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Ken Scalabroni

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Basketballspieler
Basketballspieler
Ken Scalabroni
Spielerinformationen
Geburtstag 2. September 1956 (70 Jahre und 60 Tage)
Geburtsort Boston, Vereinigte Staaten
Vereine als Trainer
1987–1989 DeutschlandDeutschland Vegesacker TV
1990–1993 Finnland Fokopo Forssa
1993–1994 DeutschlandDeutschland TTL Bamberg (Co)
1994–1999 DeutschlandDeutschland TTL UniVersa Bamberg
1999–2001 Schweiz Fribourg Olympic
2001–2004 DeutschlandDeutschland StadtSport/BS Energy Braunschweig
2006–2007 DeutschlandDeutschland Gießen 46ers
2007–2014 Tschechien USK Prag
2014–2015 OsterreichÖsterreich WBC Wels
2016–2019 Tschechien USK Prag (Jgd.)
2019–2021 Tschechien BK Pardubice

Kenneth Scalabroni (* 2. September 1956 in Boston, Massachusetts) ist ein US-amerikanischer Basketballtrainer.

Laufbahn[Bearbeiten]

Scalabroni war von 1976 bis 1980 bei der US-Marine als Flugzeugelektriker tätig<ref name="skolkacernosice">Our team: Anglická školka. In: Skolkacernosice.cz. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Dezember 2017; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und gehörte zur Besatzung des Flugzeugträgers Nimitz. Anschließend arbeitete Scalabroni in Deutschland für die Flugzeughersteller Messerschmitt und Airbus.<ref name=":1">Ute Berndt: „Ich bin froh, Teil der Braunschweiger Geschichte zu sein“. In: Ute Berndt, Henning Brand, Ingo Hoffmann, Christoph Matthies (Hrsg.): Dunke-Schön. 25 Jahre 1. Bundesliga Basketball in Braunschweig. Klartext Verlag, 2015, ISBN 978-3-8375-1505-3, S. 207–211.</ref> Als Schiffsingenieur nahm er 1985 an einer Weltumseglung teil<ref name="skolkacernosice" /> und arbeitete hernach in Mailand und Miami als Dressman.<ref name=":1" />

Seine erste Trainerstelle hatte der US-Amerikaner von 1987 bis 1989 in Bremen inne, dort betreute er die Damen des Vegesacker TV.<ref name=":1" /> Von 1990 bis 1993 war er Trainer beim finnischen Erstligisten FoKoPo in der Stadt Forssa.<ref>Timo Niemisestä FoKoPon valmentaja. In: Helsingin Sanomat. 17. März 1993, abgerufen am 13. Dezember 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Des Weiteren war er Trainer der finnischen U22-Nationalmannschaft.<ref>Markku Larkio. In: Bayer Leverkusen. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 25. September 2000;.</ref>

Zur Saison 1993/94 kehrte er nach Deutschland zurück und wurde beim Bundesligisten TTL Bamberg Assistent von Cheftrainer Terry Schofield. Mitte Dezember 1994 brach Schofield während eines Spiels zusammen und musste das Traineramt aus gesundheitlichen Gründen abgeben, Scalabroni übernahm.<ref name=":2" /> Er betreute die Bamberger während der Saison 1994/95 in 19 Spielen als hauptverantwortlicher Trainer und führte die Mannschaft zu 13 Siegen.<ref name=":2">Abstand zur Spitze kleiner geworden. WBeyersdorf.de, 15. April 1995, abgerufen am 7. April 2013 (Repro eines Artikels aus Fränkischer Tag).</ref> Scalabroni erreichte mit Bamberg in den Spielzeiten 94/95, 95/96, 96/97 und 97/98 jeweils das Bundesliga-Halbfinale.<ref>Alle Saisons im Überblick. In: Basketball Bundesliga GmbH (Hrsg.): 50 Jahre Basketball Bundesliga. Köln, ISBN 978-3-7307-0242-0, S. 205–209.</ref> Erst als eine finanzielle Lücke die Existenz des Erstligisten 1999 bedrohte, bekam Scalabroni bei dem folgenden Umbruch keinen neuen Vertrag mehr.<ref>Archiv Saison 1999/2000 GHP Bamberg. WBeyersdorf.de, abgerufen am 7. April 2013 (Repros diverser Zeitungsartikel von 1999 und 2000).</ref>

Nach dem Ende seiner Bamberger Ära übernahm Scalabroni von Duško Ivanović, der zum CSP Limoges ging, den Schweizer Meister Benetton Olympic aus Freiburg im Üechtland. Unter Scalabroni gelangen keine neuen Erfolge, stattdessen eroberten die Lugano Tigers die Vorherrschaft in der Basketball-Nationalliga. Obwohl er mit den Freiburgern den Titel des Schweizmeisters verpasst hatte, wurde Scalabroni in der Saison 1999/2000 als Trainer des Jahres ausgezeichnet.<ref name=":1" /> Im Februar 2001 erhielt er das Angebot, das Traineramt beim schwer angeschlagenen deutschen Bundesligisten Braunschweig anzutreten, der nach dem Rückzug des Namensgebers Metabox als StadtSport Braunschweig weitermachte. Er beerbte in Braunschweig seinen Freund,<ref>Ute Berndt: Gegen gute Freunde gewinnen … Braunschweiger Zeitung, 31. Oktober 2003, abgerufen am 7. April 2013.</ref> den Finnen Henrik Dettmann, der als deutscher Bundestrainer vom DBB als „Nothilfe“ für diesen Posten vorübergehend freigestellt worden war. Da aufgrund der wirtschaftlichen Einschnitte fast alle Spieler Braunschweig verlassen hatten, stand Scalabroni vor der Aufgabe, mitten in der Saison und mit dem vom Insolvenzverwalter genehmigten Geld ein beinahe vollständig neues Aufgebot zusammenzustellen.<ref name=":1" /> Mit wenigen verbliebenen Spielern sowie Neuzugängen wie John Celestand und Robert Conley, die sich als Volltreffer erwiesen, gewann Scalabroni mit Braunschweig die ersten sechs Spiele in Folge. Man schaffte den Einzug ins Viertelfinale, dort folgte das Aus gegen Bonn. Die Saison 2001/02 mussten die Braunschweiger nutzen, um die Schulden zu verringern. Scalabroni musste die Mannschaft erneut umbauen, nur zwei Spieler waren geblieben. Er holte mit Demond Mallet einen Spieler, der mehrere Jahre Leistungsträger werden sollte und unter Scalabroni die ersten Schritte einer erfolgreichen Laufbahn machte. Zu Beginn der Saison 2001/02 mussten Scalabroni und seine Mannschaft eine Niederlagenserie einstecken und gerieten in Abstiegsgefahr. Mit der Nachverpflichtung von Gordan Firić wurde das Aufgebot entscheidend verstärkt, sodass Scalabroni die Braunschweiger letztlich zum Klassenerhalt führte.<ref>Ein Neuaufbau mit Abstiegsangst - bis Firic kommt. In: Ute Berndt, Henning Brand, Ingo Hoffmann, Christoph Matthies (Hrsg.): Dunke-Schön. 25 Jahre 1. Bundesliga Basketball in Braunschweig. Klartext Verlag, 2015, ISBN 978-3-8375-1505-3, S. 159.</ref> Im Spieljahr 2002/03 lief es deutlich besser: Scalabroni hielt die Braunschweiger Mannschaft zum Großteil zusammen. Dass Mallet im Laufe der Saison einen Kreuzbandriss erlitt, konnte weggesteckt werden. Scalabronis Braunschweiger standen am Ende der Hauptrunde auf dem dritten Tabellenrang und stießen bis ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft vor, in dem in spannenden Duellen mit Alba Berlin das Ausscheiden nicht verhindert werden konnte.<ref>Halbfinal-Krimi gegen Berlin, 7000 Fans und Mallets Kreuzbandriss. In: Ute Berndt, Henning Brand, Ingo Hoffmann, Christoph Matthies (Hrsg.): Dunke-Schön. 25 Jahre 1. Bundesliga Basketball in Braunschweig. Klartext Verlag, 2015, ISBN 978-3-8375-1505-3, S. 175.</ref> In der Saison 2003/04 verpasste der Trainer mit Braunschweig den Einzug in die Meisterrunde, im Verlauf des Spieljahres war seine Mannschaft von erheblichen Verletzungsproblemen heimgesucht worden.<ref>Seuchensaison mit einem Virus in Körpern und Köpfen. In: Ute Berndt, Henning Brand, Ingo Hoffmann, Christoph Matthies (Hrsg.): Dunke-Schön. 25 Jahre 1. Bundesliga Basketball in Braunschweig. Klartext Verlag, 2015, ISBN 978-3-8375-1505-3, S. 191.</ref> Zu Beginn der Saison 2004/05 kam es zu einer sportlichen Krise und Scalabroni wurde am 11. Dezember 2004 von Dettmann abgelöst, der zwischenzeitlich sportlicher Leiter im Braunschweiger Verein geworden war.<ref>Frank Heike: Schicksalsstation Braunschweig: Dettmann kümmern Klischees nicht. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. März 2005, abgerufen am 7. April 2013.</ref> Er habe in dieser Saison zu keinem Zeitpunkt das Gefühl gehabt, dass sich Besserung einstellen würde, so Scalabroni später über den verkorksten Herbst 2004, in dessen Folge er entlassen wurde.<ref name=":1" />

Scalabroni übernahm im Dezember 2006 den Trainer-Posten beim Bundesligisten Gießen 46ers bis zum Ende der Saison 2006/07, als sein Amtsvorgänger Stefan Koch während der laufenden Saison zurückgetreten war.<ref>Feuerwehrmann und Gentleman: Ken Scalabroni. In: Gießen 46ers. 18. November 2022, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 23. Mai 2025;.</ref> Er führte die Mittelhessen zum Klassenerhalt, entschied sich aber gegen eine Fortsetzung seiner Arbeit in Gießen.<ref>Scalabroni will leave Giessen, Terdenge extends deal. In: FIBA. 20. April 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. Dezember 2025; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In der folgenden Spielzeit wechselte Scalabroni in die tschechische Hauptstadt Prag, wo er den USK Prag trainierte und sieben Jahre im Amt blieb. Zu den Spielern, die er beim USK förderte, gehörte Tomáš Satoranský. Dieser schaffte unter Scalabroni den Sprung in den Herrenbereich. Der US-Amerikaner schätzte seinen Anteil an der Weiterentwicklung Satoranskýs aber als gering ein, da der Spieler von sich aus großen Trainingsfleiß an den Tag legte.<ref>Satoranského jsem musel honit z tělocvičny, vzpomíná americký kouč. Teď povede české juniorky na domácím ME. In: Lidovky.cz. 30. Juli 2019, abgerufen am 13. Dezember 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Während des Spieljahres 2014/15 saß er als Cheftrainer auf der Bank des österreichischen Bundesligisten WBC Raiffeisen Wels. Nach einem Jahr ging Scalabroni aus familiären Gründen nach Prag zurück.<ref>Scalabroni zurück nach Prag, Coffin coacht den WBC. In: Oberösterreichische Nachrichten. 22. Mai 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. Dezember 2025;.</ref> Er wurde in der tschechischen Hauptstadt Englischlehrer in einem Kindergarten.<ref name=":1" /> Von 2016 bis 2019 war er bei USK Prag in der Nachwuchsarbeit beschäftigt.<ref name=":0">Beksa oznámila jméno nového trenéra. Je jím Kenneth Scalabroni. In: Beksa oznámila jméno nového trenéra. Je jím Kenneth Scalabroni. 31. Mai 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. Dezember 2025;.</ref> Beim Basketballverband Tschechiens war er als Nationaltrainer für die Betreuung der weiblichen U18-Auswahl des Landes verantwortlich.<ref>A to Z of the FIBA U18 Women’s European Championship 2017. In: FIBA. 15. August 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. Dezember 2025; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

2019 übernahm er wieder das Traineramt bei einer Profimannschaft, BK Pardubice, in der ersten tschechischen Liga.<ref name=":0" /> 2021 wurde dort Dino Repeša sein Nachfolger.<ref>Potvrzeno. Trenér Repeša povede po USK basketbalisty Pardubic. In: Idnes.cz. 12. Mai 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 10. April 2023; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Sonstiges[Bearbeiten]

Scalabroni hat mit seiner aus Prag stammenden Frau, welche er in Bamberg kennengelernt hatte, zwei Töchter.<ref name=":1" />

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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