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Kleine Wipper

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Kleine Wipper
Frankenhäuser Wipper, Schützengraben
Datei:Bachkreuzung kl Wipper.jpg
Kleine Wipper überquert den Thaleber Bach

Kleine Wipper überquert den Thaleber Bach

Daten
Lage Kyffhäuserkreis, Nordthüringen, Deutschland
Flusssystem Elbe
Abfluss über Solgraben → Unstrut → Saale → Elbe → Nordsee
Ursprung am Wipperwehr „Schere“ bei Göllingen als Abzweig der Wipper
51° 20′ 41″ N, 11° 0′ 7″ O
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Quellhöhe 175 m ü. NN<ref name="mapcoordinates">www.mapcoordinates.net</ref>
Mündung als Solgraben bei Schönfeld von links in die UnstrutKoordinaten: 51° 21′ 39″ N, 11° 15′ 59″ O
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Mündungshöhe 122 m ü. NN<ref name="mapcoordinates" />
Höhenunterschied 53 m
Sohlgefälle 2,1 ‰
Länge vom Wehr bei Göllingen bis Bad Frankenhausen-Zentrum ca. 11,6 km, gesamt ca. 24,7 km<ref name="GE">Karte von Google Earth</ref>
Kleinstädte Bad Frankenhausen/Kyffhäuser
Datei:Bad Frankenhausen 2014 001.JPG
Kaskade nach Abschlag des parallel zur B 85 verlaufenden Kleine-Wipper-Arms in Bad Frankenhausen

Kaskade nach Abschlag des parallel zur B 85 verlaufenden Kleine-Wipper-Arms in Bad Frankenhausen

Die Kleine Wipper, mitunter auch Frankenhäuser Wipper oder Schützengraben genannt, ist ein künstlich angelegter Nebenarm der Wipper, welcher als Solgraben im nordthüringischen Kyffhäuserkreis bei Schönfeld von links in die Unstrut mündet.

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Die Kleine Wipper wurde im Spätmittelalter angelegt, um der Saline in Bad Frankenhausen Aufschlagwasser für die Wasserkunst bereitzustellen. Bemerkenswert für diese Zeit ist insbesondere der etwa 530 Meter lange Hanfenbergstollen (auch Wippertunnel oder Mönchstunnel<ref>https://www.kyffhaeuser-land.de/tourismus/barockdorf-bendeleben/denkmale-im-barockdorf.html; abgerufen am 15. Dezember 2020</ref>), da wasserbauliche Durchörterungen aus dieser Zeit sonst nicht bekannt sind. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Wippertunnel im Jahr 1404. Da eine Wasserkunst an der Saline Frankenhausen aber schon für das 14. Jahrhundert belegt ist, wird die Errichtung der Kleinen Wipper auf die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts geschätzt. Damit ist sie vermutlich die älteste durchgängig in Betrieb befindliche wasserbauliche Anlage Deutschlands. Ihr Zweck erklärt, warum sie nur bis zur Frankenhausener Saline den Namen Kleine Wipper trägt, ab dort jedoch Solgraben genannt wird.

Verlauf[Bearbeiten]

Die Kleine Wipper zweigt von der Wipper am Wehr Schere bei Göllingen ab. Sie fließt zunächst in nördliche Richtung, durchquert dabei den Tunnel, erreicht als ersten Ort am Bachlauf Bendeleben und knickt nach Osten ab. Weiter bachabwärts überquert sie den Thaleber Bach und fließt am Eingang der Barbarossahöhle vorbei. Nun strömt sie gemächlich nach Bad Frankenhausen und teilt sich in zwei Arme. Ein Arm fließt unterirdisch und parallel zur B85, der andere erreicht den Quellgrund. Dort vermischt sich das Wasser dieses Arms mit dem Wasser von zutage sprudelnder Solequellen. An der Kyffhäuser Therme vereinen sich beide Bachläufe wieder, der vereinte Bach heißt nun Solgraben. Er mündet bei Schönfeld von links in die Unstrut.<ref name="Kyffnet"> Kleine Wipper bei kyffnet.de</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Karlheinz Hintermeier: Anhang: Exkursionsmaterial Tagung Weimar. In: Christoph Ohlig: Gewässerentwicklung in der Kulturlandschaft. (=Schriften der Deutschen Wasserhistorischen Gesellschaft (DWhG) e.V, Band 7) Books on Demand, Norderstedt 2005, ISBN 978-3-8334-3213-2, S. 331–358 (Download).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein