La Rabbia
| Produktionsland | Italien |
|---|---|
| Originalsprache | Italienisch |
| Erscheinungsjahr | 1963 |
| Länge | 53 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Pier Paolo Pasolini |
| Drehbuch | Pier Paolo Pasolini |
| Produktion | Gastone Ferrante |
| Schnitt | Nino Baragli |
| Besetzung | |
| |
La Rabbia (in Fernsehaufführung auch La Rabbia – Der Zorn) ist ein Kompilations-Dokumentarfilm von Pier Paolo Pasolini aus dem Jahr 1963. Es ist ein aus 90.000 Metern Wochenschau-Material kompilierter Filmessay Pasolinis, der die gezeigten Bilder mit einem unterlegten Kommentar hinterfragt. Den von Pasolini verfassten Text sprechen der Schriftsteller Giorgio Bassani und der Maler Renato Guttuso.
Inhalt[Bearbeiten]
Der Film reiht Filmaufnahmen und Pressephotos politischer und gesellschaftlicher Ereignisse der 1950er und frühen 1960er Jahre aneinander, darunter von der Krönung Elisabeth II., vom Aufstand des 17. Juni, vom Ungarischen Volksaufstand, aus dem Algerienkrieg, von der Sueskrise, der Wahl des Papstes Johannes XXIII., vom Tode Marilyn Monroes, von Atombombentests und vom ersten bemannten Raumflug des russischen Kosmonauten Gagarin sowie von Auftritten Ava Gardners und Sophia Lorens. Zusätzlich werden auch Werke moderner Kunst von Jean Fautrier, George Grosz, Ben Shahn und Renato Guttuso eingeschnitten.
Der Kommentar Pasolinis bezieht Stellung gegen eine Anpassung an die als irrational und chaotisch wahrgenommenen weltpolitischen Gegebenheiten und gegen die verbreitete Ablehnung, den Hass „auf alles, was anders ist, auf alles, was ausserhalb der Norm liegt, und demzufolge die bürgerliche Ordnung stört.“<ref>Pasolini in einem Expose zu La rabbia, zitiert nach: Pier Paolo Pasolini. Reihe Film 12. Dritte, wesentlich erweiterte Auflage. Hanser, München 1985, S. 124</ref>
Wirkung[Bearbeiten]
Der Produzent des Films versuchte die Aussagen Pasolinis durch Kürzung und Anfügung eines zweiten Teils abzumildern, für den er den „Don Camillo und Peppone“-Autor Giovanni Guareschi verpflichtete. Pasolini distanzierte sich von dieser Fassung und wurde von linksintellektuellem Protest in Italien, insbesondere seines Freundes Alberto Moravia, unterstützt, der dem zweiten Teil faschistische Tendenzen unterstellte. Der Produzent nahm den Film selbst nach wenigen Tagen aus dem Verleih.<ref>La rabbia bei der Viennale 2008</ref>
Der Kunstkritiker Aldo Bertini sah in dem Film „einen Akt der Entrüstung gegen die Irrealität der bürgerlichen Welt … um zu dokumentieren, dass es eine Welt gibt, die in ihrem Inneren im Besitz der Wirklichkeit ist.“<ref>A. Bertini: Teoria e tecnica del film in Pasolini. Rom 1979, S. 147</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Vorlage:IMDb/1
- La Rabbia im Lexikon des internationalen Films
- La Rabbia – Der Zorn, dvdbiblog
- La rabbia di Pasolini, cinemafrica.org (italienisch)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang Accattone – Wer nie sein Brot mit Tränen aß | Mamma Roma | Der Weichkäse | La Rabbia | Gastmahl der Liebe | Ortsbesichtigungen in Palästina | Das 1. Evangelium – Matthäus | Große Vögel, kleine Vögel | Die Erde vom Mond aus gesehen | Edipo Re – Bett der Gewalt | Was sind die Wolken? | Notizen für einen Film über Indien | Teorema – Geometrie der Liebe | Die Geschichte einer Papierblume | Der Schweinestall | Medea | Notizen zu einer afrikanischen Orestie | Decameron | Pasolinis tolldreiste Geschichten | Erotische Geschichten aus 1001 Nacht | Die Mauern von Sana’a | Die 120 Tage von Sodom Vorlage:Klappleiste/Ende