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Kronwicken

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Kronwicken
Datei:Coronilla valentina glauca flowers.jpg

Blaugrüne Kronwicke (Coronilla valentina var. glauca)

Systematik
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Loteae
Untertribus: Coronillinae
Gattung: Kronwicken
Wissenschaftlicher Name
Coronilla
L.

Die Kronwicken (Coronilla) bilden eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Coronilla vaginalis cleaned Sturm.png
Illustration der Scheiden-Kronwicke (Coronilla vaginalis)

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Kronwicken-Arten sind Sträucher oder ausdauernde, selten einjährige, krautige Pflanzen. Die sitzenden oder kurz gestielten Laubblätter sind unpaarig gefiedert. Selten (bei der Skorpions-Kronwicke (Coronilla scorpiodes)) ist nur ein Fiederblättchen vorhanden. Die Blättchen sind ganzrandig, gerundet oder ausgerandet, bis fast herzförmig bespitzt und oft von blaugrüner Farbe. Die Nebenblätter sind frei oder verwachsen.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Auf deutlichen Blütenstandsschäften stehen die nickenden, doldigen Blütenstände. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist weitglockig, mehr oder minder zweilippig. Seitwärts sind die Kelchblätter mit kurz dreieckigen Zähnen besetzt. Die fünf Kronblätter sind lang genagelt und gelb, selten auch weiß. Die Blütenkrone hat die typische Form der Schmetterlingsblüten. Das Schiffchen ist stark gebogen. Das oberste Staubblatt ist stets frei.

Die sitzenden Hülsenfrüchte sind mehrsamige Bruchfrüchte, sie sind gerade oder schwach gekrümmt und zerfallen nach der Reife in einsamige Glieder (Gliederhülse).

Ökologie[Bearbeiten]

Der Bestäubungstyp ist ein Pumpmechanismus. Dabei bilden die keulenförmig angeschwollenen Staubfäden einen Kolben, der den Pollen, falls Schiffchen und Flügel von einem Insekt belastet werden, aus der Blüte herauspressen.

Datei:Coronilla coronata 2.jpg
Berg-Kronwicke (Coronilla coronata)
Datei:Coronilla juncea - Flickr - peganum.jpg
Binsenartige Kronwicke (Coronilla juncea)
Datei:Coronilla minima7.jpg
Kleine Kronwicke (Coronilla minima)
Datei:Coronilla vaginalis 1.jpg
Scheiden-Kronwicke (Coronilla vaginalis)

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Coronilla wurde durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, 1753, S. 742.<ref name="Linné1753" /><ref name="ILDIS" /> und in Genera Plantarum, 5. Auflage, 1754, S. 330 aufgestellt. Typusart ist Coronilla valentina Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.<ref name="Tropicos" /> Coronilla ist der Deminutiv zu span. corona für „die Krone“; bedeutet also das Krönchen, nach den schönen gelben, wie die Zacken einer Krone zu Dolden vereinigten, Einzelblüten. Synonyme für Coronilla Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. sind: Artrolobium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Desv., Bonaveria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Scop.

Per Lassen hat 1989 den Untertribus Coronillinae bearbeitet und dabei die Gattungen Coronilla, Hippocrepis und Securigera neu geordnet und gegeneinander abgegrenzt. Dabei wurde zum Beispiel die Strauchkronwicke (Coronilla emerus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.) in die Gattung Hippocrepis als Hippocrepis emerus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Lassen und die Bunte Kronwicke (Coronilla varia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.) in die Gattung Securigera als Securigera varia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Lassen gestellt.<ref name = "Lassen1989" />

Die Gattung Coronilla ist über weite Teile Europas, in Westasien und im nordöstlichen Afrika verbreitet. Das Mannigfaltigkeitszentrum liegt in Südeuropa, das heißt, dort sind die meisten Arten heimisch.

Nach der Bearbeitung von 1989 verbleiben in der Gattung Coronilla neun Arten, das sind im Einzelnen:<ref name="Lassen1989" />

Literatur[Bearbeiten]

  • V. H. Heywood, P. W. Ball: Leguminosae: Coronilla, S. 182–184. In: T. G. Tutin, V. H. Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea., Cambridge University Press, Cambridge. Volume 2: Rosaceae to Umbelliferae. 1968, ISBN 0-521-06662-X. eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Tropicos"> Coronilla bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Linné1753"> Linné 1753 eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="Lassen1989"> Per Lassen: A new delimitation of the genera Coronilla, Hippocrepis and Securigera (Fabaceae). In: Willdenowia. Band 19, Nr. 1, 1989, S. 49–62, Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value). </ref> <ref name="ILDIS"> Datenblatt bei International Legume Database Information Service = ILDIS - LegumeWeb - World Database of Legumes, Version 10.38 vom 20. Juli 2010. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Kronwicken (Coronilla) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien