Kronenlattich
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| Kronenlattich | ||||||||||||
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| Datei:Willemetia stipitata (Kronlattich) IMG 5549.JPG
Kronenlattich (Willemetia stipitata) | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Willemetia stipitata | ||||||||||||
| (Jacq.) Dalla Torre |
Der Gestielte Kronenlattich (Willemetia stipitata), auch Gewöhnlicher Krönchenlattich<ref name="FloraWeb" /> genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Willemetia innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Beschreibung[Bearbeiten]
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Der Kronenlattich ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 14 bis 45 Zentimetern erreicht.<ref name="FloraWeb" /> Er bildet ein schiefes oder waagerechtes Rhizom. Der aufrechte Stängel ist im unteren Bereich kahl und nach oben hin dicht schwarz steif behaart.<ref name="FloraWeb" />
Die Laubblätter sind in einer grundständigen Rosette angeordnet und manchmal gibt es auch noch höchstens zwei Stängelblätter. Die grundständigen Laubblätter sind löwenzahnartig, bläulich-grün, 2 bis 17 Zentimeter lang und 1,5 bis 3 Zentimeter breit. Die Stängelblätter sind viel kleiner und lanzettlich oder schuppenförmig.
Generative Merkmale[Bearbeiten]
Die Blütezeit liegt zwischen Juni und August.<ref name="FloraWeb" /> In einem Gesamtblütenstand befinden sich zwei bis fünf körbchenförmige Blütenstände, oder auch nur ein einzelner Blütenkorb. Die Blütenkorbschäfte sind dicht abstehend schwarz behaart. Die Hülle ist bei einer Höhe von 10 bis 12 Millimetern und einem Durchmesser von 7 bis 12 Millimetern eiförmig-glockig. Die Hüllblätter sind dicht schwarz zottig behaart. In jedem Blütenkörbchen befinden sich nur zwittrige, fertile, zygomorphe Zungenblüten. Die Zungenblüten sind gold-gelb und überragen die Hülle.
Die hell-braunen Achänen sind 10 bis 13 Millimeter lang und tragen oben am Beginn des Schnabels einen Kragen von Querschuppen. Der Pappus ist weiß.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 10.<ref name="Oberdorfer2001" />
Vorkommen[Bearbeiten]
Das Verbreitungsgebiet des Kronenlattich ist auf die Gebirge Süd- und Mitteleuropas beschränkt; er kommt von den Pyrenäen und den Alpen bis zum Bayerischen Wald und auf der Balkan-Halbinsel bis Griechenland vor. Es gibt Fundortangaben für Spanien, Frankreich, Italien, die Schweiz, Österreich, Deutschland, Tschechien, Slowenien, Kroatien, Serbien, Montenegro, Albanien, Nordmazedonien und Griechenland.<ref name="Euro+Med" /> In Graubünden steigt der Kronenlattich bis in Höhenlagen von 2450 Meter auf, in Appenzell bis 2200 Meter.<ref name="Hegi1987" /> In den Allgäuer Alpen steigt er im Kleinen Walsertal am Hochalpsee beim Widderstein bis in eine Höhenlage von 1960 Meter auf.<ref name="Dörr-Lippert2004" />
Der Kronenlattich wächst auf sickernassen, basenreichen Sumpfböden in montanen Quellmooren, an Bachufern. Er ist eine Charakterart der Klasse der Nieder- und Zwischenmoore (Scheuchzerio-Caricetea), kommt aber auch in Calthion- oder in Cardamino-Montion-Gesellschaften vor.<ref name="Oberdorfer2001" />
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 4+w (nass aber mäßig wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 2+ (unter-subalpin und ober-montan), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).<ref name="InfoFlora" />
Systematik[Bearbeiten]
Die Erstveröffentlichung dieser Art erfolgte 1775 unter dem Namen (Basionym) Hieracium stipitatum durch Nikolaus Joseph von Jacquin in Flora Austriaca, Band 3, Seite 51.<ref name="Euro+Med" /> Das Artepitheton stipitata bedeutet "mit langen Stielen" und bezieht sich auf den Pappus. Innerhalb der alten Gattung Hieracium ist der Fruchtstiel dieser Art auch auffallend lang. Die Neukombination zu Willemetia stipitata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Jacq.) Dalla Torre wurde 1882 durch Karl Wilhelm von Dalla Torre in Anleitung zu wissenschaftlichen Beobachtungen auf Alpenreisen, Band 2, Seite 257 veröffentlicht.<ref name="Euro+Med" /> Der Gattungsname Willemetia ehrt den französischen Botaniker Pierre Rémi Willemet (1735–1807).<ref name="Burkhardt2018" /> Ein weiteres Synonym für Willemetia stipitata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Jacq.) Dalla Torre ist Calycocorsus stipitatus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Jacq.) Rauschert.
Je nach Autor gibt es von der Art Willemetia stipitata etwa zwei Unterarten:<ref name="Euro+Med" />
- Willemetia stipitata subsp. albanica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Kümmerle & Jávorka) Kirschnerová: Sie ist unterhalb des Körbchens auffallend dicht schwarz behaart. Sie kommt nur in Serbien, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien, im nördlichen Albanien und in nördlichen Griechenland vor.<ref name="Euro+Med" />
- Willemetia stipitata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Jacq.) Dalla Torre subsp. stipitata: Sie kommt im restlichen Verbreitungsgebiet in Mittel- und Südeuropa vor.<ref name="Euro+Med" />
Literatur[Bearbeiten]
- (Abschnitte Beschreibung und Vorkommen)
- Peter Derek Sell: Calycocorsus F. W. Schmidt. In:
- David Aeschimann, Konrad Lauber, Daniel Martin Moser, Jean-Paul Theurillat: Flora Alpina. Ein Atlas sämtlicher 4500 Gefäßpflanzen der Alpen. Band 2, Haupt, Bern / Stuttgart / Wien 2004, ISBN 3-258-06600-0, S. 666.
- Lída Kirschnerová, Jan Kirschner: A nomenclatural and taxonomic account of Willemetia (Compositae, Lactuceae, Crepidinae). In: Taxon. Band 45, Nr. 4, 1996, S. 627–630, DOI:10.2307/1224246.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="InfoFlora"> Willemetia stipitata (Jacq.) Dalla Torre In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="FloraWeb"> Willemetia stipitata (Jacq.) Dalla Torre, Gewöhnlicher Krönchenlattich auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001, ISBN 3-8001-3131-5. S. 984. </ref> <ref name="Dörr-Lippert2004"> Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 676. </ref> <ref name="Euro+Med"> Werner Greuter: Compositae (pro parte majore): In: Werner Greuter, Eckhard von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. Willemetia stipitata. In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2006–2009. </ref> <ref name="Burkhardt2018"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018. online. </ref> <ref name="Hegi1987">Gerhard Wagenitz et al.: Familie Compositae II. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 2. Auflage Band VI, Teil 3, S. 1076–1078. Verlag Paul Parey, Berlin, Hamburg 1987, ISBN 3-489-86020-9. </ref> </references>