Konrad Campsor
Konrad Campsor, auch Konrad Wechsler (bl. 1325–1367) war 1341–1357 Dekan zu Schwerin und 1350–1367 Domherr zu Lübeck.
Leben[Bearbeiten]
Konrad Campsor aus Lübeck<ref>Adold Friederici: Das Lübecker Domkapitel im Mittelalter 1160–1400. 1957 II. S. 70.</ref> wurde am 27. Juni 1325 von Papst Johannes XXII. mit einem Kanonikat und einer Präbende zu Schwerin providiert.<ref>MUB XXV. (1936) Nr. 14000.</ref> Vom 9. Mai 1332 bis zum 1. Juli 1336 war er Domscholast zu Schwerin.<ref>Margit Kaluza-Baumruker: Das Schweriner Domkapitel (1171–1400). 1987 S. 62, MUB VIII. (1873) Nr. 5333, 5530.</ref> Konrad wurde am 24. Januar 1333 durch Papst Johannes XXII. mit weiteren Provisionen für ein Kanonikat, eine Präbende und eine Dignität bedacht<ref>Margit Kaluza-Baumruker: Das Schweriner Domkapitel (1171–1400). 1987 S. 45, HUB 2 Nr. 894.</ref>. Vom 1. Februar 1341 bis zum 10. August 1357 war er Dekan zu Schwerin.<ref>Alfred Rische: Verzeichnis der Bischöfe und Domherren von Schwerin. 1900 S. 5.</ref><ref>MUB IX. (1875) Nr. 6110, 6150, 6280, 6301, 6306, 6432. Dipl. III. 7 Personenregister S. 460 führt ihn noch 1364 als Schweriner Dekan, doch urkundlich nicht belegt.</ref> Am 18. November 1350 wurde Konrad zum Generalvikar des abwesenden Bischofs Andreas von Wislica.<ref>MUB X. (1877) Nr. 7397.MUB XIII. (1884) Nr. 7517.</ref> Am 28. September 1356 hatte ihn das Schweriner Domkapitel als Administrator des Bistums Schwerin für die durch den Tod Bischof Andreas eingetretene Sedisvakanz bestellt.<ref>MUB XXV. A (1936) Nr. 14427.</ref>
Konrad Campsor ist vom 21. Mai 1350 bis zum 26. Juli 1367 als Domherr zu Lübeck nachweisbar.<ref>MUB X. (1877) NR. 7081, MUB XXV. B (1977) Nr. 14908.</ref>
Danach war Konrad vom 5. März 1367 bis zum 26. Juli 1367 Archidiakon zu Waren. Vom 31. Mai 1333 bis zum 17. April 1336 hatte man ihn mit der Ausführung päpstlicher Provisionen beauftragt<ref>Jean XXII. Lettres communes Nr. 60435, Benoit XII. Lettres communes Nr. 2839.</ref> und am 2. April 1335 war er auch als päpstlicher Richter nachweisbar.<ref>UB St Lüb 2 Nr. 611.</ref>
Sein Testament verfasste Konrad Campsor am 26. Juli 1367.<ref>MUB XXV. B (1977) Nr. 14908.</ref> Er ist vermutlich am 28. Juli des Jahres verstorben und wurde im Lübecker Dom bestattet, wo seine Grabplatte im Memorienregister dokumentiert, aber nicht erhalten ist.
Literatur[Bearbeiten]
- Adolf Rische: Verzeichnis der Bischöfe und Domherren von Schwerin mit biographischen Bemerkungen. Ludwigslust 1900.
- Adolf Friederici: Das Lübecker Domkapitel im Mittelalter 1160–1400. Verfassungsrechtliche und personenstandliche Untersuchungen, 2 Bände Phil. Diss. Kiel 1957 (masch. schr.) (online).
- Margit Kaluza-Baumruker: Das Schweriner Domkapitel (1171–1400). Köln, Wien 1987, ISBN 3-412-05787-8, S. 207–208.
- Klaus Krüger: Corpus der mittelalterlichen Grabdenkmäler in Lübeck, Schleswig, Holstein und Lauenburg 1100–1600, Jan Thorbeke Verlag, Stuttgart 1999, S. 563 (LÜDO*58) ISBN 3-7995-5940-X.
Quellen[Bearbeiten]
- Hamburgisches Urkundenbuch (HUB)
- Mecklenburgisches Urkundenbuch (MUB)
- Urkundenbuch der Stadt Lübeck (UB St Lüb)
- Diplomatarium Danicum, III. Raekke, Band 1–8. Kobenhaven 1958–1980.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references/>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Campsor, Konrad |
| ALTERNATIVNAMEN | Wechsler, Konrad |
| KURZBESCHREIBUNG | Dekan zu Schwerin und Domherr zu Lübeck |
| GEBURTSDATUM | vor 1325 |
| STERBEDATUM | nach 1367 |
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- Domherr (Lübeck)
- Domdechant (Schwerin)
- Domherr (14. Jahrhundert)
- Generalvikar
- Deutscher
- Geboren im 13. oder 14. Jahrhundert
- Gestorben im 14. oder 15. Jahrhundert
- Mann