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Kernkraftwerk Paks

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Kernkraftwerk Paks
Zwei Doppelblöcke des Kernkraftwerks
Zwei Doppelblöcke des Kernkraftwerks
Lage
Koordinaten 46° 34′ 21″ N, 18° 51′ 15″ OKoordinaten: 46° 34′ 21″ N, 18° 51′ 15″ O
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Land Ungarn[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Ungarn
Daten
Eigentümer Hungarian Electric Trade Holding Company (Tochter von MVM)
Betreiber Paks Nuklear Power Plant Ltd. (Tochter von MVM)
Projektbeginn 1967
Kommerzieller Betrieb 10. Aug. 1983

Aktive Reaktoren (Brutto)

4  (2000 MW)

Reaktoren in Planung (Brutto)

2  (2400 MW)
Eingespeiste Energie im Jahr 2017 15.218,92 GWh
Eingespeiste Energie seit Inbetriebnahme (bis 31. Dez. 2017) 435.798,57 GWh
Website KKW Paks
Stand 1. Juni 2018
Die Datenquelle der jeweiligen Einträge findet sich in der Dokumentation.

Das Kernkraftwerk Paks ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist das einzige Kernkraftwerk Ungarns. Es liegt etwa 110 Kilometer südlich der Hauptstadt Budapest am rechten Ufer der Donau, nahe der Stadt Paks. Mit seinen vier Kernreaktoren produzierte das Kraftwerk zeitweise mehr als die Hälfte der in Ungarn erzeugten elektrischen Energie<ref name="bgen-2022-08-31" /> und ist der größte Arbeitgeber der Region. 2025 lag sein Anteil an der Stromversorgung bei 45 %.<ref>PRIS Analytics. In: pris-stats.iaea.org. Abgerufen am 4. August 2026.</ref> 2026 wird ein Anteil von einem Drittel genannt.<ref>Hitze und Niedrigwasser legen AKWs in Europa lahm – Grüne fordern Kurswechsel. 4. August 2026, abgerufen am 4. August 2026.</ref> Atommüll aus dem Kernkraftwerk wird im Lokallager zwischengelagert (1988–1996 Püspökszilágy).

Zwei weitere Reaktorblöcke (Paks II) befinden sich seit 2022 im Bau. Die Reaktordruckbehälter wurden bereits hergestellt. Mit Stand 2026 finden Betonierarbeiten auf dem Gelände statt.

Paks I[Bearbeiten]

Datei:Atomerőmű főbejárat.JPG
Eingang des Kraftwerk-Areals, 2008
Datei:Paks Nuclear Power Plant Controlroom.jpg
Leitstand des Kernkraftwerks, 2006

Mit dem Bau des ersten Doppelblocks wurde am 1. August 1974 begonnen. Am 28. Dezember 1982 ging der erste und am 6. August 1984 der zweite Reaktorblock in den kommerziellen Betrieb. Am 1. Oktober 1979 wurde mit den Bauarbeiten zum zweiten Doppelblock mit den Reaktoren Paks-3 und Paks-4 begonnen. Diese gingen am 28. September 1986 und am 16. August 1987 in Betrieb. In allen vier Reaktorblöcken kommen sowjetische Reaktoren des Typs WWER-440/213 der zweiten Generation zum Einsatz. Das Kraftwerk verfügt über acht Turbinen.<ref>Niedrigwasser: Rumänien fährt sein Atomkraftwerk herunter. Abgerufen am 19. August 2026.</ref>

Es ist geplant, die ursprüngliche Betriebsdauer von 30 Jahren um weitere 20 Jahre zu verlängern.<ref name="WNA Hungary" /> So würde sich die Abschaltung auf das Jahr 2032 bzw. 2037 verschieben. Für Block 1 wurde die Laufzeitverlängerung im Dezember 2012 umgesetzt. Die Bruttoleistung aller Reaktoren wurde auf jeweils 500 bis 510 MW erhöht. Im Mai 2008 hatte Atomstroiexport den Vertrag zur Leistungssteigerung und der damit verbundenen Nachrüstung unterzeichnet. Die Kosten beliefen sich auf 900 Millionen Dollar. Die Modernisierung aller vier Blöcke sollte 2009 abgeschlossen sein.<ref name="WNA Hungary">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.World Nuclear Association – Nuclear Power in Hungary (Memento vom 1. Dezember 2012 im Internet Archive) (englisch)</ref>

In den 1980er-Jahren, vor dem Zerfall des Ostblocks und der Sowjetunion, wurde zeitweise erwogen, auch noch die Blöcke 5 und 6 mit Reaktoren vom Typ WWER-1000 zu bauen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Atomstroyexport (Memento vom 9. Oktober 2007 im Internet Archive) (englisch)</ref>

Die IAEA schrieb im Oktober 2016, die Betriebssicherheit habe sich seit 2014 verbessert; weitere Verbesserungen seien aber nötig.<ref>IAEA: Statement vom 21. Oktober 2016</ref>

Als der Bau des Kernkraftwerks Żarnowiec endgültig storniert wurde, kaufte das Center for Nuclear Studies, das sich auf dem Gelände des Kernkraftwerk Paks befindet, dort einen WWER-440/213-Druckbehälter, der nun in Paks ausgestellt wird.

Ungarn bezieht die Brennstäbe für das Kraftwerk beim russischen Konzern TWEL.<ref name="WNA Hungary" />

Stand Anfang 2023 war eine weitere Laufzeitverlängerung von Paks I um weitere 20 Jahre geplant. Das Abschaltdatum würde sich damit in die 2050er-Jahre verschieben.<ref name="wnn-2023-01-09">Hungary expects Paks II by 2032, plans fresh Paks operating extension : New Nuclear – World Nuclear News. In: world-nuclear-news.org. 9. Januar 2023, abgerufen am 11. Januar 2023.</ref>

Neubau Paks II[Bearbeiten]

In der Vergangenheit war ein Ersatz der vier aus den Sowjetzeiten stammenden Reaktoren geplant. Bereits 1998 wurden hierfür erste Planungen aufgestellt. Die Leistung der zukünftigen Reaktoren sollte zwischen 600 MW und 700 MW liegen. In Frage kamen dabei Reaktoren vom Typ AP-600 von Westinghouse, ein CANDU-6 der Atomic Energy of Canada Limited oder ein WWER-640/407 als Gemeinschaftsprojekt der russischen Atomstroiexport und Siemens. Die Pläne wurden jedoch aufgrund der politischen Lage eingestellt.

Anfang 2009 gab es einen Grundsatzbeschluss des ungarischen Parlaments, der den Bau von zwei 1000-MW-Reaktoren am Standort Paks vorsah.<ref name="WNA Hungary" /> Am 5. Februar 2010 hatten bereits vier Unternehmen Interesse an Verhandlungen über den Ausbau der Anlage gezeigt. Die elektrische Gesamtleistung der Anlage sollte verdoppelt werden.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Ungarisches Kernkraftwerk Paks vor dem Ausbau (Memento vom 12. Juni 2010 im Internet Archive)</ref>

Im Januar 2014 schloss der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán überraschend einen Vertrag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über die Modernisierung und Erweiterung des Kernkraftwerks ab. Dabei übernimmt die Föderale Agentur für Atomenergie Russlands (Rosatom) den Bau zweier zusätzlicher Reaktorblöcke bis 2030. Diese sollen zunächst neben den alten Blöcken betrieben werden, die erst zwischen 2032 und 2037 abgeschaltet werden. Russland sicherte die Finanzierung mit einem Kredit von über 3600 Mrd. Forint (ca. 11 Mrd. Euro) und übernimmt auch die Lieferung und den Abtransport des radioaktiven Brennmaterials. Die neuen Reaktorblöcke sollen Ungarn bis 2085 mit Atomenergie versorgen und während des Baus 10.000 neue Arbeitsplätze schaffen.<ref>Rovó Attila: Így kötötték meg Magyarország legdrágább üzletét. 14. Januar 2014, abgerufen am 4. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 14. Januar 2014 unterzeichneten die ungarische Regierung (Kabinett Orbán III) und Russland den Vertrag über den Neubau zweier Reaktorblöcke. Die Gesamtkosten von 10 bis 12 Milliarden Euro werden zu 80 % durch russische Kredite finanziert.<ref name="bgen-2022-08-31" /> Die beiden Reaktorblöcke sollen eine Leistung von jeweils ca. 1200 MW besitzen. Der Bau wird vom russischen Staatskonzern Rosatom durchgeführt. Die Fertigstellung wurde 2014 für das Jahr 2023 prognostiziert.<ref>Ungarn vergibt milliardenschweren Atomauftrag an Russland. In: Der Spiegel. 14. Januar 2014, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 4. August 2026]).</ref><ref>Peter Mühlbauer: Ungarn: Energiezusammenarbeit mit Russland. 18. Februar 2015, abgerufen am 4. August 2026.</ref>

Die Opposition kritisierte, dass der Bauauftrag an Rosatom ohne öffentliche Ausschreibung erfolgte; zudem sei die Finanzierung undurchsichtig.<ref>FAZ.net, 13. März 2015: EU soll russisch-ungarisches Atomgeschäft blockieren</ref> Vor einer Debatte im ungarischen Parlament Anfang März 2015 äußerte János Lázár, der Leiter der Staatskanzlei der Regierung Orbán III, bestimmte Details des Atomvertrages würden 30 Jahre geheim gehalten werden.<ref>Budapest Business Journal, 2. März 2015: Paks deal could become confidential for 30 years</ref>

Im November 2015 leitete die EU-Kommission aufgrund der nicht erfolgten Ausschreibung des Neubaus von Paks II ein Vertragsverletzungsverfahren ein:<ref>EU-Kommission geht gegen Ungarns AKW Paks II vor, orf.at, 19. November 2015, abgerufen am 19. November 2015.</ref> Es wurde im November 2016 eingestellt.<ref name="zeit-2016-11-17">EU: EU-Kommission stellt Verfahren gegen Ungarn wegen Akw-Projekt Paks II ein. In: zeit.de. 17. November 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. Januar 2017;.</ref> In einem weiteren Verfahren wurde nun lediglich noch geprüft, ob die Kreditvergabe eine unzulässige staatliche Subvention darstelle. Die Diskussion um das Thema wurde angeheizt durch einen Flug des bis September 2014 für Energiefragen zuständigen EU-Kommissars Günther Oettinger im Privatflugzeug des Russland-Lobbyisten Klaus Mangold im Mai 2016 nach Budapest.<ref>badische-zeitung.de, Wirtschaft, 22. November 2016, Daniela Weingärtner: Merkwürdigkeiten rund um das neue Atomkraftwerk in Ungarn (25. November 2016)</ref>

Ende Mai 2016 wurde bekannt, dass der Milliardenkredit für den Bau der neuen Reaktoren platzen könnte, da die beauftragte russische Vnesheconom-Bank (VEB) „kurz vor dem Bankrott“ stehe.<ref name="Webarchiv wirtschaftsblatt.at 28-5-016">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Ungarn: Russischer Milliardenkredit für AKW-Bau platzt (Memento vom 29. Mai 2016 im Internet Archive)</ref>

Am 2. Februar 2017 trafen sich Putin und Orbán, um über das Projekt und andere energiepolitische Fragen zu sprechen.<ref>Wie sicher ist das AKW, das Putin in Ungarn bauen lässt. In: sueddeutsche.de. 2. Februar 2017, abgerufen am 4. August 2026.</ref> Am 6. März 2017 genehmigte die EU-Kommission die finanzielle Unterstützung des ungarischen Staates für das Kraftwerk nach den EU-Beihilfevorschriften.<ref>Staatliche Beihilfen: Kommission genehmigt Investition in Bau des Kernkraftwerks Paks II in Ungarn. Abgerufen am 30. Dezember 2024.</ref> 80 % der Projektkosten sollen durch einen russischen Staatskredit in Höhe von 10 Mrd. Euro gedeckt werden.<ref>Paks II building work to start soon, says Russian president. In: World Nuclear News. World Nuclear Association, 20. September 2018, abgerufen am 6. Januar 2020.</ref>

Am 20. Juni 2019 teilte die für die Koordination des Baus der neuen Reaktoren verantwortliche Paks II. Zrt. auf ihrer Website mit, dass die Vorbereitung der Baustelle mit mehr als 80 Dienstleistungsgebäuden begonnen habe.<ref>The construction of the first facilities of the construction and erection base of Paks II. Nuclear Power Plant has started – Paks 2 EN – Paks2. In: paks2.hu. 20. Juni 2019, abgerufen am 22. Juni 2022.</ref> Gebaut werden zwei WWER-1200-Reaktoren. Der Bau wird ungeachtet des Russischen Überfalls auf die Ukraine im Jahr 2022 fortgesetzt, nachdem am 10. Juni 2022 eine Genehmigung für einen weiteren Bauabschnitt erteilt wurde.<ref>The HAEA has issued the license for the implementation of soil consolidation – Paks 2 EN – Paks2. In: paks2.hu. 11. Juni 2022, abgerufen am 22. Juni 2022.</ref> Es handelt sich um die erste Genehmigung für den Bau dieses Reaktortyps in der EU.<ref name="bgen-2022-08-31">Hungary to build Paks II nuclear power plant with Russia. In: balkangreenenergynews.com. 31. August 2022, abgerufen am 5. September 2022.</ref> Im September 2025 hob der EuGH die Genehmigung für die ungarischen Beihilfen für die neuen Reaktoren auf Klage von Österreich hin auf, weil die Genehmigung das EU-Vergaberecht nicht hinreichend berücksichtigt habe. Das Projekt soll ungeachtet dessen fortgesetzt werden, bis die EU-Kommission eine erneute Entscheidung getroffen hat.<ref>EuGH-Pressemitteilung</ref>

Der eigentliche Bau begann mit den Erdarbeiten von Block 5 im August 2022.<ref>Soil excavation of up to -5 meters has begun. Paks II. Nuclear Power Plant Private Limited Company, 29. August 2022, abgerufen am 6. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ab 2024 wurde der Reaktorbehälter hergestellt.<ref>The forging of the reactor vessel started in Saint Petersburg. Paks II. Nuclear Power Plant Private Limited Company, 26. April 2024, abgerufen am 6. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seit Februar 2026 wird das Reaktorgebäude betoniert.<ref>First concrete poured for Hungary's Paks II nuclear project - World Nuclear News. In: world-nuclear-news.org. 5. Februar 2026, abgerufen am 26. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Arbeitsschritte von Block 6 folgen jeweils im Abstand von wenigen Jahren.<ref>Excavation of Unit 6 construction pit passes halfway point. Paks II. Nuclear Power Plant Private Limited Company, 16. Juni 2026, abgerufen am 6. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Fertigstellung von Paks II wurde Anfang 2023 vom ungarischen Energieminister für das Jahr 2032 erwartet.<ref name="wnn-2023-01-09" />

Sicherheit[Bearbeiten]

Die IAEA meinte, dass die Modernisierung der ersten vier Anlagen ein Grund für ihre hohe Sicherheit sei. Es gäbe noch verbesserungsbedürftige Teile des Kernreaktors. Die WWER wurden dafür entworfen, um möglichst viele Betriebsstunden zu absolvieren. Auf genaue Wartungsarbeiten wurde bei ihrem Entwurf nicht geachtet. Teile der aktiven Zone des Kernreaktors sind nicht erreichbar, um diese zu erreichen, wurde ein spezielles System entwickelt. Paks sollte als Musterprojekt zur Sicherheitserhöhung anderer Anlagen aufgerüstet werden, das ganze Projekt kostete über 8 Millionen Dollar und wurde 1997 abgeschlossen.<ref>Managing Water Resources -IAEA Technical Co-operation – A Partner in Development – ENSURING NUCLEAR SAFETY (englisch)</ref>

Störfälle[Bearbeiten]

10. April 2003 (INES 3)[Bearbeiten]

Am 10. April 2003 ereignete sich ein Störfall. Beim Reinigen von Brennelementen im Block 2 wurde deren Umhüllung beschädigt. Dabei trat radioaktives Gas aus. Es handelte sich um einen Störfall der Klasse 3 nach der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse. Verletzt wurde niemand, es bestand aber akute Gefahr; das Personal musste aus der Reaktorhalle flüchten. Es gab auch eine Freisetzung in die Umgebung, die leicht über den jährlichen Dosislimiten lag. Daraufhin musste der Reaktor mit gedrosselter Leistung weiterbetrieben werden. 2007 wurden die Schäden am Reaktor endgültig beseitigt.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Russland verlängert Betriebsdauer der Reaktoren im ungarischen AKW Paks (Memento vom 12. Juni 2018 im Internet Archive) In: sputniknews.com, 29. Oktober 2007, abgerufen am 7. Juni 2018.</ref> Die beschädigten Kern-Brennstäbe verursachten eine Korrosion am Reaktor mit Kosten in der Höhe von bis zu 43 Millionen Dollar.<ref>Kosten gescheiterter AKW-Projekte: Milliardeninvestitionen ohne Ertrag In: tagesschau.de, 22. Oktober 2015, abgerufen am 7. Juni 2018.</ref>

9. April 2005 (INES 1)[Bearbeiten]

Ein während des Abkühlens des Blocks (für geplante Wartungsarbeiten) aufgetretener Defekt wurde als INES-Grad 1 (Abnormalität) eingestuft.<ref>Paks: csak a vakszerencsén múlott, hogy nem lett Csernobil. Abgerufen am 26. Juni 2019.</ref>

4. Mai 2009 (INES 2)[Bearbeiten]

Am 4. Mai 2009 fiel ein Messgerät in die Reaktorhalle.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Lapok/SajtokozlemenyReszletek.aspx.] In: www.atomeromu.hu. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 18. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Üzemzavar a paksi atomerőműben.] In: index.hu. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 18. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Central Office, NucNet a s b l , Brussels Belgium: Outage Incident At Hungary’s Paks-4 Rated INES Level 2. Abgerufen am 30. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

6. September 2009 (INES 1)[Bearbeiten]

Am 6. September 2012 wurden geplante Arbeiten an einem Tor durchgeführt, die erforderlichen schriftlichen Anweisungen wurden jedoch nicht rechtzeitig ausgefertigt. Dies ist ein administratives Fehlverhalten, das die Direktion für nukleare Sicherheit der Nationalen Atomenergiebehörde im 1. Grad der International Nuclear Event Scale (INES) eingestuft hat.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Rendellenesség a paksi atomerőműben | Alfahír.] In: alfahir.hu. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 18. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Störfälle unter INES 1[Bearbeiten]

Störungen (Betriebsereignisse) unterhalb der International Nuclear Event Scale (INES) werden vierteljährlich vom Kernkraftwerk MVM Paks veröffentlicht. Diese wurden von der Nationalen Atomenergiebehörde (IAEA) nicht als gefährlich gemeldet, ein Teil von diesen führte jedoch zu teilweisen oder vollständigen Blockstillständen.<ref>Kezdőlap. Abgerufen am 26. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Daten der Reaktorblöcke[Bearbeiten]

Das Kernkraftwerk Paks hat vier aktive und zwei geplante Blöcke:

Reaktorblock<ref name="IAEA">Power Reactor Information System der IAEA: „Country Details: Hungary“ (englisch)</ref> Reaktortyp Elektr. Netto-
leistung
Elektr. Brutto-
leistung
Thermische
Leistung
Baubeginn Netzsyn-
chronisation
Kommerzieller
Betrieb
Abschaltung
Paks-1 WWER-440/213 470 MW 500 MW 1485 MW 01.08.1974 28.12.1982 10.08.1983 (2032 geplant)<ref>Ungarn: Laufzeitverlängerung für Paks-1. In: nuklearforum.ch. Nuklearforum Schweiz, 10. Januar 2013, abgerufen am 20. Januar 2013.</ref>
Paks-2 473 MW 06.09.1984 14.11.1984 (2034 geplant)<ref name="WNA">WNA Reactor Database (englisch)</ref>
Paks-3 01.10.1979 28.09.1986 01.12.1986 (2036 geplant)
Paks-4 16.08.1987 01.11.1987 (2037 geplant)
Paks-5<ref>Das Kernkraftwerk Paks 5 im PRIS der IAEA (englisch, z. Zt. keine Daten verfügbar)</ref> WWER-1200 1114 MW 1200 MW - 05.02.2026<ref>PRIS Analytics. Abgerufen am 4. August 2026.</ref><ref name="Rosatom">Rosatom State Atomiс Energy Corporation ROSATOM global leader in nuclear technologies nuclear energy. Abgerufen am 30. Dezember 2024.</ref> (2032)<ref name="Rosatom" /> Geplante Betriebsdauer:
60 Jahre<ref name=":0">Andrea Wallner, Gabriele Mraz, Helmut Hirsch, Adhipati Y. Indradiningrat, Oda Becker, Günter Pauritsch, Martin Baumann: Kernkraftwerk Paks II Fachstellungnahme zum Entwurf einer UVE im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung. (PDF) Abgerufen am 27. Juli 2019.</ref>
Paks-6<ref>Der Reaktor Paks 6 im PRIS der IAEA (englisch, z. Zt. keine Daten verfügbar)</ref> - (noch unbekannt)<ref name="Origo">MTI: Kiemelt beruházás lett a paksi atomerőmű bővítése. 19. Juni 2012, abgerufen am 30. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Abhängigkeit vom Kühlwasser der Donau[Bearbeiten]

Das während der Dürre und Hitze in Europa 2026 wegen der aufgeheizten Donau im Juni gedrosselte Kernkraftwerk Paks entging Anfang August knapp der völligen Außerbetriebnahme. Drei Blöcke wurden ab dem 29. Juli vom Netz genommen.<ref>Niedrige Flusspegel: Mehrere Länder drosseln Produktion von Atomstrom. Abgerufen am 4. August 2026.</ref> Nachdem Premierminister Péter Magyar die Abschaltung des – nur noch mit reduzierter Leistung arbeitenden – letzten Blocks am 2. August ankündigte, gelang es Ingenieuren am Folgetag, dessen Kühlwasserbedarf zu reduzieren.<ref>ORF at/Agenturen red: Hitze in Ungarn: AKW bleibt vorerst am Netz. 3. August 2026, abgerufen am 4. August 2026.</ref> Andernfalls hätte das Kraftwerk erstmal in seiner über 40-jährigen Geschichte komplett vom Netz gehen müssen.<ref>Ungarns AKW Paks entgeht knapp dem Stillstand – die Situation bleibt kritisch. In: derstandard.at. 4. August 2026, abgerufen am 4. August 2026.</ref> Block 2 lieferte am 3. August 230 Megawatt.<ref>caroline.ferstl: Hitze: Ungarns Atomkraftwerk Paks mit massiven Leistungsproblemen. 3. August 2026, abgerufen am 4. August 2026.</ref> Um Mitte August wurde damit begonnen, zwei mit Wasser geflutete, jeweils 80 m lange und an den Stirnseiten miteinander verbundene Lastkähne in der Donau zu versenken. Mit dieser provisorischen, 160 m langen Unterwasserbarriere soll der Wasserstand um rund 20 Zentimeter ansteigen.<ref>Niedriger Donau-Pegel bedroht AKW-Kühlung in Ungarn. In: orf.at. 15. August 2026, abgerufen am 16. August 2026.</ref> Als langfristige Lösung zur Ableitung von mehr Donauwasser zum Kraftwerk begann parallel dazu die Errichtung eines zunächst 35 000 m³ Gestein enthaltenden Schüttdamms. Dieser wird zwischen dem Kernkraftwerk und dem am gegenüberliegenden Ufer befindlichen Dorf Dunaszentbenedek im Donauflussbett aufgeschüttet und soll in seiner letzten Ausbaustufe 110 000 m³ Material enthalten.<ref>Hungary opens sluice and sinks barges to protect Paks nuclear plant. 18. August 2026, abgerufen am 19. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Dieses Bauwerk soll den Wasserspiegel um 1,20 m anheben.<ref>Für den Betrieb des AKW Paks staut Ungarn die Donau auf. Abgerufen am 20. August 2026.</ref>

Premierminister Magyar gab am 26. August 2026 bekannt, dank des gestiegenen Donau-Pegels und Baumaßnahmen seien alle vier Reaktoren des KKW Paks ab diesem Tag wieder voll in Betrieb.<ref>ORF at/Agenturen red: AKW Paks ging wieder mit Maximalleistung ans Netz. 26. August 2026, abgerufen am 27. August 2026.</ref>

Durch die Aufschüttung eines Dammes in der Donau ist die Donauschifffahrt blockiert.<ref>Bettina Pfluger: Lieferketten. Sperre der Donau trifft Voestalpine. Dürre des Sommers wirkt nach. Der Standard, 10. September 2026</ref>

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Kernkraftwerk Paks – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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