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LAW 80

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
LAW80
LAW80-US Army Test 1983.jpg
Allgemeine Information
Militärische Bezeichnung LAW80, L1A1 94mm HEAT Rocket System
Einsatzland Vereinigtes Königreich u. a.
Entwickler/Hersteller Hunting Engineering
Entwicklungsjahr 1977
Produktionszeit 1987 bis 1993
Waffenkategorie Rückstoßfreie Panzerabwehrhandwaffe
Ausstattung
Gesamtlänge 1000–1500 mm
Lauflänge 1000–1500 mm
Technische Daten
Kaliber 94 mm
Munitionszufuhr Einweg-Waffe
Feuerarten Einzelfeuer
Visier Reflexvisier
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Bei der LAW 80 handelt es sich um eine im Vereinigten Königreich hergestellte rückstoßfreie Panzerabwehrhandwaffe mit Kaliber 94 mm, zur Bekämpfung von Panzerfahrzeugen auf kurze Distanzen.

Geschichte[Bearbeiten]

1971 beantragte die British Army einen Nachfolger für die bis dahin genutzten Panzerabwehrhandwaffen Carl Gustaf (Schweden) und LAW 72 A1 (USA). Es sollte sich weiterhin um eine einfach zu handhabende und leichte Waffe handeln. Die Durchschlagsleistung sollte jedoch höher sein.

Im Oktober 1977 wurde begonnen, die neue Waffe bei Hunting Engineering Ltd. als UK LAW (United Kingdom Light Antitank Weapon) zu entwickeln. Ab Oktober 1986 begann die Serienfertigung und die Waffe wurde 1987 bei der British Army als LAW 80 eingeführt. Bis zum Produktionsende im Jahr 1993 wurden über 135000 Waffen hergestellt. Der Preis für eine LAW 80 bertrug 1156 bis 3505 US-Dollar.<ref name="forecast">LAW-80. (PDF) In: forecastinternational.com. Forecast International, abgerufen am 7. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Damit betrugen die Kosten rund 12 % einer Panzerabwehrlenkwaffe vom Typ MILAN.

Ab 2007 wurde bei den Streitkräften des Vereinigten Königreichs die LAW 80 durch die NLAW ersetzt.

Technik[Bearbeiten]

Die LAW 80 ist eine Einweg-Panzerabwehrhandwaffe für den Einsatz gegen Panzerfahrzeuge und Feldbefestigungen. Die Waffe besteht aus einem 1 m langen Teleskoprohr aus GFK. Nach dem Abnehmen der Schutzkappen an den Rohrenden werden die Teilröhren auseinandergezogen. Die nun feuerbereite Waffe hat jetzt eine Länge von 1,5 m. Nun kann der Schütze über die Einschießwaffe mit fünf Schuss 9-mm-Leuchtspurmunition prüfen, ob er richtig abgesehen hat. Dann feuert er die Rakete mit Kaliber 94 mm ab. Diese besteht aus einem Feststoffraketentriebwerk mit vier Stabilisierungsflügeln sowie einer Hohlladung. Der Aufschlagzünder soll bis zu einem Auftreffwinkel von 10° auslösen. Wird die Rakete nicht abgefeuert, können die Teilröhren wieder ineinandergeschoben werden, um die Waffe zu transportieren. Ein Nachladen ist nicht möglich. Das leergeschossene Abschussrohr wird nach Gebrauch weggeworfen.

Technische Daten[Bearbeiten]

Kaliber 94 mm
v0 282 m/s
Länge
beim Transport 1000 mm
feuerbereit 1500 mm
Masse
komplett 8,8 kg
Rakete 4,2 kg
Effektive Schussdistanz 300 m
Max. Schussdistanz 500 m
Durchschlagsleistung 600–700 mm Panzerstahl

Nutzerstaaten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Günter Wollert, Reiner Lidschun, Wilfried Kopenhagen: Schützenwaffen. (1945–1985). In: Illustrierte Enzyklopädie der Schützenwaffen aus aller Welt. 5. Auflage. Band 1+2. Brandenburgisches Verlagshaus, Berlin 1988, ISBN 3-89488-057-0, Waffen, S. 248–249.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: LAW 80 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />