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Kurl

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Kurl
Stadt Dortmund
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(3703)&title=%3Cstrong+class%3D%22error%22%3E%3Cspan+class%3D%22scribunto-error+mw-scribunto-error-8db28562%22%3ESkriptfehler%3A+Ein+solches+Modul+%E2%80%9ECoordinates%2Fkml%E2%80%9C+ist+nicht+vorhanden.%3C%2Fspan%3E%3C%2Fstrong%3E 51° 33′ N, 7° 35′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(3703) 51° 33′ 0″ N, 7° 35′ 0″ O
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Bevölkerungsdichte: 1.722 Einwohner/km²
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Postleitzahl: 44319
Vorwahl: 0231
Unterbezirke: 241 und 242
Datei:Dortmund Statistischer Bezirk Kurl-Husen.svg
Karte
Lage von Kurl-Husen in Dortmund
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Kurl (bis 1915 Courl) ist ein nordöstlich gelegener Ortsteil von Dortmund und gehört zum Stadtbezirk Scharnhorst. Der Ort liegt auf einer Höhe von Vorlage:Höhe/Fmt m ü. NN. Kurl wird oft zusammen mit seinem östlichen Nachbarstadtteil Husen als Kurl-Husen bezeichnet, da beide Stadtteile nahtlos ineinander übergehen.

Geographie[Bearbeiten]

Kurl liegt etwa zehn Kilometer nordöstlich der Dortmunder Innenstadt. Im Süden Kurls überwiegen Einfamilienhäuser und Reiheneigenheime in ruhigen Wohnstraßen. Im Norden befindet sich die waldnahe Einfamilienhaussiedlung rund um die Lange Wiese sowie Zechenhäuser der Zeche Kurl. Relativ zentral gelegen ist die kleine Hochhaus-Siedlung im Gebiet Baumwirtsweg/Pöllerstraße, die Mitte der 1970er-Jahre entstand.

Im Südwesten umfasst die Gemarkung Kurl Teile des Naturschutzgebiets Buschei, im Westen das Naturschutzgebiet Alte Körne sowie in nordöstlicher Richtung Teile des Kurler Busches, ebenfalls ein Naturschutzgebiet.

Geschichte[Bearbeiten]

Kurl wurde erstmals 1189 als parrochia Curlare urkundlich erwähnt.<ref>Urkundenbuch der Stadt Lünnen bis 1341, bearbeitet von Wolfgang Bockhorst und Fredy Niklowitz, Lünen 1991, Nr. 22, S. 41</ref> In einer Urkunde aus dem Jahr 1216 über das Besetzungsrecht der Pfarrstelle in Asseln wird ein werimboldus pastor eccle in Kurlare genannt.<ref>Joseph Johann Hubert Mooren: Das Dortmunder Archidiakonat, Köln und Neuß 1853, S. 205 f: Anhang II. (Digitalisat) Albert K. Hömberg: Kirchliche und weltliche Landesorganisation (Pfarrsystem und Gerichtsverfassung) in den Urpfarrgebieten des südlichen Westfalen, Münster 1965, S. 101 f, zählt diese Urkunde zu den wichtigsten Fundstellen zur westfälischen Kirchenorganisation im 13. Jahrhundert.</ref> Vor und um 1220 wurde der Ort als Curlere in den Vogteirollen des Stifts Essen geführt. 1229 wird ein Wigbertus de Curlar, 1304 ein Thilemannus de Curlare und 1306 ein Hermannus de Curlare urkundlich erwähnt. Um 1412 erscheint Kurlere im Urbar der Reichsabtei Werden und im Lehnsregister Limburg-Styrum zwischen 1364 und 1495. Im Jahr 1569 wurde ein Jost von der Recke zu Curler in einer Urkunde des Klosters Clarenberg genannt. 1715 wurde der Ort Courll, 1839 Curl, 1907 Courl und 1932 mit dem heutigen Ortsnamen Kurl geschrieben.

Kurl gehörte im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit in der Bauerschaft Grevelkuylre, im Kirchspiel Kurl und Amt Unna (historisch) zur Grafschaft Mark. Laut dem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 hatten in der Bauerschaft 22 Steuerpflichtige Hofbesitzer zwischen 1 oirt und 6 Goldgulden an Abgabe zu leisten. Darunter der Schult van Kuyrler mit einer Abgabe von 4 Goldgulden.<ref>Aloys Meister: Die Grafschaft Mark, Festschrift zum Gedächtnis der 300-jährigen Vereinigung mit Brandenburg-Preußen. 2. Band, Dortmund 1909, S. 22 – Auszug aus dem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 (Bauerschaft Grevel/Kurl)</ref> Im Jahr 1705 waren im Kirspel Curl 26 Steuerpflichtige mit Abgaben an die Rentei Unna im Kataster verzeichnet. Größte Steuerzahler waren die Hofbesitzer Ostermann und Schulte.<ref>Westfälisches Schatzungs- und Steuerregister, Band 6, Münster 1980. Darin: Kataster der Kontribuablen Güter in der Grafschaft Mark 1705, Bearb. von Willy Timm, S. 73/74</ref>

Die Deutung des Ortsnamens bleibt unklar, kann aber möglicherweise mit Wald an einer Krümmung des Körnebachs umschrieben werden.<ref>Michael Flöer: Die Ortsnamen der Stadt Dortmund und der Stadt Hagen, in: Westfälisches Ortsnamenbuch, Band 16, Bielefeld 2021, S. 169–171</ref>

Kern der Ansiedlung war das Haus Kurl, ein Herrensitz am Körnebach, der lange Zeit die einzige Ansiedlung an einer alten Verbindungsstraße zwischen Hellweg und Ruhr sowie der Lippe war. Nach der Reformation wurde die Kurler Gemeinde wie die der umliegenden Dörfer evangelisch, doch schon 1619 kehrte man zum katholischen Glauben zurück. Lange Zeit blieb Kurl die einzige katholische Gemeinde im Umkreis, und es ist bis heute überwiegend katholisch geprägt.

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war Kurl ein kleiner Ort mit weniger als zwanzig Haushalten. Erst die Gründung der Zeche Kurl in Husen und Kurl brachte einen großen Anstieg der Einwohnerzahl; der Bergbau wurde zur Haupteinnahmequelle. 1906 erwarb die Bergbau-Firma C. Deilmann in Kurl ein Grundstück und errichtete neue Fertigungshallen, in denen viele Menschen Beschäftigung fanden.

Im 19. Jahrhundert war Kurl eine Landgemeinde im Landkreis Dortmund und Amt Brackel. 1895 hatte die Gemeinde (plus 3 Wohnplätze) eine Fläche von 2,31 km². Es gab 34 Wohngebäude mit 51 Haushaltungen und 296 Einwohnern.<ref>Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen. Berlin 1887, S. 82/83, Online-Ausgabe Münster, Universitäts- und Landesbibliothek 2014</ref>

Am 2. September 1915 wurde die Gemeinde Courl in Kurl umbenannt. Am 1. April 1928 wurde sie nach Dortmund eingemeindet.<ref>Der BibISBN-Eintrag [[Vorlage:BibISBN/Skriptfehler: Ein solches Modul „URIutil“ ist nicht vorhanden.]] ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen [[[:Vorlage:Neuer Abschnitt/URL]] <span title="Vorlage:bibISBN/Skriptfehler: Ein solches Modul „URIutil“ ist nicht vorhanden. (Seite nicht vorhanden)">neuen Eintrag] an.</ref>

Bevölkerung[Bearbeiten]

Am 31. Dezember 2018 lebten 3.703 Einwohner in Kurl.

Struktur der Husener Bevölkerung:

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 2003 2008 2010 2013 2018
Einwohner 3901 3721 3640 3709 3703

Infrastruktur[Bearbeiten]

In Kurl findet sich der Bahnhof Kurl auf der Magistrale Dortmund–Hamm, das St.-Elisabeth-Krankenhaus, einiges an Gewerbe und auch noch landwirtschaftliche Betriebe.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

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St. Johannes Baptist

Katholische Kirche[Bearbeiten]

In der schlichten einschiffigen Kirche aus dem 18. Jahrhundert findet sich ein kaum beachteter Taufstein aus romanischer Zeit (etwa erste Hälfte des 12. Jahrhunderts). Naive Skulpturen, eine frühe Entwicklung, überziehen die zylindrische Wandung, auf der der Eindruck eines Teppichmusters entsteht. Man erkennt zwei- und vierbeinige Tiere, Engel in primitiver Frontalität, stilisierte Pflanzen, Rosettenkombinationen. Ein unterer Fries besteht aus Stern- und Kreuzmustern, eines der oberen Muster bildet ein schlangenartiges, geflügeltes Wesen mit gewelltem Leib. Als obere und untere Abschlüsse finden sich Tauwülste, die – verdoppelt und flacher behandelt – auch als senkrechte Abgrenzungen der Bildfelder dienen. In ihrer Art erinnern die Skulpturen an die Kapitellplastik in der Kapelle von Drüggelte am Möhnesee, ein Zusammenhang erscheint nicht ausgeschlossen.

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Dortmund-Kurl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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Aplerbeck: Aplerbeck (mit Aplerbecker Mark) | Berghofen (mit Berghofer Mark) | Schüren | Sölde | Sölderholz (mit Lichtendorf)
Brackel: Asseln | Brackel (mit Neuasseln) | Wambel | Wickede
Eving: Brechten | Eving (mit Kemminghausen) | Holthausen | Lindenhorst
Hombruch: Barop (mit Schönau) | Bittermark | Brünninghausen (mit Renninghausen) | Eichlinghofen (mit Salingen) | Hombruch | Kirchhörde-Löttringhausen (mit Großholthausen, Kirchhörde, Kleinholthausen, Löttringhausen und Schanze) | Menglinghausen | Persebeck-Kruckel-Schnee (mit Kruckel, Persebeck und Schnee) | Rombergpark-Lücklemberg (mit Lücklemberg)
Hörde: Benninghofen (mit Loh) | Hacheney | Holzen (mit Höchsten) | Hörde (mit Clarenberg) | Syburg (mit Buchholz) | Wellinghofen (mit Niederhofen) | Wichlinghofen
Huckarde: Deusen | Huckarde (mit Wischlingen) | Jungferntal-Rahm (mit Jungferntal und Rahm) | Kirchlinde (mit Hangeney)
Innenstadt-Nord: Borsigplatz | Hafen | Nordmarkt
Innenstadt-Ost: Kaiserbrunnen (mit Körne) | Ruhrallee | Westfalendamm (mit Gartenstadt)
Innenstadt-West: City | Dorstfeld | Dorstfelder Brücke | Westfalenhalle (mit Kreuzviertel) 
Lütgendortmund: Bövinghausen | Kley | Lütgendortmund (mit Holte-Kreta und Somborn) | Marten | Oespel | Westrich (mit Dellwig)
Mengede: Bodelschwingh | Mengede (mit Brüninghausen) | Nette | Oestrich | Schwieringhausen (mit Ellinghausen und Groppenbruch) | Westerfilde
Scharnhorst: Alt-Scharnhorst | Derne | Hostedde (mit Grevel) | Kirchderne | Kurl-Husen (mit Fleier, Husen und Kurl) | Lanstrop | Scharnhorst-Ost

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