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Klein Beuster

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Klein Beuster ist ein Wohnplatz im Ortsteil Beuster der Hansestadt Seehausen (Altmark) im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt.<ref name="OT-LSA-2013"/>

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Geografie[Bearbeiten]

Der Wohnplatz Klein Beuster, ursprünglich ein Marschhufendorf,<ref name="HOB-12" /> ist der südöstliche Teil des Dorfes Beuster, früher auch Oberbeuster genannt.<ref name="Beckmann-2" /> Klein Beuster liegt „oberwärts“ der Alten Elbe, einem Altarm der Elbe, im Norden der Wische in der Altmark. Die Elbdeichwässerung, ein kleiner Graben, bildet die Grenze zwischen Klein und Groß Beuster.<ref name="MTB-1542" /><ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Nachbarorte sind Groß Beuster und Grashof im Nordwesten und Westen, Werder im Nordosten, Unterkamps und Ostorf im Südosten, der frühere Dahmshof im Süden, sowie Eichfeld und Esack im Südwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1395 wird Klein Beuster erstmals erwähnt als Tu den ouerboyster, als Dechant und Kapitel in Beuster eine Hebung an die Schartow verkauften.<ref name="Riedel-6">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref> Weitere Nennungen sind 1517 des dorff auerbeyster, 1600 Obern Boister, 1608 Oberbeuster, um 1650 Ober Beuster oder Kleinen Beuster und 1687 Ober Boᵉster.<ref name="HOB-12" /> Im Jahre 1725 wurden in einem Handwerker-Kataster für Klein Beuster 4 Garnweber und ein Zimmermann aufgeführt.<ref name="CCM-5" /> 1804 gab im Dorf Klein Beuster einen Krug, neben vielen bäuerlichen Bewohnern einen Schiffer und zwei Windmühlen.<ref name="Bratring-1" />

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 30. September 1928 wurden die Landgemeinden Klein Beuster und Groß Beuster mit dem Gutsbezirk Esack zur Landgemeinde Beuster zusammengelegt,<ref name="AB-RB-Magdeburg" /> Klein Beuster wurde zum Ortsteil der Gemeinde Beuster. Durch den Zusammenschluss von Beuster mit anderen Gemeinden zum 1. Januar 2010 zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen Hansestadt Seehausen (Altmark) wurde Beuster selbst ein Ortsteil und seitdem gibt es nur noch den Wohnplatz Klein Beuster.<ref name="AB-SDL" />

Zu heutigen Ortsteil Beuster kamen am 1. Januar 2010 durch diese Auflösung des Ortsteils Klein Beuster neben Klein Beuster auch Dahmshof, Eichfeld (ein früheres Freigut) und der Grashof, die bereits 1905 zur Landgemeinde Klein Beuster gehört hatten.<ref name="Gemeidelex-1909" /><ref name="Zahn-1928" /><ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref> Weitere Wohnplätze der Landgemeinde Klein Beuster waren: Meierhof, zuletzt 1905 genannt, Freifeld und Poggenhagen (zuletzt 1895) sowie Neuenfelde (nur 1843).<ref name="HOB-12" />

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1734 154
1775 174
1789 196
1798 193
1801 163
Jahr Einwohner
1818 160
1840 182
1864 262
1871 223
1892 [00]200<ref name="Zahn-1928" />
Jahr Einwohner
1885 182
1895 187
1900 [00]183<ref name="Zahn-1928" />
1905 [00]177<ref name="Gemeidelex-1909" />
1910 [00]171<ref name="Zahn-1928" />
Jahr Einwohner
1925 195<ref name="Zahn-1928" />

Quelle wenn nicht angegeben:<ref name="HOB-12" />

Religion[Bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde Klein Beuster wurde am 27. Juli 1995 mit der Kirchengemeinde Groß Beuster zur Kirchengemeinde Beuster zusammengeschlossen.<ref name="Benecke-2009" /> Sie wird betreut vom Pfarrbereich Beuster<ref name="Pfarrbereich" /> des Kirchenkreises Stendal im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Früher gehörte die Kirchengemeinde Klein Beuster zur Pfarrei Klein-Beuster bei Groß-Beuster in der Altmark. Von der Pfarrei wurden im Jahre 1903 betreut: Kamps, Ostorf und die Güter Esack, Groß Wegenitz und Klein Wegenitz, Scharpenlohe und Neuenfelde.<ref name="Almanach1903" />

Die ältesten überlieferten Kirchenbücher für Klein Beuster stammen aus dem Jahre 1653.<ref name="Machholz" />

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die Evangelische Dorfkirche St. Marien in Klein Beuster ist ein barocker Fachwerkbau von 1740–46 mit einem Westturm aus Backstein und einer Orgel.<ref name="Altmarkkirchen" />
  • Auf dem Kirchhof befindet sich ein Friedhof.
  • Mehrere Bauernhäuser an der Deichstraße stehen unter Denkmalschutz.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Beuster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references responsive> <ref name="AB-RB-Magdeburg">Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 213.</ref> <ref name="AB-SDL">Gebietsänderungsvertrag Hansestadt Seehausen. In: Landkreis Stendal (Hrsg.): Amtsblatt für den Landkreis Stendal. 19. Jahrgang, Nr. 17. Stendal 12. August 2009, S. 183 ff. (landkreis-stendal.de [PDF; abgerufen am 25. Juni 2020]).</ref> <ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref> <ref name="Altmarkkirchen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref> <ref name="Beckmann-2">Johann Christoph Becmann, Bernhard Ludwig Beckmann: Historische Beschreibung der Chur und Mark Brandenburg. Band 2. Berlin 1753, 5. Teil, 1. Buch, V. Kapitel, Spalte 48–49 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10936702_00358~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).</ref> <ref name="Benecke-2009">Veronika Benecke: Die Kirchengemeinde Beuster. In: Förderverein der St.-Nikolaus-Kirche Beuster (Hrsg.): Die Stiftskirche St.-Nikolaus zu Beuster an der Straße der Romanik. 2009.</ref> <ref name="Bratring-1">Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Band 1. Berlin 1804, S. 311 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10000735~SZ%3D00333~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).</ref> <ref name="CCM-5">Otto Mylius: Catastrum der Handwercker, welche in dem Alt-Märckischen Creyse… in denen Dörffern… verbleiben sollen… (= Corpus Constitutionum Marchicarum. Teil 5). 5. Februar 1725, Spalte 740 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10490372~SZ%3D00648~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).</ref> <ref name="Gemeidelex-1909">Königlich Preußisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Sachsen. Aufgrund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905. 1909, DNB 365941735, S. 98, Nr. 67.</ref> <ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref> <ref name="Machholz">Ernst Machholz: Die Kirchenbücher der evangelischen Kirchen in der Provinz Sachsen (= Mitteilungen der Zentralstelle für Deutsche Personen- und Familiengeschichte. 30. Heft). Leipzig 1925, S. 16 (wiki.genealogy.net [abgerufen am 6. Oktober 2019]).</ref> <ref name="MTB-1542">Messtischblatt 1542: Wittenberge. Reichsamt für Landesaufnahme, 1937, abgerufen am 2. Juni 2019.</ref> <ref name="OT-LSA-2013">Verzeichnis Gemeinden und Gemeindeteile. Gebietsstand: 1. April 2013 (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Verzeichnisse / 003. Nr. 2013). Halle (Saale) Mai 2013, S. 117 (destatis.de [PDF; 1,6 MB; abgerufen am 24. August 2019]).</ref> <ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Beuster. Abgerufen am 14. Dezember 2020.</ref> <ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>

Vorlage:Navigationsleiste Gliederung Seehausen (Altmark)

Koordinaten: 52° 56′ 19,9″ N, 11° 47′ 24″ O

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