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Kressen

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Kressen
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Gartenkresse (Lepidium sativum)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Kreuzblütlerartige (Brassicales)
Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
Gattung: Kressen
Wissenschaftlicher Name
Lepidium
L.

Kressen (Lepidium) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). In der Küche werden mehrere Arten verwendet, zum Beispiel die Gartenkresse (Lepidium sativum) und das Pfefferkraut (Lepidium latifolium).

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Lepidium ruderale Sturm21.jpg
Illustration aus Sturm der Schutt-Kresse, Stink-Kresse (Lepidium ruderale)
Datei:Lepidium campestre W.jpg
Feld-Kresse (Lepidium campestre)

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Lepidium-Arten sind ein- oder zweijährige bis ausdauernde krautige Pflanzen, seltener Halbsträucher oder gar Sträucher; wenige Arten sind Kletterpflanzen. Die Pflanzenteile sind je nach Art nicht oder unterschiedlich behaart. Die verzweigten oder unverzweigten Stängel sind meist aufrecht oder aufsteigend, manchmal liegend, niederliegend oder kriechend.

Die wechselständig, grundständig und am Stängel verteilt angeordneten (bei Lepidium fremontii sind keine grundständigen Blätter vorhanden) Laubblätter sind gestielt oder ungestielt. Der Blattstiel ist nicht deutlich von der Blattspreite abgegrenzt. Die Blattspreite ist einfach oder fiederteilig. Die Blattränder sind ganz, gelappt, gekerbt, gezähnt oder gesägt.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die anfangs schirmtraubigen Blütenstände werden bei manchen Arten bis zur Fruchtreife durch Streckung der Blütenstandsachsen traubig. Es sind keine Hochblätter vorhanden.

Die gestielten, zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Die vier Kelchblätter sind meist eiförmig oder rechteckig, selten fast kreisförmig. Es sind meist vier aufrechte oder ausgebreitete, weiße bis gelbe oder rosafarbene Kronblätter vorhanden, selten sind sie nur rudimentär oder fehlen. Die Kronblätter können genagelt sein. Oft sind nur zwei Staubblätter vorhanden; es können auch vier oder sechs sein. Es sind vier oder sechs Nektardrüsen ausgebildet. Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen und haben je drei Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. Die Griffel können nicht erkennbar bis die Krone überragend sein mit einer meist kopfigen oder selten zweilappigen Narbe.

Ihre Früchte sind behaarte oder unbehaarte, sehr unterschiedlich geformte Schötchen mit nur zwei Samen. Die Samen können geflügelt sein.

Datei:Lepidium cartilagineum sl2.jpg
Salz-Kresse (Lepidium cartilagineum)
Datei:Kleine varkenskers stukje plant Coronopus didymus.jpg
Zweiknotiger Krähenfuß (Lepidium didymum)
Datei:Lepidium draba (subsp. draba) sl9.jpg
Pfeilkresse (Lepidium draba)
Datei:Lepidium flavum close.jpg
Lepidium flavum
Datei:Downy Pepperwort (Lepidium heterophyllum) - geograph.org.uk - 1393693.jpg
Verschiedenblättrige Kresse (Lepidium heterophyllum)
Datei:Lepidium lasiocarpum var lasiocarpum 2.jpg
Habitus von Lepidium lasiocarpum var. lasiocarpum
Datei:Lepidium meyenii.jpg
Maca (Lepidium meyenii)
Datei:2015.05.09 13.29.38 IMG 2108 - Flickr - andrey zharkikh.jpg
Lepidium montanum
Datei:Lepidium nanum.png
Lepidium nanum
Datei:Lepidium ostleri GotBot 2015 001.jpg
Lepidium ostleri
Datei:Lepidium papilliferum.jpg
Lepidium papilliferum
Datei:Lepidiumperfoliatum.jpg
Durchwachsenblättrige Kresse (Lepidium perfoliatum)
Datei:LEPIDIUM SUBULATUM (Morritort guixenc) - APIS - IB-810.JPG
Lepidium subulatum

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Der Gattungsname Lepidium wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum erstveröffentlicht.<ref name="SpPl" /> Als Lektotypusart wurde Lepidium latifolium festgelegt.<ref name="Britton-Brown1913" /> Der Gattungsname Lepidium ist vom griechischen Wort lepidion oder lepidos für Schuppe abgeleitet und bezieht sich auf das Aussehen der Frucht.

Von Al-Shehbaz et al. (2002) wurden die Arten der ehemaligen Gattungen Cardaria, Coronopus und Stroganowia in die Gattung Lepidium gestellt. Synonyme für Lepidium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. sind: Carara Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Medikus, Cardaria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Desvaux, Coronopus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Zinn, Neolepia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.W.A.Weber, Physolepidion Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schrenk, Senebiera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.DC., Sprengeria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Greene, Stroganowia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Karelin & Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kirilow. Die Gattung Lepidium gehört zur Tribus Lepidieae innerhalb der Familie der Brassicaceae.

Die Gattung Lepidium ist weit verbreitet in Nordamerika (42 Arten), Mexiko, Zentralamerika, Südamerika, Europa, Asien, Australien und im nördlichen sowie südlichen Afrika.

Zur Gattung Lepidium gehören 140 bis 220 Arten (hier eine Auswahl):<ref name="GRIN" />

Nutzung[Bearbeiten]

Von vielen Arten werden die Blätter roh als Salat, manchmal auch gegart gegessen oder als Gewürz verwendet. Von der Feld-Kresse (Lepidium campestre) und der Virginischen Kresse (Lepidium virginicum) werden die Samen als Pfefferersatz verwendet. Aus den Samen der Dichtblütigen Kresse (Lepidium densiflorum) kann man eine Art Senf herstellen. Die Samen von Lepidium fremontii, Lepidium intermedium, Lepidium latifolium und Lepidium nitidum kann man als Gewürz verwenden. Die Wurzeln von Lepidium meyenii besitzen gegart einen süßen, guten Geschmack. Aus den Samen der Gartenkresse (Lepidium sativum) kann man Speiseöl herstellen und die ausgekeimten Samen als Sprossen verwenden. Die medizinischen Wirkungen von vielen Arten wurden untersucht.<ref name="PFAF" />

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="SpPl"> Carl von Linné: Species Plantarum. Band 2, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 643, Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttp%3A%2F%2Fwww.biodiversitylibrary.org%2Fopenurl%3Fpid%3Dtitle%3A669%26volume%3D2%26issue%3D%26spage%3D643%26date%3D1753~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D</ref> <ref name="Britton-Brown1913"> Nathaniel Lord Britton, Addison Brown: An illustrated flora of the northern United States, Canada and the British possessions, from Newfoundland to the parallel of the southern boundary of Virginia, and from the Atlantic Ocean westward to the 102d meridian. 2. Auflage. Band 2, C. Scribner, New York 1913, S. 164, Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttp%3A%2F%2Fwww.biodiversitylibrary.org%2Fitem%2F23181%23page%2F172%2Fmode%2F1up~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D.</ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="PFAF"> Einträge zu Lepidium bei Plants For A Future</ref> <ref name="Jalas"> Jaakko Jalas, Juha Suominen, Raino Lampinen (Hrsg.): Atlas Florae Europaeae. Distribution of Vascular Plants in Europe. 11. Cruciferae (Ricotia to Raphanus). Akateeminen Kirjakauppa & Tiedekirja, The Committee for Mapping the Flora of Europe & Societas Biologica Fennica Vanamo, Helsinki 1996, ISBN 951-9108-11-4, S. 202–203.</ref> <ref name="Euro+Med"> Karol Marhold: Brassicaceae. Lepidium. In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2011.</ref> <ref name="FoC"> Tai-yien Cheo, Lianli Lu, Guang Yang, Ihsan Al-Shehbaz, Vladimir Dorofeev: Brassicaceae.: Lepidium Linnaeus. - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 8: Brassicaceae through Saxifragaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2001, ISBN 0-915279-93-2. </ref> <ref name="FoNA"> Ihsan A. Al-Shehbaz, John F. Gaskin: Lepidium., S. 570 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 7: Magnoliophyta: Salicaceae to Brassicaceae. Oxford University Press, New York und Oxford, 2010, ISBN 978-0-19-531822-7.</ref> <ref name="POWO">Datenblatt Lepidium bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science.</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Kressen (Lepidium) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Kresse – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen