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LINPACK

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LINPACK bezeichnete zunächst nur eine numerische Programmbibliothek zum Lösen von linearen Gleichungssystemen. Später wurde der Name auch für ein Programm zum Messen der Geschwindigkeit eines Computers verwendet. In der Urfassung dieses Messprogramms wird fast die gesamte Arbeit in zwei Unterprogrammen aus der genannten Programmbibliothek erledigt.

Hintergrund[Bearbeiten]

LINPACK, das für Linear System Package steht, wurde 1979 von Jack Dongarra, Cleve Moler, Gilbert W. Stewart für Fortran verfasst. Das Messprogramm LINPACK wird zur Leistungsmessung von Supercomputern eingesetzt, da bei den dort häufig implementierten impliziten Lösungsverfahren das Lösen von linearen Gleichungssystemen eine entscheidende Rolle spielt. Das Ergebnis wird in Gleitkommaoperationen pro Sekunde (FLOPS) angegeben und in der TOP500-Liste der schnellsten Supercomputer veröffentlicht. Es gibt von LINPACK auch Versionen für die Programmiersprachen C, C++, Pascal, Java und anderen.

Mittlerweile gilt der LINPACK-Benchmark als überholt, als Nachfolger gilt LAPACK, das vor allem für Shared-Memory- und Vektor-Supercomputer geeignet ist und auf diesen auch performanter läuft.<ref name="linpack techchannel s3">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Aufbau des Benchmarkes[Bearbeiten]

Der Benchmark ist in drei Untertest aufgeteilt.

Fortran n = 100 Benchmark[Bearbeiten]

Der erste Benchmark besteht darin, eine voll besetzte 100x100 Matrix zu faktorisieren und ein Gleichungssystem durch Zerlegung zu lösen.

Die Grundregeln für die Ausführung dieses Benchmarks sind, dass keine Änderungen am Fortran-Code vorgenommen werden dürfen, es dürfen auch keine Kommentare verändert oder entfernt werden. Nur die Compileroptimierung kann zur Leistungssteigerung eingesetzt werden.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Linpack n = 1000 Benchmark[Bearbeiten]

Dieser Test ist dem ersten recht ähnlich, mit dem Unterschied, dass hier eine 1000x1000 Matrix zu lösen ist, sowohl der Lösungsalgorithmus als auch die Programmiersprache können allerdings frei gewählt werden.

Die einzige Bedingung besteht darin, dass das Ergebnis eine bestimmte Genauigkeit aufweisen muss, um mit anderen vergleichbar zu sein.<ref name="linpack techchannel s3" />

Linpack’s Highly Parallel Computing Benchmark[Bearbeiten]

Bei diesem Benchmark kann neben dem Algorithmus und der Sprache auch die Größe der Matrix gewählt werden. Allerdings besteht auch hier wieder die Bedingung, dass das Ergebnis eine gewisse Genauigkeit ausweisen muss.<ref name="linpack techchannel s3" />

Kritik[Bearbeiten]

Der Benchmark bewertet Systeme nur im Bezug auf deren Rechengeschwindigkeit beim Lösen linearer Gleichungssysteme. Die Problemstellung, die der LINPACK-Benchmark zu lösen versucht, stellt allerdings eine untypische Anwendung dar, da hier voll besetzte Gleichungssysteme zur Anwendung kommen. Dabei liegt die Anzahl der benötigten Operationen mit N Unbekannten und N Gleichungen in der Größenordnung von <math>N^{3}</math>.

Außerdem wird kritisiert, dass der LINPACK-Benchmark zwar die Leistung misst, nicht aber die Effizienz des Supercomputers berücksichtigt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

LINPACK-Benchmarkergebnisse (Stand November 2018)[Bearbeiten]

Vorlage:Tabellenstile

Ausgewählte LINPACK-Benchmarks
Computer Beschreibung Position
TOP500<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
LINPACK
Rmax in TeraFLOPS
Summit Oak Ridge National Laboratory, Oak Ridge, USA 1. ca. 143.500,0
Sierra Lawrence Livermore National Laboratory, USA 2. ca. 94.640,0
Sunway TaihuLight National Supercomputing Center, Wuxi China 3. ca. 93.014,6
Tianhe-2 National Super Computer Center, Guangzhou

China

4. ca. 61.444,5
Piz Daint Swiss National Supercomputing Centre, Schweiz 5. ca. 21.230,0
Trinity Vereinigte Staaten von Amerika 6. ca. 20.158,7
AI Bridging Cloud Infrastructure National Institute of Advanced Industrial Science and Technology, Japan 7. ca. 19.880,0
SuperMUC-NG Leibniz-Rechenzentrum, Deutschland 8. ca. 19.476,6
Titan (Computer) Oak Ridge National Laboratory, USA 9. ca. 17.590,0
Sequoia 10. ca. 17.173,2
CPU Beschreibung LINPACK
Rmax in GigaFLOPS
2 × AMD Opteron 6274, 2,2 GHz Server im Jahr 2012 (64 Bit) – ca. 204,9 <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackVorlage:Webarchiv/archiv-botSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden., erstellt am 24.4.2012 mit ACML (the AMD Core Math Library) und Open64 Compiler unter Suse Linux</ref>
2 × Intel Xeon DP X5680, 3,33 GHz Workstation im Jahr 2010 (64 Bit) – ca. 94,8 <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref>
Intel Core i7, 3,20 GHz, 4 Kerne Standard-PC im Jahr 2009 (64 Bit) – ca. 33,0 <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackVorlage:Webarchiv/archiv-botSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden., getestet mit nur ca. 1,6 GB Speichernutzung</ref>
Intel Core 2 Quad, 2,66 GHz Standard-PC im Jahr 2007 (64 Bit) – ca. 23,5 <ref name="tecchannel"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref>
Intel Core 2 Duo, 2,66 GHz Standard-PC im Jahr 2007 (64 Bit) – ca. 12,5 <ref name="tecchannel" />
AMD Athlon 64 X2 6000+, 3,00 GHz Standard-PC im Jahr 2007 (64 Bit) – ca. 8,4 <ref name="tecchannel" />
Intel Itanium 2, 1,6 GHz Workstation (64 Bit) – ca. 6,4 <ref name="IBM Cell">Cell Broadband Engine Architecture and its first implementation</ref>
Intel Pentium 4, 3,2 GHz Standard-PC im Jahr 2003 – ca. 3,1 <ref name="IBM Cell" />
Intel Pentium II, 450 MHz Standard-PC im Jahr 1999 – ca. 0,4
Raspberry Pi, 700 MHz Educational Board – ca. 0,01625
Intel 386DX, 33 MHz Standard-PC im Jahr 1989 – ca. 0,008

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />