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Labeobarbus polylepis

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Labeobarbus polylepis
Systematik
ohne Rang: Otophysa
Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
Unterordnung: Karpfenfischähnliche (Cyprinoidei)
Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Gattung: Labeobarbus
Art: Labeobarbus polylepis
Wissenschaftlicher Name
Labeobarbus polylepis
(Boulenger, 1907)
Datei:PZSL1907Page308.png
Boulengers Beschreibung der Art L. polylepis

Labeobarbus polylepis, engl. Smallscale Yellowfish, auf Afrikaans auch Kleinskub-Geelvis, zu deutsch „kleinschuppiger Gelbfisch“, ist eine Karpfenfischart, die endemisch nur in Südafrika vorkommt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Fischart wird bis 58 Zentimeter lang und bis zu sechs Kilogramm schwer.<ref name="fishbase">Labeobarbus polylepis auf Fishbase.org (englisch)</ref> Das bislang schwerste mit der Angel gefangene Individuum wog 6,18 Kilogramm und stammte aus dem Crocodile River an der Grenze zum Kruger-Nationalpark.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.fishing-worldrecords.comFishing Records - Labeobarbus polylepis (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref> Weibchen erreichen größere Körperlängen als Männchen.<ref name="fishbase"/> Das Maul ist unterständig, an jeder Seite befinden sich zwei Barteln.<ref>Barbus polylepis Boulenge In: Proceedings of the Zoological Society of London 1907, Ausgabe 2, S. 308 (Online)</ref>

Lebensweise[Bearbeiten]

Labeobarbus polylepis ernährt sich hauptsächlich in den Wintermonaten von Algen, das ganze Jahr über von Muscheln, Schnecken, Kleintieren, Krebsen und kleinen Fischen. Die genauen Ernährungsgewohnheiten sind noch wenig erforscht.<ref name="Andrew Husted"/> Die Laichzeit findet vom Frühjahr bis Sommer statt. Weibchen werden ab einer Länge von 30 Zentimetern geschlechtsreif, Männchen ab 17 Zentimetern.<ref name="fishbase"/>

Vorkommen[Bearbeiten]

Labeobarbus polylepis tritt in kalten Fließgewässern mit steinigem Grund<ref name=" IUCN Red List"/> wie dem Oberlauf des Limpopo, dem Incomati und dem Pongolo in Südafrika, Eswatini und Mosambik auf. Die Spezies bevorzugt kühles, sauerstoffreiches Wasser und lebt in Bergflüssen oberhalb von 600 Metern Höhe. Labeobarbus polylepis lebt in tiefen Pools, Staubecken oder Fließwasserstrecken von nicht-periodischen Flüssen und Bächen mit permanenten Wasserfluss.<ref name="fishbase"/>

Wirtschaftliche Bedeutung[Bearbeiten]

Labeobarbus polylepis ist ein Speisefisch und Sportfisch für Fliegenfischer.<ref name="fishbase"/>

Gefährdungssituation[Bearbeiten]

Die Gefährdungssituation ist bei geographisch isolierten Populationen unterschiedlich.<ref name="IUCN Red List">[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2012.1. Eingestellt von: J. Engelbrecht, R. Bills, J. Cambray, 2007. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> Anglerische Besatzmaßnahmen haben zu einer Vermischung und Homogenisierung dieser vormals geographisch voneinander getrennten Populationen geführt. Die Folge war eine Hybridisierung mit anderen Labeobarbus-Arten, wie zum Beispiel Labeobarbus aeneus, welche auch in Aquakulturen gehalten wird. In einigen Flüssen wie dem Mpumalanga ist die Kiemennetzfischerei eine große Bedrohung für den Bestand.<ref name="IUCN Red List"/> Naturschützer fordern den Bau von Fischtreppen beim Bau von Staudämmen. Teilweise dezimieren auch eingeschleppte Arten wie Regenbogenforellen als Laichräuber den Bestand von Labeobarbus polylepis.<ref name=" IUCN Red List"/>

Das aktuelle Vorkommen der langlebigen Art Labeobarbus polylepis wird als Indikator für das ökologische Gleichgewicht bestimmter südafrikanischer Flüsse genutzt und eignet sich sehr gut für Langzeitstudien.<ref name="Andrew Husted">Andrew Husted: Aspects of the biology of the bushveld smallscale yellowfish (Labeobarbus polylepis): feeding biology and metal bioaccumulation in five populations. (@1@2Vorlage:Toter Link/ujdigispace.uj.ac.zaOnline (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.))</ref> Untersucht wurde beispielsweise die Schwermetallakkumulation im Gewebe von Labeobarbus polylepis im Zusammenhang mit seinen spezifischen Ernährungsgewohnheiten in den Flüssen Phongola, Assegaai, Elands und Komati.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Gordon O’Brien: Aspects of the Ecology and Population Management of the Bushveld Smallscale Yellowfish (Labeobarbus polylepis). (Online; PDF; 2,2 MB)
  • P.F.S. Mulder, D. Engelbrecht, J.S. Engelbrecht und F Roux: Biochemical genetic variation between four populations of Labeobarbus polylepis from three river systems in South Africa. In: African Journal of Aquatic Science, Volume 29, Issue 1, 2004. doi:10.2989/16085910409503797
  • Francois Roux: Reproduction strategy of the smallscale yellowfish (labeobarbus polylepis) and breeding behaviour in the Blyde and Spekboom Rivers. University of Johannesburg (Online)

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />