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Kurvelesh

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Datei:Nivica (Kurvelesh) – Canyon.jpg
Nivica mit Schluchten, Këndrevica im Hintergrund

Kurvelesh (albanisch auch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Region in Südalbanien. Die Gebirgslandschaft liegt südwestlich von Tepelena zwischen der Vjosa und dem Drino im Osten und der Albanischen Riviera, Küste des Ionischen Meers, im Westen. Im Süden wird die Region durch den Fluss Kardhiq begrenzt. Das Gebiet umfasst etwa eine Fläche von 700 Quadratkilometern und hat eine durchschnittliche Höhe von rund 900 m ü. A.<ref name="fes">Farudin Krutaj: Fjalor enciklopedik shqiptar. Hrsg.: Akademia e Shkencave e RPSSH. Tirana 1985, Kurveleshi, S. 581 f.</ref><ref name="osthefte">Dhimitër Doka, Eqerem Yzeiri: Räumliche Struktur Albaniens. In: Peter Jordan, Karl Kaser, Walter Lukan, Stephanie Schwandner-Sievers, Holm Sundhaussen (Hrsg.): Österreichische Osthefte. Jahrgang 45, Heft 1/2. Peter Lang, 2003, ISSN 0029-9375, S. 15.</ref>

Geographie[Bearbeiten]

Datei:Waterfall in Nivica Canyon, Kurvelesh.jpg
Wasserfall in einer Schlucht bei Nivica

Das Obere Kurvelesh (Kurvelesh i sipërm) wird mehrheitlich vom Fluss Bënça zur Vjosa entwässert, umfasst aber auch noch einige südlich angrenzende Gebiete auf der Nordseite des Tals von Kardhiq sowie im Norden das Tal von Salaria. Das Gebiet ist eine Hochebene, die durch tief eingeschnittene Schluchten zerschnitten wird. Es gibt zahlreiche Wasserfälle und Karstformen wie Höhlen, Dolinen, Quellen und Poljen.<ref name="osthefte" /><ref name="pichler">Robert Pichler: Hirten, Söldner und Wanderarbeiter. Formen der mobilen Ökonomie in den Dörfern des südalbanischen Hochlandes. In: Karl Kaser, Robert Pichler, Stephanie Schwandner-Sievers (Hrsg.): Die weite Welt und das Dorf. Albanische Emigration am Ende des 20. Jahrhunderts. Zur Kunde Südosteuropas. Albanologische Studien, Band 3. Böhlau Verlag, Wien 2002, ISBN 3-205-99413-2, S. 133 ff. (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

„Als Kurvelesh-Plateau wird das stark verkarstete, im ganzen flach nach W geneigte (etwa von 1400–1000 m Höhe) Kalkgebiet südöstlich des Griba-Gebirges bezeichnet. Die höchsten Punkte finden sich im NE, oberhalb der Steilwand zum Talkessel von Luzat (über 1500 m), die Dörfer Progonat und Lekdushaj liegen bei ca. 900 m in einer von tiefen Cañons durchschnittenen Senke. Im W grenzt bei Nivice in ca. 900 m Höhe ein kleines Flyschhügelland an.“

– Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gerald Patzelt: Beiträge zur Geologie des SW-Teils der Volksrepublik Albanien<ref name="Patzelt">Gerald Patzelt: Beiträge zur Geologie des SW-Teils der Volksrepublik Albanien. In: Geologie. Beiheft, Nr. 69. Akademie-Verlag, Berlin 1971, S. 58.</ref>

Die höchsten Berge sind die Maja e Bardhë (1420 m ü. A.) im Südosten, der Mali i Thatë (1568 m ü. A.) im Süden, die Maja e Mureve (1700 m ü. A.) und der Mali i Pleshovicës (1734 m ü. A.) im Westen, die Maja e Këndrevicës (2122 m ü. A.) als Teil des Mali i Griba im Nordwesten, der Mali i Komtirit (1616 m ü. A.) im Norden und die Maja e Dudinës (1430 m ü. A.) im Nordosten. Im Zentrum des Oberen Kurvelesh steht die von der Bënça entwässerte Region südwestlich von Tepelena mit den Dörfern Gusmar, Nivica, Rexhin, Progonat und Lekdush. Diese waren bis 2015 in der eigenständigen Gemeinde Kurvelesh innerhalb des Kreises Tepelena zusammengefasst. Die Gemeinde hatte bei der Volkszählung 2023 noch 499 Einwohner (2011: 705 Einwohner).<ref name="instatgj2023">Elsa Dhuli: Censi i popullsisë dhe banesave në Shqipëri 2023 – Qarke/Bashki / Albania Population and Housing Census 2023 – Prefectures/Municipalities. Gjirokastra. Hrsg.: INSTAT. Tirana 2024, S. 109 ff. (instat.gov.al [PDF; abgerufen am 10. November 2024]).</ref><ref name="instatgj2011" /> Größtes Dorf ist Progonat, Sitz der Gemeinde war in Gusmar. Weiter zählt man noch das entfernte, nördlich von Nivica liegende Dorf Salaria zum Oberen Kurvelesh.<ref name="fes" /> Im südlich anschließenden Kardhiq-Tal befinden sich noch die Dörfer Golem, Kaparjel, Picar und Kolonja, die bis 2015 die eigenständige Gemeinde Picar im Kreis Gjirokastra mit 662 Einwohnern (2023; 2011: 937 Einwohner) bildeten.<ref name="instatgj2023" /><ref name="instatgj2011">Ines Nurja: Censusi i popullsisë dhe banesave / Population and Housing Census – Gjirokastër 2011. Rezultatet Kryesore/Main Results. Hrsg.: INSTAT. Pjesa/Part 1. Adel Print, Tirana 2013 (instat.gov.al [PDF; abgerufen am 14. April 2019]).</ref>

Datei:Kuç village in Municipality Himarë, Albania.jpg
Das Dorf Kuç und Berge des Unteren Kurvelesh

Das Untere Kurvelesh (Kurvelesh i poshtëm) umfasst das Tal am Oberlauf der Shushica und das Tal des Bachs Çorraj, der direkt ins Ionische Meer fließt. Zum Unteren Kurvelesh zählen die Dörfer Kuç, Bolena, Vërnik, Kallarat, Fterra und Çorraj, von denen die ersteren zum Kreis Vlora und die letzten beiden zum Kreis Saranda gehörten.<ref name="fes" />

Wegen der mächtigen Berge rund um die Hochebene und der tiefen Schluchten war das Kurvelesh bis 2020 nur schwer zugänglich.<ref>Kantierët që do të lidhin Tepelenë – Himarë! In: Fondi Shqiptar i Zhvillimit. 17. Juli 2020, abgerufen am 22. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Obere Kurvelesh ist über eine seit 2021 durchgehend asphaltierte Fahrstraße von Tepelena über Bënça aus zu erreichen,<ref>Edi Hado: Rruga Lekdush Bënçë … Kurvelesh auf YouTube, 15. September 2021, abgerufen am 22. November 2021.</ref> der südliche Teil aus dem Kardhiq-Tal auf unasphaltiertem Fahrweg. Kuç im Unteren Kurvelesh ist von Vlora auf asphaltierter Straße durchs Shushica-Tal zu erreichen.<ref>GjergjD: Von Tepelena nach Vlora über die Berge – Aktueller Stand der Strassenbauten in Albanien! In: albanien.ch. 19. Juni 2021, abgerufen am 22. November 2021.</ref> Noch nicht asphaltiert ist die Fahrstraße von Kuç nach Borsh an die Küste über den Dërrasa-Pass zwischen Fterra und Kuç. Oberes und Unteres Kurvelesh waren lange nur durch einen sehr schlechten Fahrweg verbunden, der 2020/21 ebenfalls ausgebaut und asphaltiert wurde.<ref>Drejt përfundimit rruga Kuç-Gusmar. In: Fondi Shqiptar i Zhvillimit. 5. Mai 2021, abgerufen am 22. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die 14 Kilometer lange Straße von Salaria nach Nivica über den 1097 m ü. A. hohen Kresta-Pass an der Ostseite des Berges wurde 2021 ausgebaut und asphaltiert.<ref>Rikonstruksioni i rrugës Salari – Nivicë. In: Fondi Shqiptar i Zhvillimit. 26. Februar 2021, abgerufen am 22. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Në proces asfaltimi Salari – Nivicë. In: Fondi Shqiptar i Zhvillimit. 16. Juni 2021, abgerufen am 22. November 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Dörfer des Oberen Kurvelesh waren schon einige Jahre länger durch eine asphaltierte Straße verbunden.

Geschichte[Bearbeiten]

In Nivica befindet sich ein Kalaja (Burg) genannter Hügel, der auf drei Seiten von steil abfallenden Felswänden umgeben ist. Die Anlage wurde im 3. bis 2. Jahrhundert vor Christus von Illyrern aus Amantia besiedelt. Mindestens zwei Mal, unter Justinian und unter den Osmanen, wurden die Befestigungen erneuert.<ref>Engjëll Serjani: Kalaja e Nivicës në Kurvelesh në vëmendje të arkeologëve britanik. In: Lajm-shqip.com. 7. April 2018, abgerufen am 6. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Heute finden sich nur noch einige Ruinen.

Im Mittelalter gehörte das Kurvelesh noch zu Himara. Der Name leitet sich vom Stamm der Korvesen ab, die hier im Mittelalter lebten, später aber als Arbëresh auswanderten.<ref name="fes" />

Bevölkerung und Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Arbeitstätigkeit der Bewohner in der Region beschränkt sich primär auf Landwirtschaft, insbesondere Viehzucht. Traditionell waren auch Fernweidewirtschaft gebräuchlich. Viele Bewohner waren im Osmanischen Reich als Wanderarbeiter unterwegs.<ref name="pichler" />

Die Bewohner des Kurvelesh sind abgesehen von einem Teil der Bevölkerung des Dorfs Çorraj alle muslimisch.<ref name="pichler" />

Literatur[Bearbeiten]

  • Herbert Louis: Albanien – eine Landeskunde vornehmlich auf grund eigener Reisen. Verlag von J. Engelhorns Nachfolgern in Stuttgart, Berlin 1927, Das Kurveleshplareau-Gribagebirge, S. 93–95.
  • Gerald Patzelt: Beiträge zur Geologie des SW-Teils der Volksrepublik Albanien. In: Geologie. Beiheft, Nr. 69. Akademie-Verlag, Berlin 1971.
  • Emin Riza: Banesa popullore në Kurveleshin e Sipërm. In: Instituti i Monumenteve të Kulturës (Hrsg.): monumentet. Nr. 9. Tirana 1975, S. 141–159 (mit französischer Zusammenfassung).
  • Christoph Baumann: Die albanische „Transformationsregion“ Gjirokastra – Strukturwandel im 20. Jahrhundert, räumliche Trends und Handlungsmuster im ruralen Raum. In: Institut für Geographie an der Universität Bamberg (Hrsg.): Bamberger Geographische Schriften. Heft 28. Selbstverlag, 2008, ISSN 0344-6557.
  • Nasip Meçaj, Xhemil Çelaj, Fatmir Toçi: Enciklopedi e Kurveleshit. Toena, Tirana 2009, ISBN 99943-1-496-3.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Kurvelesh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Koordinaten: 40° 14′ 0″ N, 19° 52′ 0″ O

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