1994 im Bundesministerium für Frauen und Jugend und von 1994 bis 1997 im Bundesministerium für Bildung und Forschung tätig. Von 1997 bis 1999 arbeitete er im Bundeskanzleramt, bevor er 1999 zur CDU/CSU-Bundestagsfraktion wechselte, für die er von 2005 bis 2014 als Fraktionsdirektor tätig war.
Anfang April 2014 verständigten sich die Fraktionsspitzen von Union und SPD auf Scheller als Nachfolger von Dieter Engels im Amt des Präsidenten des Bundesrechnungshofes.<ref>Neuer Präsident: Unionspolitiker soll Bundesrechnungshof leiten. In: Der Spiegel, 4. April 2014</ref> Bundestag und Bundesrat bestätigten die Personalie. Er trat das Amt am 1. Juli 2014 an. Schellers Amtszeit endete mit Ablauf des Mai 2026 mit Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze. Ihm folgte Ansgar Heveling nach.<ref>Bärbel Broer: Korschenbroich: Bundespräsident ernennt Ansgar Heveling (CDU) zum Bundesrechnungshofpräsidenten. In: rp-online.de. 1. Juni 2026, abgerufen am 1. Juni 2026.</ref> Zum Ende seiner Amtszeit wurde Scheller das Große Bundesverdienstkreuz verliehen.<ref>Bekanntgabe der Ordensträgerinnen und Ordensträger. In: bundespraesident.de. 1. Juni 2026, abgerufen am 3. Juni 2026.</ref>
Amtsführung und weitere Ämter[Bearbeiten]
Nach Übernahme des Amtes als Präsident des Bundesrechnungshofes stieß Scheller eine Strukturreform innerhalb des Bundesrechnungshofes und der externen Finanzkontrolle des Bundes an, die zum 1. Januar 2017 in Kraft trat. Die bis dahin eigenständigen Prüfungsämter wurden aufgelöst und in den Bundesrechnungshof integriert. Damit wurde eine Hierarchieebene abgeschafft. Die Anzahl der Prüfungsabteilungen und Prüfungsgebiete blieb unverändert. Die Prüfungsabteilungen wurden nun jedoch stärker als bisher auf wesentliche Politikfelder ausgerichtet.
Scheller erwarb sich einen Ruf als unerschrockener Sachwalter der Belange der externen Finanzkontrolle, „sehr freundlich im Ton und sehr bestimmt in der Aussage“.<ref>Streit um medizinischen Nutzen und die Kosten, in: Deutschlandfunk, Hintergrund, 29. Juli 2019, von Monika Dittrich und Die Macht der Erbsenzähler, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 7. September 2019, Seite 3.</ref>
Von Juli 2016 bis Juni 2022 war Scheller Mitglied im Rat der Rechnungsprüfer (United Nations Board of Auditors), dem zentralen Prüfungsausschuss der Vereinten Nationen. Dort war er unter anderem für die Prüfung der UN-Friedensmissionen und des UN-Klimasekretariats zuständig. An diese Mitgliedschaft im UN Board of Auditors schloss sich nahtlos ein Mandat des Bundesrechnungshofes für die Prüfung des Welternährungsprogramms (World Food Programme, WFP) der UN an.<ref>https://www.bundesrechnungshof.de/DE/3_internationales/1_internationales_wfp/wfp_node.html</ref>
In seiner Funktion als Präsident des Bundesrechnungshofes war Scheller auch Vorsitzender des Bundespersonalausschusses und Bundesbeauftragter für Wirtschaftlichkeit in der Verwaltung (BWV). Als BWV wirkte Scheller durch Vorschläge, Gutachten oder Stellungnahmen auf eine wirtschaftliche Erfüllung der Bundesaufgaben und eine dementsprechende Organisation der Bundesverwaltung hin.<ref>Der Präsident des Bundesrechnungshofes als Bundesbeauftragter für Wirtschaftlichkeit in der Verwaltung — Startseite. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. April 2020; abgerufen am 17. Oktober 2019.</ref>
Quellen[Bearbeiten]
- Albert Oeckl: Taschenbuch des öffentlichen Lebens 1996, S. 20.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Josef Mayer (1950–1956) | Heinz Maria Oeftering (1957) | Guido Hertel (1957–1963) | Volkmar Hopf (1964–1971) | Hans Schäfer (1971–1978) | Karl Wittrock (1978–1985) | Heinz Günter Zavelberg (1985–1993) | Hedda von Wedel (1993–2001) | Dieter Engels (2002–2014) | Kay Scheller (2014–2026) | Ansgar Heveling (seit 2026)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Scheller, Kay |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Jurist, Präsident des Bundesrechnungshofes |
| GEBURTSDATUM | 28. Januar 1960 |
| GEBURTSORT | Kiel |
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