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Kirchenlaibach

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Kirchenlaibach
Gemeinde Speichersdorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(842)&title=Kirchenlaibach 49° 53′ N, 11° 46′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(842) 49° 52′ 33″ N, 11° 46′ 6″ O
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Höhe: 464 m ü. NHN
Fläche: 3,73 km²<ref name="Gemarkung"/>
Einwohner: 842 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/>
Bevölkerungsdichte: 226 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 95469
Vorwahl: 09275
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Kirchenlaibach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Speichersdorf im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Kirchenlaibach hat eine Fläche von 3,729 km². Sie ist in 858 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4346,28 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Kirchenlaibach (092504). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 7. Dezember 2024.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 7. Dezember 2024.</ref>

Lage[Bearbeiten]

Das Pfarrdorf Kirchenlaibach bildet mit Speichersdorf im Osten eine geschlossene Siedlung. Die Staatsstraße 2184 führt zu einer Anschlussstelle der Bundesstraße 22 (0,6 km nördlich), die den Ort nördlich tangiert, bzw. die Bahnstrecke Weiden–Bayreuth überbrückend nach Windischenlaibach (1,6 km südwestlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen die B 22 überbrückend nach Zeulenreuth (0,6 km nördlich) und die Bahnstrecke Weiden–Bayreuth unterquerend zu einer Gemeindeverbindungsstraße bei der Hundsmühle (1,3 km südwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 7. Dezember 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten]

Der Ort wurde früher „Lubin“, „Leuben“, „Leuba“ bzw. „Leiba“ genannt. Eine Ableitung vom slawischen loviba, looba, loiba (=Fang, Jagd, daher Luban oder Loijbany: die Leute im Jagdwald) ist wahrscheinlich und damit ein Hinweis auf wendische Siedler aus Böhmen, die vielleicht schon um 600 nach Chr. vom wildreichen Waldgebiet der Gegend angelockt waren. Andere Wissenschaftler führen den Ortsnamen zurück auf Bach (althochdeutsch bah) und verbinden damit laiba, loiba (slawisch Wald, Laub); somit Waldbach. Oder sie verbinden loiba (Wald) mit dem altdeutschen aha (lateinisch aqua für Wasser) und kommen auf Waldwasser oder Waldbach. Die Beziehung zum Kirlohbach und zum Leimbach liegt nahe. Ein neuer Erklärungsversuch geht von slaw. *Ľubin- 'Siedlung des Ľubъ/Ľuba' aus.<ref>Wolfgang Janka: Ortsnamenforschung im Raum Kemnath. in: Kemnath 1000 Jahre ... und mehr, 2008, S. 97 f.</ref> In der Nähe sind auch andere Orte slawischen Ursprungs: Selbitz: grün (Grünstreifen im Wald); Nairitz früher „Nagritz“, „Nagoritz“ von gora (Berg, Höhe, Hügel); Kulm (Berg); Lübnitz (bei Gefrees) von lipa (Linde), also bei der Linde. „Kirchenleubach“ und „Windischenleubach“ (windisch Ort der Wenden) werden urkundlich erst im 15. Jahrhundert unterschieden.<ref>D. Hermann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 329.</ref>

Ortsgeschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde im Jahr 1223 als „Lubin“ erstmals urkundlich erwähnt, als Berengar von Guntzendorf dem Prämonstratenserkloster Speinshart ein Gut im Ort schenkte.<ref>D. Hermann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 330.</ref>

Das Kloster Speinshart hatte hier immer mehr Untertanen – eine Urkunde von 1538 zählt 29 Untertanen auf –, die alljährlich an das Kloster den großen und kleinen Zehnten zu leisten hatten. Um 1450 gründete das Kloster eine eigene Pfarrei in Kirchenlaibach. In den Hussitenkriegen bat Abt Jorg von Speinshart bei den Markgrafen Friedrich und Sigmund zu Brandenburg, Stettin und Pommern und Burggrafen zu Nürnberg für sich und seinen konvent – das Kloster war schon 1428 geplündert – und alle Untertanen mit „dem Dorf Kirchenleiben“, Wallenbrunn, Oberschwarzach, Pirk, Göppmannsbühl, „Windischenleiben“, Ramlesreut u. a. um Schutz vor den Feinden. Der Abt erhielt 1434, 1441 und 1486 einen Schutzbrief und verpflichtete sich für das Markgrafengeschlecht Jahresgedächtnisgottesdienste zu halten und zur Plassenburg „jährlich zehen Sümer Habern Culmbacher Maß“ zu bringen.

Kirchenlaibach lag wie das Kloster Speinshart innerhalb des Fraischbezirkes des bayreuthischen Oberamts Neustadt am Kulm.<ref name="S332">H. Sturm: Kemnath, S. 332.</ref>

Infolge des Gemeindeedikts wurde 1808 Kirchenlaibach dem Steuerdistrikt Speichersdorf zugewiesen.<ref>H. Sturm: Kemnath, S. 321.</ref> Wenig später entstand die Ruralgemeinde Kirchenlaibach.<ref name="S332"/> Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Kemnath und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kemnath. Am 1. Oktober 1857 wurde die Gemeinde an das Landgericht Weidenberg und dem Rentamt Bayreuth (1919 in Finanzamt Bayreuth umbenannt) überwiesen.<ref>R. Winkler: Bayreuth, S. 445f.</ref> Ab 1862 gehörte Kirchenlaibach zum Bezirksamt Bayreuth (1939 in Landkreis Bayreuth umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Weidenberg (1879 in Amtsgericht Weidenberg umgewandelt), seit 1931 ist das Amtsgericht Bayreuth zuständig.<ref name="W485">R. Winkler: Bayreuth, S. 485f.</ref>

Am 28. August 1859 brach um 22 Uhr in der Scheune des Michael Reiß Feuer aus, das 31 Häuser, 28 Scheunen und 35 Nebengebäude erfasste. Auch die Kirche fiel ihm zum Opfer. Der Pfarrhof brannte auf der Nordseite aus. Der Brandstifter hatte sich in die Flammen gestürzt und „wurde beim Aufräumen als halb verbranntes Gerippe gefunden“. Der Aufbau für die Ortschaft gestaltete sich als schwierig.

Der Erste Weltkrieg forderte 30, der zweite 45 junge Menschenleben. Ihnen setzte die Ortsgemeinde 1924 und 1957 ein Denkmal am Kirchplatz. Mit dem Zuzug der Neubürger, die annähernd die Hälfte der Bevölkerung ausmachten, begann ein neuer hoffnungsvoller Abschnitt. Siedlungshäuser, Wohnblöcke, Wasserleitung, Kanalisation, Straßen mit Asphaltdecke wurden gebaut. Die Landwirte bereinigten ihre Fluren bereinigt. Industrielle Unternehmen veränderten das Gebiet.<ref>Peter Schwarzfischer (Pfarrer von Kirchenlaibach): Aufzeichnungen über Kirchenlaibach.</ref>

Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,705 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Kirchenlaibach am 1. Juli 1972 nach Speichersdorf eingemeindet<ref></ref><ref>Speichersdorf > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 21. September 2025.</ref> und mit der Siedlung Kirchenlaibach am Bahnhof vereinigt.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

In Kirchenlaibach gibt es sechs Baudenkmäler:<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Speichersdorf (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>

  • Bahnhofstraße 8: Empfangsgebäude des Bahnhofs
  • Bayreuther Straße 1: Villa
  • Bayreuther Straße 27: Katholische Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit
  • Bayreuther Straße 45, 47: Wohnhaus
  • Friedhofstraße 3: Katholische Pfarrkirche St. Ägidius
  • Kriegerdenkmal

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Bodendenkmäler[Bearbeiten]

In der Gemarkung Kirchenlaibach gibt es ein Bodendenkmal.<ref name="Denkmalliste"/> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Kirchenlaibach Pfarrdorf

Jahr 1824 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987
Einwohner 297 344 313 296 269 296 300 366 319 324 306 312 347 427 338 347 394 404 362 604 710 775 777 842 795
Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1824 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.</ref> 34 40 42 40 42 48 60 88 183
Quelle <ref name="S332"/> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 138, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV" /> <ref name="HGV" /> <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 849, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 131 (Digitalisat). </ref> || <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1021, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 967 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1013 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1035 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 890 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 655 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 151 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 297 (Digitalisat).</ref>

Kirchlaibach Siedlung
Jahr 001871 001885 001900 001925 001950 001961
Einwohner 9 167 243 341 53 775
Häuser<ref name="Häuser"/> 14 3 31 9 88
Quelle <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 868, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 817 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 847 (Digitalisat).</ref> <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 857 (Digitalisat).

</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 732 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 541 (Digitalisat).</ref>

Religion[Bearbeiten]

Kirchenlaibach ist römisch-katholisch geprägt und Sitz einer Pfarrei.<ref name="OV 1961"/>

Schule[Bearbeiten]

Die Schule stand um das Jahr 1800 nah an der Südseite der Kirche und war sehr klein. An der Nordseite hatte Leonhard Kraft seine Schmiedewerkstätte und Wohnhaus. Daneben stand an der Kirche die „Kellerruine des Johann Hamann“. Als am 15. Mai 1806 die Winterschule in Kodlitz aufgehoben wurde und die katholischen Kinder von Kodlitz und vom 20. Juni 1807 an auch die katholischen Kinder von Zeulenreuth, Nairitz, Windischenlaibach und Speichersdorf der katholischen Schule Kirchenlaibach zugewiesen wurden, reichten die Gebäude nicht mehr aus. Mit der Pfarrei bauten die Schulverbandsgemeinden im Jahr 1821 gegenüber dem Pfarrhof eine neue Schule. Ähnlich entstand 1903 das heutige Schulhaus. Das erste Schulhaus kaufte 1825 der Nachbar Georg Reiß. Er durfte nach dem Brand von 1859 ebenso wie Kraft und Hamann an und neben der Kirche bauen.

Verkehr[Bearbeiten]

Datei:Bf Kirchenlaibach Agilis DSCF7335.JPG
Triebwagen aus Hof der Baureihe RS1 des Unternehmens Agilis im Bahnhof Kirchenlaibach

1861 wurde das Bahngleis Bayreuth-Weiden gelegt. Der Bahnhof war beim Friedhof Kirchenlaibach geplant, doch konnte der Platz nicht erworben werden. Das ursprüngliche Bahnhofsgebäude glich dem von Seybothenreuth und musste dem größeren heutigen weichen, als Kirchenlaibach durch den Bahnbau Nürnberg-Eger in Jahren 1875 bis 1878 Bahnknotenpunkt wurde. Wegen dieser Verkehrsvorzüge wurde im letzten Krieg auch ein Flugplatz errichtet.

In Speichersdorf befindet sich der Bahnhof Kirchenlaibach, der Kreuzungsbahnhof der Hauptbahnstrecken Weiden–Bayreuth und Nürnberg–Cheb.

Vereine[Bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Kirchenlaibachs verfügt über Atemschutz und arbeitet im Einsatzfall eng mit der FF Speichersdorf zusammen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Michael Höser (* 12. November 1577 in Kirchenlaibach; † 7. August 1634 in seiner Abtei), Benediktiner und Abt im Kloster Oberalteich, dessen Klosterkirche er baute.
  • Kaspar von Ruppert (1827–1895), Reichstags- und Landtagsabgeordneter (Zentrum) aus Kirchenlaibach: Als Abgeordneter vertrat er den Wahlkreis Oberbayern 1 (München I) von 1878 bis 1884 im Reichstag.<ref>Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage. Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 185.</ref>
  • Philipp Kester (1873–1958), der in Kirchenlaibach geborene Fotograf und Fotojournalist war in Deutschland und den USA tätig.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Kirchenlaibach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

<references responsive />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile der Gemeinde Speichersdorf Vorlage:Hinweisbaustein