Kepler-1625b
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| Exoplanet Kepler-1625b | |
| Exomoon Kepler-1625b-I orbiting its planet (artist’s impression).tiff | |
| Künstlerische Darstellung von Kepler-1625b mit seinem vermuteten Mond | |
| Vorlage:Sternkarte | |
| Sternbild | Schwan |
| Position Äquinoktium: J2000.0 | |
|---|---|
| Rektaszension | Vorlage:RektaszensionEasy <ref name="Simbad">SIMBAD: KOI-5084.01. Abgerufen am 8. Oktober 2018.</ref> |
| Deklination | Vorlage:DeklinationEasy <ref name="Simbad">SIMBAD: KOI-5084.01. Abgerufen am 8. Oktober 2018.</ref> |
| Orbitdaten | |
| Zentralstern | Kepler-1625 |
| Umlaufdauer | 287,379 ± 0,003 d <ref name="Exoplanet">NASA Exoplanet Archive: Confirmed Planet Overview Page - Kepler-1625 b. Abgerufen am 8. Oktober 2018.</ref> |
| Weitere Daten | |
| Radius | 0,541 +0,078−0,047 R♃ <ref name="Exoplanet" /> |
| Entfernung | 2400 pc <ref name="Simbad2">SIMBAD: Kepler-1625. Abgerufen am 8. Oktober 2018.</ref> |
| Methode | Transitmethode <ref name="Exoplanet" /> |
| Geschichte | |
| Entdeckung | T. Morton et al. |
| Datum der Entdeckung | 2016 |
| Katalogbezeichnungen | |
| KOI-5084 b, KIC 4760478 b | |
Kepler-1625b ist ein Exoplanet, der den rund 8000 Lichtjahre von der Sonne entfernten Stern Kepler-1625 im Sternbild Schwan umkreist. Der in etwa jupitergroße Planet besitzt möglicherweise einen neptungroßen Exomond.<ref name="Spektrum">Sterne und Weltraum vom 27. Juli 2017: Riesenmond um fernen Exoplaneten entdeckt? Abgerufen am 28. September 2017.</ref>
Entdeckung[Bearbeiten]
Kepler-1625b wurde auf Grundlage der Transitmethode durch das Weltraumteleskop Kepler entdeckt. Die Entdeckung wurde im Mai 2016 durch ein Team von Astronomen unter der Leitung von Timothy Morton von der Princeton University bekanntgegeben, gemeinsam mit der von 1283 anderen Exoplaneten.<ref>Morton, T. et al.: False positive probabilities for all Kepler Objects of Interest: 1284 newly validated planets and 428 likely false positives. arxiv:1605.02825.</ref>
Eigenschaften[Bearbeiten]
Der Durchmesser des Planeten beträgt mindestens das Sechsfache der Erde.<ref>Mathur, S. et al.: Revised Stellar Properties of Kepler Targets for the Q1-17 (DR25) Transit Detection Run. arxiv:1609.04128.</ref> Möglicherweise hat er in etwa die Größe des Planeten Jupiter im Sonnensystem und dessen zehnfache Masse.<ref name="Teachey">Teachey, A. et al.: HEK VI: On the Dearth of Galilean Analogs in Kepler and the Exomoon Candidate Kepler-1625b I. arxiv:1707.08563.</ref> Kepler-1625b muss daher in jedem Fall ein Gasriese sein. Er benötigt etwa 287 Tage für die Umrundung seines Zentralsterns, der ein Unterriese mit etwa der Masse der Sonne ist.
Vermuteter Exomond[Bearbeiten]
Die ungewöhnliche Form der Lichtkurven bei den drei bisher beobachteten Transiten von Kepler-1625b lässt es nach Ansicht eines Astronomenteams um Alex Teachey von der Columbia University möglich erscheinen, dass der Planet von einem Mond umkreist wird.<ref name="Teachey" /> Dieser extrasolare Mond hätte nach Ansicht der Forscher annähernd die Größe des Planeten Neptun im Sonnensystem und würde Kepler-1625b in einer Entfernung umkreisen, die dessen 19-fachen Planetendurchmesser entspricht.<ref name="Teachey" /> Er befände sich damit weit außerhalb der Roche-Grenze und noch innerhalb der Hill-Sphäre des Planeten. Die Umlaufbahn des Mondes wäre dynamisch stabil, auch über lange Zeiträume von mehr als 5 Milliarden Jahren.<ref name="Teachey" /> Wegen der Größenverhältnisse von Planet und Mond zueinander entspräche das System eher einem Doppelplanetensystem.<ref name="Spektrum" />
Von der Forschergruppe um Alex Teachey erhielt der vermutete Exomond die Bezeichnung Kepler-1625b I,<ref name="Teachey" /> die damit an die Nummerierung der Planetenmonde im Sonnensystem angelehnt ist.<ref>Hubble hunts first exomoon, new frontiers in search for E.T. 29. Oktober 2017, abgerufen am 18. Dezember 2017.</ref>
Simulationen mit den Beobachtungsdaten einer zweiten Forschergruppe bestätigen die Tendenz eines Exomonds – andere Erklärungen sind aber nach wie vor möglich<ref name="Rodenbeck">K. Rodenbeck; R. Heller; M. Hippke; L. Gizon: Revisiting the exomoon candidate signal around Kepler-1625b. In: Astronomy & Astrophysics Supplement Series. arxiv:1806.04672.</ref>.
Im Oktober 2017 wurde der nächste Planetentransit von Kepler-1625b mit dem Hubble-Weltraumteleskop untersucht, die Datenanalyse erhärtete die Hinweise auf den Exomond. Vor allem die beobachteten Transitereignisse lassen sich nach den vorliegenden Daten am besten mit einem Exomond erklären.<ref>Alex Teachey, David M. Kipping: Evidence for a large exomoon orbiting Kepler-1625b. Science Advances, 3. Oktober 2018, abgerufen am 4. Oktober 2018. doi:10.1126/sciadv.aav1784</ref><ref>Erster Exomond entdeckt? Spektrum.de, 3. Oktober 2018, abgerufen am 8. Oktober 2018.</ref> Es wurden aber auch andere Erklärungen für die beobachteten Schwankungen der Helligkeit vorgebracht.
Sollte die Existenz des Mondes bestätigt werden, wäre er der erste eindeutig nachgewiesene extrasolare Mond.<ref name="Teachey" />
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />