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Kohlenbecherlinge

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Kohlenbecherlinge
Datei:Geopyxis carbonaria 216420.jpg

Gemeiner Kohlenbecherling (Geopyxis carbonaria)

Systematik
Abteilung: Schlauchpilze (Ascomycota)
Unterabteilung: Echte Schlauchpilze (Pezizomycotina)
Klasse: Pezizomycetes
Ordnung: Becherlingsartige (Pezizales)
Familie: Tarzettaceae
Gattung: Kohlenbecherlinge
Wissenschaftlicher Name
Geopyxis
(Pers.) Sacc. emend. W.Y.Zhuang

Die Kohlenbecherlinge (Geopyxis) sind eine Gattung der Echten Schlauchpilze aus der Familie der Feuerkissenverwandten (Pyronemataceae).

Merkmale[Bearbeiten]

Makroskopische Merkmale[Bearbeiten]

Die Kohlenbecherlinge bilden becherförmige Apothecien, die sitzend oder gestielt am Boden wachsen. Das Receptaculum ist meist klebrig und unbehaart.<ref name="Zhuang2006" />

Mikroskopische Merkmale[Bearbeiten]

Das äußere (ektale) Excipulum, also das Hyphengeflecht, das den eigentlichen Fruchtkörper umgibt, besteht aus einer Textura angularis, also einem Parenchym-ähnlichen Gewebe. Das medulläre (sich im Mark befindliche) Excipulum besteht aus einer Textura intricata (ein Gewebe aus fädigen, stark miteinander verwobenen Hyphen). Die beinahe zylindrischen Schläuche sind operculat, d. h. mit einem Deckel ausgebildet, färben sich nicht mit Melzers Reagenz und enthalten jeweils acht Ascosporen. Diese selbst sind einzellig, ellipsoid und glatt oder feinornamentiert. Sie besitzen keine Öltropfen oder nur in jungem Zustand. Die Paraphysen sind schmal und gerade.<ref name="Zhuang2006" />

Ökologie[Bearbeiten]

Die Kohlenbecherlinge leben auf dem Boden und bilden eine Ektomykorrhiza aus<ref>A.C. Rinaldi, O. Comadini, T.W. Kuyper: Ectomycorrhizal fungal diversity: separating the wheat from the chaff. In: Fungal Diversity. Band 33, 2008, S. 1–45.</ref>, leben also mit Gefäßpflanzen in Symbiose. Manche Arten wie der Gemeine Kohlenbecherling bevorzugen Brandstellen.<ref name="Zhuang2006" />

Systematik und Taxonomie[Bearbeiten]

Geopyxis wurde bereits 1822 von Christiaan Hendrik Persoon als Sektion innerhalb der Gattung der Becherlinge (Peziza) beschrieben. Pier Andrea Saccardo erhob Geopyxis dann 1889 in den Rang einer Gattung.<ref name="Mycobank" /> Der chinesische Mykologe Wen-Ying Zhuang beschrieb 2006 eine Emendation, da die ursprüngliche Gattung nur Arten mit glatten Sporen enthielt, seine in China entdeckten Arten aber auch Sporen mit feinen Warzen enthielten.<ref name="Zhuang2006" /> Der Species Fungorum listet folgende Arten:<ref name="IndexFungorum" />

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Mycobank"> Geopyxis. In: MycoBank. Mycobank, abgerufen am 4. September 2017. </ref> <ref name="Zhuang2006"> Wen-Ying Zhuang, Chao-Yang Liu: A new species of Geopyxis (Pezizales, Pyronemataceae) with ornamented ascospores from China. In: Nova Hedwigia. Band 83, Nr. 1-2, 2006, S. 177–186, doi:10.1127/0029-5035/2006/0083-0177 (ingentaconnect.com [PDF]). </ref> <ref name="IndexFungorum"> </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Kohlenbecherlinge (Geopyxis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien