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Kryptoarmenier

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Kryptoarmenier ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) sind Armenier in der Türkei, die zum Islam konvertierten, um dem Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich 1915 zu entgehen. Sie hielten ihre Identität als Armenier im Verborgenen aufrecht. Amy Singer, Christoph K. Neumann und Selçuk Akşin Somel schätzen ihre Zahl auf insgesamt 100.000 Personen.<ref name="singer">Amy Singer, Christoph Neumann, Selcuk Aksin Somel: Untold Histories of the Middle East: Recovering Voices from the 19th and 20th centuries. Routledge, 2011. S. 41.</ref>

Seit die Türkei ab dem Militärputsch 1960 liberaler wurde, konvertierten einige Kryptoarmenier zum Christentum zurück und änderten ihre Namen zu typisch armenischen.

Geschichte[Bearbeiten]

Während des Völkermordes an den Armeniern wurden viele armenische Waisenkinder von lokalen muslimischen Familien aufgenommen, welche die Namen der Kinder änderten und sie zum Islam konvertieren ließen.<ref name="dink">Conference on Islamized Armenians. Hrant Dink Foundation. 26. September 2013. Abgerufen am 4. Oktober 2013</ref> Als Hilfsorganisationen und überlebende Armenier nach dem Ersten Weltkrieg die Waisen suchten und sie zurückverlangten, wurden nur wenige gefunden und wieder mit ihren Familien zusammengeführt, während die übrigen meist als Muslime weiterlebten. Außerdem konvertierten einige Familien zum Islam, um dem Völkermord zu entgehen.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Turkey’s Secret Armenians (Memento des Vorlage:IconExternal vom 13. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.al-monitor.com. Al-Monitor. 16. Februar 2013. Abgerufen am 3. Oktober 2013</ref><ref name="dink"/>

Aufgrund dessen gibt es eine unbekannte Zahl von Personen armenischer Herkunft in der heutigen Türkei, die sich ihrer Abstammung nicht bewusst sind.

Andere bezweifeln wiederum die hohe Zahl der „heimlichen Armenier“ armenischer Ethnizität, da sich dies durch Türkisierung und durch Heiraten mit ethnisch türkischen sowie kurdischen Menschen mit der Zeit ändere, die Grenzen des Armeniertums verschwimmen und viele betrachten sich heute mehr als Türken denn als Armenier.

Seit den 1960er Jahren, nachdem durch einen Militärputsch 1960 die konservative Regierung von Ministerpräsident Adnan Menderes gestürzt und die liberal-demokratische Verfassung von 1961 angenommen wurde, gibt es einige Beispiele von islamisierten armenischen Familien, die wieder zum Christentum konvertieren und wieder armenische Namen annehmen.<ref>Armenians claim roots in Diyarbakır. In: Hürriyet Daily News (Artikel nicht abrufbar).</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Աղթամարի պատարագը նպաստեց ծպտյալ հայերի ինքնության վերականգնմանը (Der Aghtamar hat bei der Wiederherstellung der Identität der Kryptoarmenier geholfen) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 11. November 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/news.am (armenisch).</ref><ref>Ermeni kimliğine dönenler artıyor (Die Rückkehr zur armenischen Identität nimmt zu). In: Radikal (türkisch; Artikel nicht abrufbar).</ref> Mehrere Personen waren in den 2000er Jahren mit der Wiederentdeckung ihrer armenischen Identität an die Öffentlichkeit getreten. Die Regierung Erdoğan unterbindet solche Äußerungen im medialen Diskurs inzwischen.<ref>Razmig Keucheyan: Wie man einen Genozid leugnet. Übersetzt von Andreas G. Förster. In: Dorothee D’Aprile, Anna Lerch (Hrsg.): Le Monde diplomatique. Nr. 08/32. TAZ/WOZ, 9. April 2026, ISSN 1434-2561, S. 3 (monde-diplomatique.de).</ref>

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Anzahl[Bearbeiten]

Heimliche oder Kryptoarmenier[Bearbeiten]

Zahl Quelle
30.000–40.000 Tessa Hofmann<ref>Tessa Hofmann: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Armenians in Turkey Today (Memento des Vorlage:IconExternal vom 25. Januar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.armenian.ch (PDF; 357 kB)</ref>
60.000–300.000 Erhan Başyurt, türkischer Journalist<ref>Erhan Başyurt: Ermeni Evlatlıklar. Saklı Kalmış Hayatlar [Armenische Pflegekinder: Leben im Verborgenen], Karakulu, İstanbul 2006, S. 10 (türkisch).</ref>
80.000 Mesrob II, der Patriarch von Konstantinopel, im wöchentlichen Magazin Der Spiegel<ref>Anna Reimann: Armenischer Patriarch in der Türkei: "Die Armenier sind wieder allein". In: Der Spiegel, 1. Juni 2007, abgerufen am 27. September 2026.</ref>

Islamisierte und türkisierte Armenier[Bearbeiten]

Anmerkung: Die folgenden Zahlen schließen nicht die Hemşinli mit ein, die oft als islamisierte Armenier betrachtet werden.
Zahl Quelle
300.000 Hrant Dink<ref name=sefakaplan>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: Hürriyet, 30. September 2005. Abgerufen am 28. August 2008 (türkisch). „Anadolu’da anneanneniz gibi 300 bin kadın bulunduğu söyleniyor.“Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>Hrant Dink: 300 bin rakamının abartılı olduğunu düşünmüyorum. Bence daha da fazladır. Başyurt, 2005.</ref>
500.000 Yusuf Halaçoğlu<ref>“500 BİN KRİPTO ERMENİ VAR”, Odatv (türkisch), 23. September 2010.</ref>
1.000.000-2.000.000 Aztag, armenische Tageszeitung im Libanon<ref name="aztag"> «ԻՍԼԱՄԱՑՈՒԱԾ ԵՒ ԳԱՂՏՆԻ ՀԱՅԵՐԸ ՄԻԱՏԱՐՐ ՉԵՆ», ԸՍՏ ԵՐՈՒԱՆԴ ՄԱՆՈՒԿԻ (Ervand Manuk: The Islamized Armenians are not homogeneous) In: Aztag Daily (Artikel nicht abrufbar; armenisch).</ref>

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />