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Kradepohl

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Kradepohl
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Kradepohl 50° 59′ N, 7° 6′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 50° 59′ 4″ N, 7° 6′ 20″ O
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Kradepohl (Bergisch Gladbach)
Kradepohl (Bergisch Gladbach)
Lage von Kradepohl in Bergisch Gladbach
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Datei:Gronau Neuaufnahme 1895.jpg
Kradepohl Preußische Neuaufnahme 1895
Datei:Gronau Müfflingkarte 1825.jpg
Kradepohl Müfflingkarte 1825

Kradepohl ist ein Ortsteil im Stadtteil Gronau von Bergisch Gladbach.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Kradepohl geht auf einen frühneuzeitlichen Siedlungsnamen zurück, der im Urkataster als „Krahdenpuhls Mühle“ verzeichnet ist und als Flurname erstmals 1590 in der Form „Cradenpoll“ genannt wurde.

Das Bestimmungswort Krade leitet sich ab von dem alt- und mittelhochdeutschen Wort kreta oder krote (=Kröte). Das Grundwort pohl entstammt dem alt- und mittelhochdeutschen phuol bzw. dem lateinischen palus (=Sumpf) und bezeichnet einen Pohl (=Lache, Pfütze, kleiner Weiher). In der bergischen Mundart versteht man unter einem Pohl insbesondere ein Pfütze, die sich nach einem starken Regen gebildet hat oder ein kleines künstlich angelegtes Sammelbecken.<ref>Andree Schulte, Bergisch Gladbach, Stadtgeschichte in Straßennamen, Bergisch Gladbach 1995, ISBN 3-9804448-0-5, S. 114f.</ref>

Dieser „Krötenpfuhl“ wurde um 1840 bei der Anlage der Straße zerschnitten und um 1948 zugeschüttet.<ref>Anton Jux: Das Bergische Botenamt, die Geschichte Bergisch Gladbachs bis in die Preußische Zeit, herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Bergisch Gladbach, Bergisch Gladbach 1964</ref>

Carl Friedrich von Wiebekings benennt die Hofschaft auf seiner Charte des Herzogthums Berg 1789 als Kraterpohl. Aus ihr geht hervor, dass Kradepohl zu dieser Zeit Teil der Honschaft Gronau im Kirchspiel Gladbach war.<ref name="Fabricius2">Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz; Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794; Bonn; 1898</ref>

Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde das Amt Porz aufgelöst, und Kradepohl wurde politisch der Mairie Gladbach im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Gladbach im Kreis Mülheim am Rhein. Mit der Rheinischen Städteordnung wurde Gladbach 1856 Stadt, die dann 1863 den Zusatz Bergisch bekam.

Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824 als Kraddenpohl und auf der Preußischen Uraufnahme von 1840 als Kradenpuhl verzeichnet. Ab der Preußischen Neuaufnahme von 1892 ist er auf Messtischblättern regelmäßig als Kradenpohl oder ohne Namen verzeichnet.

Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner Wohn-

gebäude

Kategorie
1822<ref name="Mützell">Vorlage:Wörterbuch Preußischer Staat</ref> 12 Hofstatt
1830<ref name="Restorff">Vorlage:Beschreibung Rheinprovinz 1830</ref> 15 Hofstelle
1845<ref>Vorlage:Uebersicht Ortschaften Cöln</ref> 15 1 Hofstelle
1871<ref name="Gemeindelexikon1871">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1871</ref> 21 2 Hofstelle
1885<ref name="Gemeindelexikon1885">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1885</ref> 20 2 Wohnplatz

Danach ist Kradepohl nicht mehr eigenständig aufgeführt.

Haus Kradepohl und Fußballplatz[Bearbeiten]

Einst war die Gaststätte Haus Kradepohl mit Kahnweiher und Kegelbahn ein Mittelpunkt von Gronau. Seit 2008 gab es Nachrichten darüber, dass es abgebrochen werden solle.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Droht Kradepohl die Abrissbirne? (Memento des Vorlage:IconExternal vom 9. August 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rundschau-online.de abgerufen am 27. Juli 2014</ref> Im Januar 2009 kam die Abrissbirne und räumte alles ab. Heute steht dort eine Autowaschanlage.

Auf der nördlichen Seite der S-Bahn Linie 11 lag ein Fußballplatz, auf dem vor dem Neubau der BELKAW-Arena an der Paffrather Straße der SV Bergisch Gladbach 09 gespielt hat. Seit 2014 sind hier Parkplätze für die Pendler nach Köln.<ref>Michael Höller: Rettet den Kradepohl abgerufen am 27. Juli 2014</ref>

Gewerbegebiet[Bearbeiten]

Mit einer Gesamtfläche von 10 Hektar hat die Stadt Bergisch Gladbach den Bereich Kradepohl als Gewerbegebiet unter 3. Kradepohl ausgewiesen. Die Straßenzuordnung lautet dabei: Mülheimer Straße, Schlodderdicher Weg, Kradepohlsmühlenweg, Am Dännekamp, Gierather Straße, Ferdinandstraße, Refrather Weg (am Bahndamm).<ref>Gewerbegebiete der Stadt Bergisch Gladbach abgerufen am 27. Juli 2014</ref>

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Herbert Stahl (Redaktion) und andere: „Gronau“, Bergisch Gladbach 2007, ISBN 978-3-932326-51-6

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Britanniahütte | Duckterath | Dünnhof | Gierath | Kieppemühle | Kradepohl | Kradepohlsmühle | Kuhlerbusch | Piddelborn | Rodenbach | Schlodderdich | Schluchterheide | Thielenbrucher Hof | Vierhäuschen

Ehemalige Ortsteile: Eulenburg | Neuemühle Vorlage:Klappleiste/Ende