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Klaus Zapf

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Klaus Emil Heinrich Zapf (* 17. Mai 1952 in Bad Rappenau; † 20. August 2014 in Eppingen) war ein deutscher Umzugsunternehmer sowie der Gründer und Miteigentümer der Firma Zapf Umzüge in Berlin.

Leben[Bearbeiten]

Zapf war der Sohn eines Polizisten<ref>Mechthild Küpper: Klaus Zapf gestorben. „Streuschrecke“ und Millionär. In: FAZ, 21. August 2014.</ref> und wuchs im nordbadischen Eppingen auf. Anfang der 1970er Jahre zog er nach Berlin, um dem Wehrdienst in der Bundeswehr zu entgehen. An der Freien Universität Berlin studierte er Jura und jobbte als Bierzapfer oder als Möbelpacker. Seine Freunde waren in der linken Szene engagiert; zu seinen Bekannten zählte auch Rudi Dutschke.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Zur Person: Klaus E. H. Zapf (Memento vom 26. August 2014 im Internet Archive)</ref> Zapf brach das Studium ab, gründete 1975 sein Umzugsunternehmen und wurde Einkommensmillionär. Nach einem ersten Herzinfarkt im Jahr 2000 zog Zapf sich aus dem aktiven Geschäft der Firma Zapf Umzüge zurück, gründete die Pomoschnik Rabotajet GmbH und stieg ins Aktiengeschäft ein. Bundesweit bekannt wurde er als gelegentlicher Talkshow-Gast.<ref>dpa: Klaus Zapf - vom Entrümpler zum Millionär. In: stern, 22. August 2014.</ref>

Als einer der größten Umzugsunternehmer Europas besaß Zapf niemals einen Führerschein. Zapf war dreimal verheiratet und hatte eine Tochter aus der zweiten Ehe. Der Spiegel schrieb im Nachruf: Er war ein linker Kapitalist, ein Pragmatiker unter den Idealisten und ein millionenschwerer Unternehmer, der wie ein Obdachloser in den Mülleimern Berlins nach Pfandflaschen wühlte.<ref> Nachrufe: Klaus Zapf, 62. In: Der Spiegel. Nr. 35, 1983, S. 135 (online – 25. August 2014).</ref>

Wirtschaftsklagen[Bearbeiten]

Seit den 2000er-Jahren klagte Zapf gegen bestimmte Beschlüsse von Aktiengesellschaften, die er für unrechtmäßig hielt. In der wirtschaftsfreundlichen Presse wurde er dafür als Berufskläger bezeichnet,<ref>Ute Göggelmann und Gerhard Hegmann: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.BGH bremst Berufskläger aus. (Memento vom 1. September 2010 im Internet Archive) In: Financial Times Deutschland, 31. August 2010, archiviert.</ref> obwohl er diese Klagen nicht nur zum eigenen Vorteil, sondern damit vor allem für die Interessen der Kleinanleger eintrat (z. B. gegen die Steuerfreiheit von Susanne Klattens Aktiendepot an Altana).<ref>Friederike Gräff: Schreck der Konzerne. In: Die Zeit, 17. April 2008.</ref> Zu seiner Motivation, bestimmte Aktiengesellschaften zu verklagen, äußerte er in einem Video-Portrait: „Ich verklage immer dann Firmen, wenn die ihre Aktionäre verarschen.“<ref>Alissa de Vries: Eine Wanderung mit Klaus Zapf. 25. Januar 2014, (ab 1:33 Min.)</ref> Mit seiner Firma Pomoschnik Rabotajet GmbH (russisch: ‚Der Helfer arbeitet‘) galt Zapf laut einer Untersuchung des Institute for Law and Finance der Universität Frankfurt am Main aus dem Jahr 2007 als einer der „Top-20-Kläger“ in Deutschland.<ref>Anja Tiedge: Prozessauftakt. Feuer frei auf Altana. In: Manager Magazin, 1. Oktober 2007</ref> 2011 wurde er als Spitzenreiter geführt.<ref>Anfechtungsklagen und Freigabeverfahren. Eine empirische Studie, u. a. S. 31 (PDF; 1,1 MB)</ref>

Biografische Quellen[Bearbeiten]

Zu Lebzeiten[Bearbeiten]

Filme[Bearbeiten]

  • Reich sein verpflichtet. Millionäre in Berlin und Brandenburg. Dokumentarfilm, Deutschland, 2012, 43:40 Min., Buch und Regie: Eva Demmler und Axel Friedrich, Produktion: rbb, Reihe: rbb kontrovers, Erstsendung: 30. Oktober 2012 bei rbb, Inhaltsangabe von ARD, u. a. mit Ludwig Maximilian Stoffel, Klaus Zapf, Rolf Eden, Hans Wall, Hasso Plattner.
  • Klaus Zapf – Antikapitalist, Millionär, Ruheständler. Eine Wanderung mit Klaus Zapf. Reportage, Deutschland, 2013, 6:34 Min., Buch und Regie: Alissa de Vries, Internetpublikation: 25. Januar 2014, online-Video auf YouTube.

Nachrufe[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Lothar Uebel: Von hier nach dort. Wohnungsumzüge in von nach Berlin, Hrsg.: Klaus E. H. Zapf Transporte GmbH, Verlag Der Goldene Stern, Berlin 2001, ISBN 3-9806759-3-9.
  • Tillmann Schrader/Lothar Uebel: Klaus E. H. Zapf: Alles was Dir gehört, dem gehörst Du auch!, zapf umzüge Berlin 2025, ISBN 978-3-9827218-0-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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