Kirchenburg Weissach
Burg Weissach ist eine ehemalige Kirchenburg aus dem 13. Jahrhundert in Weissach im Landkreis Böblingen.
Beschreibung[Bearbeiten]
Das Innere der Anlage besteht aus dem Langhaus der Kirche, einem Turm, der heute als Glockenturm dient, einem steinernen Bau und mehreren Gaden. Die Gaden und das steinerne Gebäude sind mit der heute nur noch in Resten erhaltenen Ringmauer verbunden.<ref>Beschreibung des Oberamts Vaihingen. Herausgegeben von dem Königlich statistisch-topographischen Bureau; unveränderter Nachdruck der Ausgabe von 1856, Bissinger, Magstadt 1974, ISBN 3-7644-0036-6, S. 247f.</ref> Das Innere der Anlage war früher nur über das sich im Südwesten befindliche Tor zugänglich.<ref name="Fekete">Julius Fekete: Kunst- und Kulturdenkmale im Landkreis Böblingen. Theiss, Stuttgart 2006, ISBN 3-8062-1969-9, S. 266.</ref> An der Nordseite der Mauer sind noch Abschnitte einer Zwingermauer vorhanden.<ref name="Dehio" />
Geschichte[Bearbeiten]
Kirche[Bearbeiten]
Das Langhaus der heutigen Kirche stammt aus der Zeit um 1500, jedoch wird davon ausgegangen, dass bereits ein romanischer Vorgängerbau existierte.<ref name="Dehio">Dagmar Zimdars [Bearb.]: Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Baden-Württemberg I. Deutscher Kunstverlag, Berlin / München 1993, ISBN 3-422-03024-7, S. 848.</ref> Zwischen 1598 und 1618 wurde der Bau verändert, dazu kamen Anbauten wie die Sakristei von 1601 und das Südportal von 1618.<ref name="Fekete" /> Im Jahr 1810 wurde der Chor des Langhauses erweitert.<ref name="Dehio" /> 1910 wurde eine Kirchenrenovierung unter der Leitung Heinrich Dolmetschs durchgeführt.<ref name="Fekete" /> Bei einer Restaurierung im Jahr 1960 wurden mehrere historische Bemalungen im Kircheninnern entdeckt, beispielsweise eine gemalte Türrahmung von 1598 oder ein Zyklus von 1717.<ref name="Fekete" />
Turm, Herrenhaus und Gaden[Bearbeiten]
Der freistehende Wehrturm, heute Glockenturm der Kirche, wurde erstmals 1254 erwähnt und war wohl ursprünglich Bergfried der Burganlage.<ref name="Fekete" /> Im Jahre 1756 wurde das Glockengeschoss des Turms erneuert.<ref name="Dehio" />
Das Herrenhaus wurde wohl gleichzeitig mit dem Turm errichtet und diente im 16. Jahrhundert als Fruchtkasten der württembergischen Herrscher.<ref name="Dehio" /> Das Gebäude brannte 1876 ab und wurde beim Wiederaufbau im selben Jahr nicht wieder in voller Höhe errichtet.<ref name="KrB">Reiner Heeb (Hrsg.): Der Kreis Böblingen. Theiss, Stuttgart 1983, ISBN 3-8062-0275-3, S. 170.</ref>
Die Gaden, die laut Datierung in den Kellereingängen von 1611, 1692 und 1735 stammen, dienten als Fruchtspeicher.<ref name="Fekete" /> Sie wurden zusammen mit der Wehrmauer in den Jahren 1980 bis 1982 renoviert.<ref name="KrB" /><ref name="Dehio" />
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Schlösser: Schloss Böblingen (abgegangen) | Schloss Dätzingen | Schloss Deufringen | Schloss Ehningen | Schloss Gärtringen | Schloss Gültstein | Schloss Herrenberg | Schloss Höfingen | Jagdschloss Holzgerlingen | Schloss Kalteneck (Holzgerlingen) | Schloss Leonberg | Schloss Mauren | Schloss Mötzingen | Schloss Sindlingen | Amtsschloss Weil der Stadt | Schloss Waldenbuch
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Koordinaten: 48° 50′ 52,2″ N, 8° 55′ 28,5″ O
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