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Klessin

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liegt

Klessin
Gemeinde Podelzig
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(53)&title=%3Cstrong+class%3D%22error%22%3E%3Cspan+class%3D%22scribunto-error+mw-scribunto-error-8db28562%22%3ESkriptfehler%3A+Ein+solches+Modul+%E2%80%9ECoordinates%2Fkml%E2%80%9C+ist+nicht+vorhanden.%3C%2Fspan%3E%3C%2Fstrong%3E 52° 28′ N, 14° 33′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(53) 52° 27′ 34″ N, 14° 33′ 14″ O
 {{#coordinates:52,459444444444|14,553888888889|primary
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Einwohner: Vorlage:Str replace (2006)<ref name="EW" />
Eingemeindung: 1946
Postleitzahl: 15326
Vorwahl: 033601
Lage von Klessin in Brandenburg
Datei:Klessin Podelzig 2022-07-05 03.jpg
Altklessiner Weg in Klessin im Juli 2022.

Klessin ist ein Dorf im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg und ist ein seit 1946 ein Ortsteil der Gemeinde Podelzig. Heute liegt es in der Gemarkung Podelzig und wird er als bewohnter Gemeindeteil geführt.<ref name="SB">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Service Brandenburg; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);</ref> Der Ort wurde größtenteils bis 1914 als Clessin betitelt.

Geschichte[Bearbeiten]

In der Ortslage konnten germanische und slawische Körperbestattungen nachgewiesen werden.<ref>Archäologische Gesellschaft in Berlin und Brandenburg (Hrsg.): Jahrbuch Archäologie in Berlin und Brandenburg von 1995–1996. Verlag in Kommission Konrad Theiss, Stuttgart 1997. S. 83</ref> 1254 wurde Klessin (Knutschin slawischer Herkunft) erstmals urkundlich erwähnt. Längere Zeit war Clessin ein Gut der bekannten Familie von der Marwitz, vermutlich als Nebengut von Friedersdorf.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Scheinbar ab 1839 war der Eigentümer dann der Kammergerichts-Präsident<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> a. D. Bonseri.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Von 1824 bis 1874 war die briefadelige Familie von Gansauge, vertreten durch Louis von Gansauge, Gutspächter des alten Rittergutes Klessin. Er wurde 1870 zum Schiedsmann des Lebuser Kreises bestellt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Neun Jahre später war nach dem amtlichen Generaladressbuch der Ritterguts- und Gutsbesitzer für die Provinz Brandenburg das Clessiner Gut 361 ha groß. Oberamtmann von Gansauge wohnte auf der Domäne Lebus / Amt Lebus, welches zuerst von seinem 1861 geadelten Vater August von Gansauge (1795–1863), dann von seinen Bruder Emil von Gansauge (1829–1893) gepachtet war.<ref>Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1913. Siebenter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1912, S. 246 f. (Digitalisat)</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Als Clessiner Pächter, 402 ha-Rittergut, folgte Hauptmann a. D. Heinrich von Gansauge, gleichfalls mit Hauptwohnsitz in Lebus.<ref>Georg Volger: Handbuch des Grundbesitzes im Deutschen Reiche. 1896. Erste Lieferung: Provinz Brandenburg. 3. Auflage, Kreis Lebus, Nicolai’sche Verlags-Buchhandlung R. Stricker, Berlin 1896, S. 74 f.</ref> 1914 gilt als Rittergutsbesitzer<ref>Ernst Seyfert: Güter-Adreßbuch für die Provinz Brandenburg. Verzeichnis sämtlicher Rittergüter, Güter und größeren Bauernhöfen. [1914]. Handbuch der Königlichen Behörden. Nach amtlichen Quellen und auf Grund direkter Angaben bearbeitet. In: Niekammer’s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher, Band VII, 2. Auflage, Regierungsbezirk Frankfurt a. O. Kreis Lebus, Reichenbach’sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1914, S. 284 f.</ref> der Leutnant d. R. Otto von Albedyll. Sein Besitz umfasste 447 ha, den Gutsbetrieb führte als Verwalter Inspektor Franz Krause. Vor der großen Wirtschaftskrise 1929/1930 besaß das Rittergut einen Umfang von genau 423,50 ha. Im Mittelpunkt stand die Schweinezucht und vor allem die Schafsviehwirtschaft. Des Weiteren wurde wohl bereits als technische Ausrüstung ein eigener Motorpflug eingesetzt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Letzte Besitzer<ref>Wolf Thieme: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento vom 11. Dezember 2009 im Internet Archive) (PDF; 138 kB) Bildungswerk-JKS.de – Stern, 2005.</ref> des Gutes war ab 1911 durch Kauf die Adelsfamilie von Albedyll, vertreten durch den Offizier Otto von Albedyll (1887–1957). Er hat eine wechselvolle Vita und war zum Schluss Präses, also Vorsitzender, des Familienverbandes und verbrachte seinen Lebensabend in der DDR.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Am 4. Februar 1945 befand sich ein Bataillon Volkssturm im Ort.<ref>Richard Lakowski: Seelow 1945. Die Entscheidungsschlacht an der Oder. 1. Auflage, Mittler, im Maximilian Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg 2017, S. 35. ISBN 978-3-8132-0974-7.</ref> Später trafen die ersten Einheiten der Panzergrenadier-Division „Kurmark“<ref>Florian Stark: Festung Klessin 1945 – Soldaten, Schüler, Volkssturmmänner wurden hier verheizt. Welt Online, 16. November 2018.</ref> ein und verstärkten die Volkssturmeinheit aus München.<ref>Heimatkreis Lebus (Hrsg.): Ein leidgeprüftes Land: Der brandenburgische Kreis Lebus in den Wirren der Jahre 1945–1952. Eigenverlag Heimatkreis Lebus, Lebus 1992, S. 31 ff.</ref> Am 22. März musste Klessin aufgegeben werden.<ref>Tony Le Tissier: Durchbruch an der Oder. Der Vormarsch der Roten Armee 1945. Ullstein, Frankfurt a. M./ Berlin 1995, ISBN 3-550-07072-1, S. 106 ff.</ref> Durch die schweren und verlustreichen Kämpfe wurde der Ort völlig zerstört und in großen Teilen (Schloss mit Ortsmitte) nicht wieder aufgebaut.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento des Vorlage:Referrer vom 15. Dezember 2018 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-bot In: Märkische Oderzeitung, 25. April 2006.</ref><ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.moz.de[[Kategorie:Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Botmarkierungen Skriptfehler: Ein solches Modul „Archivbot“ ist nicht vorhanden.]]Verrostet und noch immer gefährlich. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2025. Suche im Internet Archive)Vorlage:Toter Link/archivebot In: Märkische Oderzeitung, 1. November 2008.</ref> 2009<ref>Zurück aufs Schlachtfeld. Ein Zeuthener Kriegsveteran hilft bei der Suche nach Gefallenen / Bedrückende Erinnerungen. (PDF; 34 kB) In: Märkische Allgemeine, 28. November 2009</ref> und 2010 konnten durch die ehrenamtlichen Helfer des Vereines zur Bergung Gefallener in Osteuropa (VBGO) weitere 13 gefallene deutsche Soldaten geborgen werden. Bisher konnte nur ein geringer Teil der geschätzten 300 deutschen Toten geborgen werden.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Nach dem Krieg wurde ein Volkseigenes Gut in Klessin gegründet.

Seit 2008 wird das Radrennen Oderrundfahrt vom Frankfurter Radsport-Club 90 (FRC) aus Frankfurt (Oder) am Ort organisiert. Der Rundkurs besteht aus einer 4,5 Kilometer langen Strecke, die mit einem steilen 800 Meter langen Anstieg und einer nicht minder langen Abfahrt besteht und um die Orte Klessin und Wuhden führt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

2023 wurde vom Wuhdener Heimatverein e.V. auf dem Areal des heute wüst liegenden Ritterguts und des Schlosses der Gedenkort „Kriegsschauplatz Schloss Klessin 1945“ mit umfangreichen Informationen über die Ereignisse vom Februar und März 1945 eröffnet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1875 1890 1910 1925 1933 2006
Einwohnerzahl<ref name="EW">Vorlage:GOV</ref> 133 136 137 166 151 53

Archivalien (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerald Ramm, Mathias Hiller: Gott mit uns: Kriegserlebnisse aus Brandenburg und Berlin. Verlag Gerald Ramm, Woltersdorf b. Berlin 2005, ISBN 978-3-930958-11-5.
  • Richard Lakowski: Seelow 1945. Die Entscheidungsschlacht an der Oder. 5. Auflage, Hrsg. Militärgeschichtliches Forschungsamt, Brandenburgisches Verlags-Haus-Sankt Augustin, Siegler Verlag, Königswinter 2005, ISBN 978-3-87748-634-4.
  • Klaus Stieger: Historische Ansichten aus dem Kreis Lebus. 1857–1945. Findling Verlag, Neuenhagen 2005, S. 140. ISBN 978-3-933603-36-4.
  • Tony Le Tissier: Durchbruch an der Oder. Der Vormarsch der Roten Armee 1945. Ins Dt. Übertrag: Irene Meyer, Friederike Tribukait, Ullstein Hc, Berlin, Frankfurt/Main 1995, ISBN 978-3-550-07072-3.
  • R. Schulz-Rosengarten: Ein leidgeprüftes Land. Der brandenburgische Kreis Lebus in den Wirren der Jahre 1945–1952. Ereignisse und Berichte ehemaliger Kreisbewohner aus der damaligen Zeit/Heimatkreis Lebus. Hrsg. Heimatkreis Lebus, Eigenverlag Heimatkreis Lebus, Lebus 1992.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Klessin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

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Klessin | Podelzig | Siedlung | Wuhden

Weitere Wohnplätze:
Altpodelzig | Neupodelzig

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