Kurt von Kessel
Kurt Friedrich Otto Albrecht von Kessel (* 3. Juli 1862 in Oberglauche, Kreis Trebnitz, Schlesien; † 11. Mai 1921 in Breslau) war ein preußischer Gutsbesitzer und konservativer Politiker. Er war von 1899 bis 1918 Abgeordneter im preußischen Landtag und 1919/20 Mitglied der verfassungsgebenden Preußischen Landesversammlung für die DNVP.
Leben[Bearbeiten]
Kurt war ein Sohn von Albrecht von Kessel (1832–1895) und dessen Ehefrau Anna geb. von Reinersdorff-Paczenski und Tenczin (1842–1891).
Kessel studierte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin Rechtswissenschaft. 1882 wurde er Mitglied des Corps Saxo-Borussia Heidelberg.<ref>Karl Rügemer (Hrsg.): Kösener Korps-Listen von 1798 bis 1910. Carl Gerber-München, Verlag der Academischen Monatshefte, Starnberg 1910, 120 (Corps)/(Lfd. Nr. dort) 837.</ref> Noch im selben Jahr wurde er aktiver Kavallerieoffizier in der Preußischen Armee. Er schied 1895 als Premierleutnant aus dem Dienst aus und übernahm das väterliche Rittergut Oberglauche im Bezirk Breslau. Von 1899 bis 1918 saß Kessel als Abgeordneter des Wahlkreises Breslau 2 (Militsch, Trebnitz) im Preußischen Abgeordnetenhaus. Er gehörte der Fraktion der Konservativen Partei (Preußen) an. 1919–1921 saß er als Abgeordneter der Deutschnationalen Volkspartei in der Verfassungsgebenden Preußischen Landesversammlung. Beim Kapp-Putsch 1920 setzten ihn Putschisten als Oberpräsidenten für Schlesien ein.
Kessel hatte am 30. September 1891 in Ronowo Theodora von Bethmann-Hollweg (* 1871) geheiratet. Aus der Ehe gingen die Tochter Anna (* 1892) sowie die Söhne Theodor (* 1894), Friedrich von Kessel (1896–1975) und Albrecht von Kessel (1902–1976) hervor. Elisabeth Crodel, geb. von Fiebig war seine Nichte.
Literatur[Bearbeiten]
- Deutsche Adelsgenossenschaft (Hrsg.) / Marcelli Janecki (Red. zug.): Jahrbuch des Deutschen Adels. Zweiter Band, Verlag von W. T. Bruer, Berlin 1898, S. 245–246.
- Hans Friedrich von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler, Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser / A (Uradel vor 1400 nobilitiert). 1960. Band IV, Band 22 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsche Adelsverbände in Gemeinschaft mit dem Deutschen Adelsarchiv, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1960, ISSN 0435-2408, S. 383–386.
- Bernhard Mann: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1867–1918. In: Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der Politischen Parteien. Band 3, Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7, S. 211.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kessel, Kurt von |
| ALTERNATIVNAMEN | Kessel, Kurt Friedrich Otto Albrecht von (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Rittergutsbesitzer und Abgeordneter |
| GEBURTSDATUM | 3. Juli 1862 |
| GEBURTSORT | Oberglauche |
| STERBEDATUM | 11. Mai 1921 |
| STERBEORT | Breslau |
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- Familienmitglied des thüringischen Adelsgeschlechts Kessel
- Landwirt (Deutschland)
- Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses
- Mitglied des Preußischen Landtags (Freistaat Preußen)
- Teilnehmer am Kapp-Putsch
- DNVP-Mitglied
- Oberleutnant (Preußen)
- Person (Schlesien)
- Corpsstudent (19. Jahrhundert)
- Deutscher
- Geboren 1862
- Gestorben 1921
- Mann