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Klaus Stanjek

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Klaus Stanjek (* 20. November 1948 in Wuppertal) ist ein deutscher Dokumentarfilmregisseur, Hochschullehrer und Sozialanthropologe.

Biografie[Bearbeiten]

Klaus Stanjek studierte von 1968 bis 1974 Psychologie und Biologie in Münster, Würzburg und München. Anschließend promovierte er von 1976 bis 1979 bei Irenäus Eibl-Eibesfeldt an der Forschungsstelle für Humanethologie des Max-Planck-Instituts für Verhaltensphysiologie mit einer interdisziplinären und kulturvergleichenden Studie zur Genese menschlichen Besitzverhaltens. In seiner Dissertationsschrift positionierte er sich gegen die Vorstellung eines genetischen Determinismus und argumentierte, dass neben evolutionären, vor allem kognitive, sozio-kulturelle und historische Faktoren für die Herausbildung des menschlichen Besitzverhaltens maßgeblich gewesen seien.<ref>Klaus Stanjek: Die Entwicklung des menschlichen Besitzverhaltens. Max-Planck-Inst. für Bildungsforschung, Berlin 1980 (mpg.de [abgerufen am 26. Januar 2022]).</ref>

Ab 1979 wechselte er zum Dokumentarfilm und studierte bis 1983 an der Münchener Hochschule für Fernsehen und Film (Regie für Dokumentarfilm). Seitdem ist er auch als Dozent für Dokumentarregie tätig, u. a. in München, Leipzig, Bozen, Peking, Sri Lanka, Addis Abeba, Jenin, Teheran. Von 1993 bis 2014 war er Professor für Dokumentarregie an der Potsdamer Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“.<ref>40 Jahre AG Dok. Abgerufen am 27. September 2025.</ref> Er lebt in Potsdam-Babelsberg.

Stanjek realisierte zahlreiche Dokumentarfilme als Regisseur (und häufig als Produzent) zu gesellschaftlichen Themen für TV, Kino und Bildungsarbeit. Seine Filme handeln von Kehrseiten der Geldgesellschaft, von Gegenwelten, von archaischen Welten und Kinderwelten. Häufig findet sich in ihnen die Frage nach anderen Arten zu leben.<ref>Über Uns – Cinetarium. Abgerufen am 27. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Klaus Stanjek: Der Dokumentarfilm der DDR – Von Propaganda bis Beobachtung. Edition Dokumentarfilmgeschichte/10. 57 S., Avinus Verlag Hamburg. 2023.
  • Klaus Stanjek: Paradigmen des Dokumentarfilms – Ansichten aus Babelsberg. In: Edmund Ballhaus (Hrsg.): Dokumentarfilm. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2013.
  • Klaus Stanjek (Hrsg.): Die Babelsberger Schule des Dokumentarfilms. Bertz & Fischer Berlin 2012.<ref>Die Babelsberger Schule des Dokumentarfilms - Bertz + Fischer Verlag. Abgerufen am 27. September 2025.</ref>
  • Klaus Stanjek / Renate Gompper (Hrsg.): Dokumentarfilmunterricht in Europa; Teaching Documentary Film in Europe. Vistas Verlag Berlin 1995.
  • Klaus Stanjek: Energie’spar’lampen = Verschwendungslampen. Eine Untersuchung zur ökologischen Gesamtbilanz der sogenannten Energiesparlampen. Im Auftrag von Greenpeace/Hamburg 1991.
  • Klaus Stanjek (Hrsg.): Zwielicht – Die Ökologie der künstlichen Helligkeit. Raben Verlag München 1989.
  • Klaus Stanjek: Die Entwicklung menschlichen Besitzverhaltens. Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin 1980.
  • Klaus Stanjek: Das Überreichen von Gaben: Funktion und Entwicklung in den ersten Lebensjahren. Zeitschrift für Entwicklungspsychologie u. Pädag. Psychologie 1978 Heft 2, S. 103–113.

Auszeichnungen und Preise[Bearbeiten]

  • „Best Script“ des History Film Festivals Rijeka (für „Sounds from the Fog“)
  • „Best Documentary“ des Side-by-Side-Festivals St. Petersburg (für „Sounds from the Fog“)
  • „Film des Monats“ der FBW Wiesbaden (für „Klänge des Verschweigens“)
  • Prädikat „Besonders Wertvoll“ (für „Klänge des Verschweigens“)<ref>Filmbewertungsstelle Wiesbaden: Prädikat besonders wertvoll. Filmbewertungsstelle Wiesbaden, abgerufen am 27. September 2025.</ref>
  • Bürgerpreis der Nonfiktionale (für „Klänge des Verschweigens“)
  • William-Dieterle-Filmpreis 2013 (für „Klänge des Verschweigens“)
  • „Bester Dokumentarfilm“ des Festivals Cinema Bolzano (für „Commune of Bliss“)
  • „Film des Monats“ in „Weiterbildung und Medien“ (für „Zwielicht“)
  • Prädikat „wertvoll“ der FBW (für „Die Wasserherren“ und „Kommune der Seligen“)<ref>Filmbewertungsstelle Wiesbaden: Die Wasserherren. Filmbewertungsstelle Wiesbaden, abgerufen am 27. September 2025.</ref><ref>Filmbewertungsstelle Wiesbaden: Kommune der Seligen. Filmbewertungsstelle Wiesbaden, abgerufen am 27. September 2025.</ref>
  • Prädikat „wirksam“ des Ökomedia-Instituts (für „Die Wasserherren“)

Literatur[Bearbeiten]

  • Kay Hoffmann: Menschen – Klaus Stanjek. Film & TV-Kameramann, München, 20. Dezember 2013, S. 36–38.<ref>Film & TV Kamera 01/2014 Digital. 19. Dezember 2013, abgerufen am 27. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Catrin Lüth: Klaus Stanjek – Zeit für die Utopie. In: Klotz, Brigitte / Schulz, Torsten (Hrsg.): Filmkunst hat einen Namen. Vistas Verlag 2012, S. 127–129.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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