Kupferron
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Kupferron | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C6H9N3O2 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
hellgelber, kristalliner Feststoff<ref name="Sigma-Aldrich" /> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 155,15 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
150–155 °C<ref name="Sigma-Aldrich" /> | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Kupferron ist das Ammoniumsalz von N-Nitroso-N-phenylhydroxylamin, das als Reagenz für die Komplexierung von Metallionen verwendet wird. Das Anion bindet dabei als zweizähniger Ligand über die beiden Sauerstoffatome die Metallionen in einem Fünfring. Die Verbindung wurde 1909 von Oskar Baudisch in die quantitative Analytik von Kupfer- und Eisenionen eingeführt.<ref name="literaturübersicht" />
Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]
Kupferron wird in einer mehrstufigen Reaktion aus Phenylhydroxylamin hergestellt. Dieses wird zunächst mit Ammoniak in das Ammoniumsalz überführt und dann mit Amylnitrit umgesetzt:<ref name="slotta-jacobi" />
- <math>\mathrm{ C_6H_5NHOH +\ NH_3\ \xrightarrow[]{} \ NH_4[(C_6H_5)NHO]} </math>
- <math>\mathrm{ NH_4[(C_6H_5)NHO] +\ C_5H_11ONO\ \xrightarrow[]{} \ NH_4[(C_6H_5)N(NO)O] + C_5H_11OH} </math>
Eigenschaften[Bearbeiten]
In Wasser zersetzt sich Kupferron.<ref>Datenblatt Kupferron bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref>
Verwendung[Bearbeiten]
Kupferron wird zur Fällung von Metallionen wie Kupfer, Eisen, Titan, Vanadium, Thorium, Cer, Cobalt, Aluminium, Zink oder Zinn verwendet. Die sich bildenden Metallkupferronate sind schwer löslich in Wasser, aber leicht löslich in organischen Lösungsmitteln. Es wird daher zur Abtrennung von unerwünschten Elementen vor der quantitativen Bestimmung genutzt.<ref name="NIH" /><ref name="reprint" />
Literatur[Bearbeiten]
- C. S. Marvel: Cupferron In: Organic Syntheses. 4, 1925, S. 19, doi:10.15227/orgsyn.004.0019; Coll. Vol. 1, 1941, S. 1 (PDF).
- D. van der Helm, Lynne L. Merritt jr., Robert Degeilh, Caroline H. MacGillavry: The crystal structure of iron cupferron Fe(O2N2C6H5)3. In: Acta Cryst. 18, 1965, S. 355–362; doi:10.1107/S0365110X65000816.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="literaturübersicht"> </ref> <ref name="Sigma-Aldrich"> Datenblatt Cupferron bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF). </ref> <ref name="NIH"> Eintrag zu Cupferron in den Report on Carcinogens, Thirteenth Edition. </ref> <ref name="reprint"> Othmar G. Koch, Gertrud A. Koch-Dedic: Handbuch der Spurenanalyse: Die Anreicherung und Bestimmung von Spurenelementen unter Anwendung chemischer, physikalischer und mikrobiologischer Verfahren. Springer, 1964, ISBN 978-3-642-65423-7, S. 255 ff. </ref> <ref name="slotta-jacobi"> </ref> </references>
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- Giftiger Stoff bei Verschlucken
- Hautreizender Stoff
- Augenreizender Stoff
- Atemwegsreizender Stoff
- Stoff mit Verdacht auf krebserzeugende Wirkung
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- Phenylsubstituierte Verbindung
- N-Nitrosoverbindung
- Ammoniumverbindung
- Nachweisreagenz