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Kurt Bahlmann

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Kurt Bahlmann (* 2. Juni 1940 in Einswarden bei Nordenham; † 13. Juli 2025 in Bielefeld<ref>Traueranzeige. In: Neue Westfälische. 2. August 2025 – Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.trauer.nw.de (Memento vom 10. August 2025 im Internet Archive), abgerufen am 2. August 2025.</ref>) war ein deutscher Bildhauer, Maler und Zeichner.

Leben[Bearbeiten]

Bahlmann war ein Enkel des Landwirts und Gutsbesitzers Ferdinand Hansing, dem das 1890 bis 1897 erbaute „Haus Hansing“ an der Bahnhofstraße in Nordenham gehörte und in dem er eine Dampfmolkerei betrieb, in der unter anderem der sogenannten „Lloyd-Käse“ für die Schiffe des Norddeutschen Lloyd hergestellt wurde.<ref>Seniorenzentrum hinter Haus Hansing. In: Nordwest-Zeitung. (nwzonline.de).</ref> Bahlmann studierte zunächst Kunst an der Werkkunstschule Münster, um dann an der Hochschule für Bildende Künste<ref>Jürgen Tiede: Bahlmann, Kurt. In: Allgemeines Künstlerlexikon – die bildenden Künstler aller Zeiten und Völker. Band 6: Avogaro – Barbieri. Saur, München 1992, ISBN 3-598-22746-9, S. 293–294 (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).</ref> in Berlin-Charlottenburg als Meisterschüler von Hans Uhlmann Anfang der 1960er-Jahre Bildhauerei zu studieren. Bis 1980 beschäftigte er sich mit der Bildhauerei und der Malerei und wechselte danach zu Druckgrafik. Bahlmann arbeitete von 1966 bis 2000 als Kunstlehrer am Bielefelder Helmholtz-Gymnasium und betätigte sich anschließend als Kunsterzieher.<ref name="NordenhamKunst">Haus Hansing in Acryl und Öl. In: Nordwest-Zeitung. 20. Mai 2008, abgerufen am 20. August 2026.</ref>

Als Maler waren ihm die Frauenbildnisse des amerikanischen Künstlers Willem de Kooning bekannt. Bahlmann schuf einen Zyklus von Frauenakten und gehörte daraufhin zu den Mitbegründern des Action Paintings in Deutschland.

Bekannt wurde Bahlmann als Bildhauer mit Spielobjekten und als Maler mit Parallel-Raster-Bildern, die an die Op-Art angelehnt sind.<ref name="Flyer">Vielfältige Gestaltung 12 Ausstellungen rund um Osnabrück zur Erinnerung an Friedrich Vordemberge-Gildewart (1899–1962). S. [12] (yumpu.com)</ref> Seine Werke befinden sich in wenigen privaten Kunstsammlungen und zum großen Teil im Familienbesitz.

Holzschnitte bilden einen Schwerpunkt in seinem Werk. Seit den 1970er Jahren stellte er quadratische Mehrfarbsiebdrucke her, wie sie typisch für die Kunstrichtung des Konstruktivismus sind. Quadrate, Rechtecke, Kreise und die Grundfarben Rot, Gelb und Blau machen seine geometrischen Drucke aus. Durch Farbspiele und Linienverlauf scheinen sich die Linien und Formen zu bewegen.

Bahlmann lebte seit den 1980er Jahren in Neuenkirchen bei Melle. Auch in Italien hielt er sich für seine künstlerische Arbeit öfter auf.

Ausstellungen[Bearbeiten]

  • Kunsthalle Bielefeld 1968 (Einzelausstellung)
  • Galerie Grohmann 1972 in München (Einzelausstellung)
  • 1. bis 29. September 2013: Erinnern an Vordemberge-Gildewart – Konstruktivismus und Konkrete Kunst – Verein zur Förderung von Kunst und Kultur in Melle e. V. in der Orangerie Gut Ostenwalde<ref name="Flyer" />

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Zyklus dreier Frauenakte von 1968, Private Kunstsammlung in Obervorschütz
  • 2008: Haus Hansing (Acryl- und Ölfarbe)<ref name="NordenhamKunst" />

Literatur[Bearbeiten]

  • Bildende Künstler im Land Nordrhein Westfalen. Band 5: Ostwestfalen-Lippe. Bongers Verlag, Recklinghausen 1968, S. 16–17.
  • Jürgen Tiede: Bahlmann, Kurt. In: Allgemeines Künstlerlexikon – die bildenden Künstler aller Zeiten und Völker. Band 6: Avogaro – Barbieri. Saur, München 1992, ISBN 3-598-22746-9, S. 293–294 (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).
  • Verein der Freunde und Förderer des Kulturwerkes des Bundesverbandes Bildender Künstler Bielefeld e.V. (Hrsg.): Künstlerinnen und Künstler in Ostwestfalen-Lippe. Westfalen-Verlag, Bielefeld 1994, ISBN 3-88918-081-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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