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Knut Urban

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Knut Urban (2022)

Knut Urban (* 25. Juni 1941 in Stuttgart) ist ein deutscher Physiker. Er war von 1987 bis 2010 Direktor des Instituts für Mikrostrukturforschung des Forschungszentrums Jülich. Er ist für seine Arbeiten zur Elektronenmikroskopie bekannt und erhielt zusammen mit Harald Rose und Maximilian Haider den Wolf-Preis für Physik.

Der Schwerpunkt der Forschungsarbeiten von Knut Urban liegt im Bereich der aberrationskorrigierten Transmissionselektronenmikroskopie sowohl mit Bezug auf instrumentelle Weiterentwicklungen als auch auf Steuersoftware sowie in der Untersuchung struktureller Defekten in Oxiden und der physikalischen Eigenschaften komplexer metallischer Legierungen. Hinzu kommen Arbeiten über Josephson-Effekte in Hochtemperatursupraleitern und deren Anwendung für SQUID-Systeme und Magnetometer sowie Arbeiten zur Anwendung Hilbert-transformationsspektroskopischer Verfahren zur Untersuchung von Giga- und Terahertz-Anregungen in Festkörpern, Flüssigkeiten und Gasen.

Neben seiner Tätigkeit am Forschungszentrum Jülich hatte er bis zu seiner Pensionierung eine Professur für Experimentalphysik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen inne.

Biografie[Bearbeiten]

Urban studierte Physik an der Universität Stuttgart und promovierte 1972 mit einer Dissertation über das Thema „Untersuchung der Elektronenstrahlenschädigung in einem Hochspannungselektronenmikroskop bei tiefen Temperaturen“. Anschließend forschte er bis 1986 am Max-Planck-Institut für Metallforschung. Dort war unter anderem mit dem Aufbau eines 1,2 MV Hochspannungsmikroskoplaboratoriums sowie mit Untersuchungen zur Anisotropie der Atomverlagerungsenergie in Kristallen und zur bestrahlungsinduzierte Diffusion befasst. 1986 wurde er zum Professor für Allgemeine Werkstoffeigenschaften im Institut für Werkstoffwissenschaften an der Universität Erlangen-Nürnberg ernannt. Urban wurde 1987 auf einen Lehrstuhl für Experimentalphysik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen berufen sowie zeitgleich zum Direktor des Instituts für Mikrostrukturforschung im Forschungszentrum Jülich ernannt. Von 1996 bis 1997 war er als Gastprofessor am Institute for Advanced Materials Processing der Tohoku University in Sendai (Japan) tätig. Mit Gründung des Ernst Ruska-Centrums für Mikroskopie und Spektroskopie mit Elektronen (ER-C) als gemeinsamer Kompetenzplattform des Forschungszentrums Jülich und der RWTH Aachen als nationales Nutzerzentrum auf dem Gebiet der hochauflösenden Elektronenmikroskopie wurde Urban im Jahr 2004 zu einem der beiden Direktoren dieses Zentrums ernannt.

Von 2004 bis 2006 war er Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG).<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Knut Urban ist neuer DPG-Präsident (Memento vom 19. April 2014 im Internet Archive)</ref> Er ist Mitglied verschiedener Beiräte, Kuratorien und Senatsausschüsse von wissenschaftlichen Einrichtungen.

2009 wurde Knut Urban in die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste gewählt.<ref>Knut Urban. Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste, abgerufen am 16. April 2014.</ref>

Im Jahr 2010 ist er in Ruhestand gegangen und wurde Anfang 2012 zum JARA-Seniorprofessor an der RWTH Aachen ernannt.

Knut Urban ist verheiratet und hat drei Töchter.

Preise und Ehrungen[Bearbeiten]

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Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Knut Urban – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1978: Chien-Shiung Wu | 1979: George Eugene Uhlenbeck, Giuseppe Occhialini | 1980: Michael E. Fisher, Leo Kadanoff, Kenneth Wilson | 1981: Freeman J. Dyson, Gerard ’t Hooft, Victor Weisskopf | 1982: Leon Max Lederman, Martin Lewis Perl | 1983/4: Erwin Hahn, Peter B. Hirsch, Theodore Maiman | 1984/5: Conyers Herring, Philippe Nozières | 1986: Mitchell Feigenbaum, Albert J. Libchaber | 1987: Herbert Friedman, Bruno Rossi, Riccardo Giacconi | 1988: Roger Penrose, Stephen Hawking | 1989: nicht vergeben | 1990: Pierre-Gilles de Gennes, David J. Thouless | 1991: Maurice Goldhaber, Valentine Telegdi | 1992: Joseph Hooton Taylor, Jr. | 1993: Benoît Mandelbrot | 1994/5: Witali Ginsburg, Yōichirō Nambu | 1995/6: nicht vergeben | 1996/7: John Archibald Wheeler | 1998: Yakir Aharonov, Michael Berry | 1999: Dan Shechtman | 2000: Raymond Davis junior, Masatoshi Koshiba | 2001: nicht vergeben | 2002/3: Bertrand Halperin, Anthony James Leggett | 2004: Robert Brout, François Englert, Peter Higgs | 2005: Daniel Kleppner | 2006/7: Albert Fert, Peter Grünberg | 2008–2009: nicht vergeben | 2010: John Clauser, Alain Aspect, Anton Zeilinger | 2011: Maximilian Haider, Harald Rose, Knut Urban | 2012: Jacob Bekenstein | 2013: Peter Zoller, Ignacio Cirac | 2014: nicht vergeben | 2015: James Bjorken, Robert Kirshner | 2016: Yoseph Imry | 2017: Michel Mayor, Didier Queloz | 2018: Charles H. Bennett, Gilles Brassard | 2019: nicht vergeben | 2020: Rafi Bistritzer, Pablo Jarillo-Herrero, Allan H. MacDonald | 2021: Giorgio Parisi | 2022: Anne L’Huillier, Paul Corkum, Ferenc Krausz | 2023: nicht vergeben | 2024: Martin Rees | 2025: James P. Eisenstein, Moti Heiblum, Jainendra K. Jain Vorlage:Klappleiste/Ende

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