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Kunst Ost

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Datei:Logo Kunst Ost.jpg
Das Logo des Kulturlabors Kunst Ost
Datei:Kunstsymposion2014.jpg
Gleisdorfer Kunstsymposion 2014 (Ausstellung Radenko Milak)

Das oststeirische Kulturlabor Kunst Ost entstammt einem LEADER-Projekt des Jahres 2009 und ist in Gleisdorf etabliert. Es war ursprünglich als soziokulturelle Drehscheibe konzipiert, ist seit 2014 mit Kultur- und Wissensarbeit (Gemeinsame Wissenskonstruktion) im Sinne eigenständiger Regionalentwicklung befasst und mit den Bedingungen von Gegenwartskunst.

Perioden[Bearbeiten]

Datei:Leader kultur konferenz 2009.jpg
Die erste LEADER-Kulturkonferenz (29. Jänner 2009)

Rahmenbedingungen[Bearbeiten]

LEADER-Kontext[Bearbeiten]

In der Periode „Leader 2007–2013“<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.LEADER 2007–2013 Steiermark (Memento vom 6. Dezember 2014 im Internet Archive) Abgefragt am 5. Dezember 2014</ref> kam es zu einem Sonderfall Steiermark. Die Kulturabteilung des Landes hatte unter Landeskulturreferent Kurt Flecker Sonderrichtlinien<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.raumplanung.steiermark.at (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive) zur Förderung A9 Kultur.pdf Abgefragt am 5. Dezember 2014</ref> erlassen.

Damit entstand beim EU-Programm für die „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“ (so der deutsche Wortlaut des Programmtitels LEADER: frz. Liaison entre actions de développement de l'économie rurale) erstmals eine formelle Verknüpfung mit dem steirischen Landeskulturreferat und es konnten im LEADER-Kontext Projekte zur Gegenwartskunst entwickelt werden.

In steirischer Praxis der LEADER-Projekte wurden davor Kunst und Kultur nicht zu den Agenda dieses Förderprogrammes gezählt; nämlich: „Schwerpunkt 1: Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft. Schwerpunkt 2: Verbesserung der Umwelt und der Landschaft. Schwerpunkt 3: Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum und Förderung der Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft.“<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Leader in Österreich 2007-2013 (Memento vom 6. Dezember 2014 im Internet Archive) Abgefragt am 5. Dezember 2014</ref>

Kunst Ost war das überhaupt erste LEADER-Kulturprojekt gemäß diesen neuen Sonderrichtlinien, andere Regionen folgten mit Kulturprojekten. (Die Raumplanung Steiermark listet für diese Periode "19 steirische LEADER Regionen 2007–2013" auf.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.regionalen Schwerpunktpläne (REP) (Memento vom 6. Dezember 2014 im Internet Archive) Abgefragt am 5. Dezember 2014</ref>)

Themenrahmen[Bearbeiten]

Die zwei Positionierungsziele der für Kunst Ost zuständigen LEADER-Region lauten: „Die Energieregion Weiz-Gleisdorf zählt nach dieser Leader-Periode zu den Top 3 Regionen im Bereich Energie“ und: „Im Jahr 2020 ist diese Energieregion europäische Top-Region zu diesem Thema“. Das besagt die „Gesamtstrategie Energieregion Weiz-Gleisdorf“<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.regionalen Schwerpunktpläne (REP) (Memento vom 6. Dezember 2014 im Internet Archive) Abgefragt am 5. Dezember 2014</ref>

Daraus ergeben sich zwei Hauptthemen der Energieregion Weiz Gleisdorf, nämlich Mobilität und Energieautarkie. Für die Genres Kunst und Kultur wurden diese Vorgaben bei Kunst Ost im Arbeitsschwerpunkt Mobilitätsgeschichte gebündelt, um Schnittstellen für die regionalen Schwerpunktthemen zu haben: Hauptthemen der ‚Energieregion Weiz-Gleisdorf’ sind Energieautarkie und Mobilität. Entsprechend arbeitet ‚kunst ost’ im Kontext Mobilitätsgeschichte derzeit an Beiträgen zum ‚Internationalen Museumstag’ (12. Mai) oder zur ‚Langen Nacht der Museen’ (5. Oktober).<ref>http://www.gleisdorf.at/0uploads/dateien3491.pdf (abgerufen am 12. April 2012) Stadtjournal Gleisdorf 6/2013, Seite 29</ref>

2013 wurde eine Fusion der LEADER-Regionen Almenland und Energieregion Weiz-Gleisdorf<ref>Robert Breitler: Nächster Schritt zu Fusion. In: kleinezeitung.at. 20. Dezember 2013, abgerufen am 25. Februar 2024.</ref> bearbeitet, doch im Rahmen der Entscheidung für eine "Zweimarken-Strategie" in diesem Jahr keine Verknüpfung der Kulturagenda beschlossen: "Beide Regionen sowie deren hochwertige Marken bleiben trotz Fusionierung erhalten."<ref>Andreas P. Tauser: Almenland und Energieregion Weiz-Gleisdorf fusionieren zur A&EG - Weiz. In: meinbezirk.at. 28. Oktober 2013, abgerufen am 25. Februar 2024.</ref>

Work in Progress[Bearbeiten]

Status 2015[Bearbeiten]

Ein Ergebnis des LEADER-Projektes Kulturpakt Gleisdorf 2014 (Trägerschaft: TIP Tourismusverband Gleisdorf) ist die „Kulturspange“. Den Kern dieses Kulturlabors bilden drei Kulturinitiativen:

Auf zweiter Ebene ist die „Kulturspange“ mit der Kulturinitiative Fokus Freiberg verbunden, wo seit Ende 2014 am Thema Netzkultur gearbeitet wird. Zu Fokus Freiberg gehört auch das ab 2015 eigenständige Aprilfestival<ref>http://www.aprilfestival.at/ Aprilfestival, abgefragt am 7. Dezember 2014</ref> unter der Leitung von Künstler Winfried Lehmann.

Ausgangspunkt der „Kulturspange“ 2014 ist ein Arbeitsansatz von Künstler Selman Trtovac: „Wir lieben auch die Kunst von anderen“ („Mi volimo i umetnost drugih“)<ref>http://www.goethe.de/ins/cs/bel/prj/uic/prj/3rd/srindex.htm Mi volimo i umetnost drugih, Goethe-Institut, abgefragt am 7. Dezember 2014</ref>

Ein inhaltlicher Ausgangspunkt im Kunstdiskurs ist das Buch „Umetniča Strategija“ („Artistic Strategy“)<ref>Trtovac, Selman: Umetniča Strategija (Artistic Strategy), Proartorg, Beograd 2012, ISBN 978-86-911359-5-9</ref> von Selman Trtovac, basierend auf seiner gleichnamigen Dissertation.

Mit der Trennung von Kulturpakt Gleisdorf und Kunst Ost verlor die Kulturspange ihre Basis aus der ursprünglichen Konzeption. Im März 2015 lud die Abteilung für Kultur und Marketing Gleisdorf zu einer Pressekonferenz bezüglich Kulturpakt Gleisdorf.<ref>Stadtgemeinde Gleisdorf: Kulturpakt Gleisdorf. Abgerufen am 12. April 2016.</ref> Dabei wurde Kunst Ost nicht mehr einbezogen.

Die Ergebnisse dieses Schrittes sind in einer Sonderbeilage im Organ der Stadt (Stadtjournal) publiziert worden und belegen ein völliges Ausblenden der von Kunst Ost erarbeiteten Kulturpakt-Konzeption. Es hieß plötzlich:

„Der Kulturpakt hat das Potenzial, dass er alle gesellschaftlichen Schichten vernetzt und auf dieser Basis wollen wir weiterarbeiten.“

– Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Katharina Scheidl<ref>http://www.gleisdorf.at/0uploads//dateien3851.pdf Abgefragt am 12. April 2016</ref>

Die ursprüngliche Konzeption für 2015 war in „Die Ehre des Handwerks“ (Mythos Puch, Kunst und der Kulturpakt Gleisdorf)<ref>https://issuu.com/martinkrusche/docs/handwerk01 Abgefragt am 12. April 2016</ref> publiziert worden. Sie erwies sich bezüglich Kulturpakt Gleisdorf als obsolet und machte die Kulturspange hinfällig.

Im folgenden September hatte das 2015er Kunstsymposion mit einem Auftakt in Belgrad und der Arbeit am Projekt „Fiat Lux“ eine neue Team-Situation geschaffen und eine Betonung des Themenbogens „Die Ehre des Handwerks, das Gewicht der Kunst, der Geist in der Maschine“ bewirkt.<ref>http://www.blogmobil.at/fiatlux/ Abgefragt am 12. April 2016</ref>

Praxis[Bearbeiten]

Gegenwartskunst[Bearbeiten]

Datei:Selman trtovac letov.jpg
Sergej Letov (links) und Selman Trtovac
Datei:Sergej Letov, Mirjana Peitler-Selakov und Sabine Hänsgen.jpg
Sergej Letov (links) und Sabine Hänsgen (rechts) von den Kollektiven Aktionen mit Mirjana Peitler-Selakov (Kunst Ost) bei einer Performance als Gäste von Treci Beograd

Zum Förderungsziel der „Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen im Rahmen des Aktionsprogramm Achse 4 LEADER über kulturelle Förderungen im ländlichen Raum“ (2007–2013 durch die Europäische Union und vom Land Steiermark – Kultur) gehörte eine „ganzheitliche Stärkung von Regionen im Kulturbereich und Schwerpunktsetzung im Bereich der zeitgenössischen Kunst und Kultur“.

Dort wurde als Leitziel präzisiert, „an der Nahtstelle von Kunst und Alltagsleben“ sei die jeweilige Region und ihre Bevölkerung in die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und künstlerischen Themen einzubeziehen. „Das künstlerische Potential einer Region soll auch in einen Austausch mit internationalen künstlerischen Positionen treten“.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen im Rahmen des Aktionsprogramm Achse 4 LEADER über kulturelle Förderungen im ländlichen Raum (Memento vom 7. Dezember 2014 im Internet Archive) Abgefragt am 5. Dezember 2014</ref>

Kollektiv und prozeßhaft[Bearbeiten]

Ein Angelpunkt in der mehrjährigen Kunstpraxis von Kunst Ost, wo es um eine internationale Situation geht, die lokal und regional verankert wird, ist der Künstler Selman Trtovac, vormals Kollektiv „Treci Beograd“.<ref>http://www.issuu.com/treci.beograd Abgefragt am 5. Dezember 2014</ref>

Eine Arbeitswoche mit Sergej Letov, Sergej Romashko und Sabine Hänsgen (Moskauer Konzeptualismus) in Gleisdorf im Jahr 2010: „Virtuosen der Täuschung. Ein Einblick in das Universum der Gruppe Kollektive Aktionen“<ref>http://www.conceptualism.letov.ru/Kollektive-Aktionen-AUSSTELLUNGEN-Gleisdorf.htm Abgefragt am 5. Dezember 2014</ref>, eine Kooperation mit dem Festival Steirischer Herbst, führte 2011 zu einer gemeinsamen Arbeitswoche in Belgrad: „Virtuosen der Täuschung. Ein Einblick in das Universum der Gruppe Kollektive Aktionen“.<ref>http://conceptualism.letov.ru/Kollektive-Aktionen-AUSSTELLUNGEN-Belgrad.htm Abgefragt am 5. Dezember 2014</ref>

Zu dieser Aktion existiert ein Vertragswerk, abgeschlossen zwischen Treci Beograd (Serbien), Kollektive Aktionen (Russland), Kunst Ost (Österreich) und dem 2014 verstorbenen Filmemacher Veljko Pavlovic.<ref>http://www.issuu.com/treci.beograd/docs/3bgd_publikacija_final_net_004ad304e7a379 3BGD 2009–2011, Seite 44–50, abgefragt am 5. Dezember 2014</ref>

Zu diesem Gefüge mehrjähriger kollektiver Kulturpraxis von Kunst Ost gehört seit 2007 auch das serbische Duo diSTRUKTURA<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.diSTRUKTURA / Milica Milicevic and Milan Bosnic (Memento vom 7. Dezember 2014 im Internet Archive) Abgefragt am 5. Dezember 2014</ref>, das seit „next code: love“ (Liebe in Zeiten der Telenovelas)<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.steirischer herbst 2007 · Kalender (Memento vom 9. Dezember 2014 im Internet Archive) Abgefragt am 5. Dezember 2014</ref> in permanenten Arbeitskontakt mit dem genannten Kreis ist.

Kulturspange[Bearbeiten]

Das führte Ende 2014 zur Kunst Ost-„Kulturspange“<ref>http://www.van.at/track/comm/s.htm Abgefragt am 5. Dezember 2014</ref> in der Kooperation mit Wissenschaftler Günther Marchner (Netzwerk Salzkammergut, Bad Mitterndorf) und Künstler Selman Trtovac (Heterotopia PerpetuumMobile, Beograd).

Mit der Phase III fand die Kulturspange 2015 ihr Ende.<ref>martin krusche: Kultur- und Wissensarbeit in der Region - Weiz. In: meinbezirk.at. 23. Juli 2015, abgerufen am 25. Februar 2024.</ref> Die Realisierung von „Mythos Puch“ in der Gemeinde Albersdorf-Prebuch schuf einen neuen Arbeitsansatz der regionalen Kooperation: „Der Freitag ist vorwiegend dem Geiste gewidmet, wenn Künstler, Sammler, Wissenschaftler, Medienfachleute oder Unternehmer über Handwerk und Volkskultur laut nachdenken.“<ref>Albersdorf-Prebuch: Für Puchvernarrte und Technikverliebte. In: kleinezeitung.at. 15. September 2015, abgerufen am 25. Februar 2024.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />