Lake (Band)
| Lake | |
|---|---|
| Allgemeine Informationen | |
| Genre(s) | Rock |
| Aktive Jahre | 1973–1988; ab 2003 |
| Gründungsmitglieder | |
Gesang |
Ian Cussick |
Gitarre |
Oreste „Lilio“ Malagia |
Bass |
Martin Tiefensee (bis 1980) |
Keyboard |
Detlef Petersen (bis 1980) |
Keyboard |
Geoffrey Peacey (bis 1980) |
Schlagzeug |
Fritz „Freddy“ Graack (bis 1975) |
Trompete |
Bernard „Benny“ Whelan |
Saxophon |
Gerd Beliaeff |
| Aktuelle Besetzung | |
Keyboard |
Detlef Petersen (ab 2019)<ref>LAKE – offizielle Website der Band LAKE. Abgerufen am 30. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> |
Keyboard |
Geoffrey Peacey (ab 2019) |
Gitarre |
Alex Conti (ab 2003) |
Bass |
Martin Tiefensee (ab 2019) |
Gesang |
Ian Cussick (ab 2012) |
Gesang |
Rob Reynolds (ab 2019) |
Schlagzeug |
David Kemper (ab 2020) |
| Ehemalige Mitglieder | |
Bass |
Heiko Effertz (1980–1981) |
Keyboard |
Frank Hieber (1980–1982)<ref>Offizielle Website von Frank Oberpichler. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Januar 2021; abgerufen am 11. Februar 2021.</ref> |
Schlagzeug |
Dieter Ahrendt (1975–1986) |
Gitarre |
Erlend Krauser (1981–1986) |
Bass |
Josef „Joschi“ Kappl (1981–1986) |
Schlagzeug |
Udo Dahmen (1986–1988) |
Keyboard |
Thomas Bauer (1986–1988) |
Bass |
Benjamin Hüllenkremer (1986–1988) |
Gitarre |
Achim Oppermann (1980–1988) |
Gitarre |
Bernd Gärtig (1986–1988, † 1994)<ref>Rudolf Rock und die Schocker – Rudolf Rock 1977 – On Tour mit Jerry Lee Lewis – Musikhalle Hamburg. In: rudolfrock.com. Abgerufen am 15. Mai 2025.</ref> |
Gesang |
James Hopkins-Harrison (1974–1988, † 1991) |
Keyboard |
George Kochbek (2003–2004) |
Keyboard |
Adrian Askew (2004–2008) |
Bass |
Michael „Bexi“ Becker (2003–2009) |
Gesang |
Mike Starrs (2003–2009) |
Keyboard |
Ingo Bischof (2008–2009, † 2019) |
Gesang |
Chris Thornton Jr. (2009–2011) |
Gesang |
Lloyd Anderson (2011–2013) |
Bass |
Holger Trull (2009–2019) |
Keyboard |
Jens Skwirblies (2009–2019) |
Schlagzeug |
Mickie Stickdorn (2003–2019) |
Lake ist eine 1973 erstmals gegründete deutsch-britische Rockband, die in den 1970er Jahren ihre größten Erfolge verbuchen konnte.
Bandgeschichte[Bearbeiten]
1973 bis 1979[Bearbeiten]
Die Band gründete sich aus der Band Tornados heraus. Gründungsmitglieder waren unter anderem Oreste „Lilio“ Malagia, Fritz „Freddy“ Graack, Martin Tiefensee, Gerd Beliaeff und Geoffrey Peacey. 1973 kam der schottische Bassist und Sänger Ian Cussick hinzu und die Band formierte sich neu unter dem Namen Lake.<ref>Die Lake Biografie. In: Members Tripod. Abgerufen am 9. März 2026.</ref><ref>Lake-Biografie. In: Chartsurfer. Abgerufen am 9. März 2026.</ref> Nach Ausscheiden von Cussick im Jahr 1974 wurde James Hopkins-Harrison Leadsänger der Band. Mitte der 1970er Jahre formierte sich die klassische Besetzung der Band mit Detlef Petersen (Keyboard), Martin Tiefensee (Bass), Geoffrey Peacey (Keyboard), Alex Conti (Gitarre), Dieter Ahrendt (Schlagzeug) und Sänger James Hopkins-Harrison.
In dieser Konstellation entstanden die drei Alben Lake (1976), Lake II (1978) und Paradise Island (1979), die als Kernwerke der Band gelten.<ref name="jazzrocksoul">Artists and Albums of the ’70s and ’80s – Lake. In: Jazz, Rock, Soul. 29. Januar 2021, abgerufen am 9. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Stücke dieser Alben wurden überwiegend von Petersen komponiert und produziert, während James Hopkins-Harrison die Texte beisteuerte.<ref name="jazzrocksoul" /><ref>Lake – Paradise Island. In: Discogs. 1979, abgerufen am 23. März 2026.</ref><ref>Lake – Lake II (1978). In: Jazz, Rock, Soul. 18. Januar 2018, abgerufen am 23. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die drei Alben wurden auf dem Label CBS veröffentlicht.<ref name="classicrock-weiland">Thomas Weiland: Vier gewinnt. Lake. In: Classic Rock. 6/2026, S. 63–64.</ref> Markenkennzeichen der Band waren die Orientierung am West Coast Rock, mehrstimmiger Chorgesang und dichte Harmonien, wie sie damals zum Beispiel von Steely Dan geprägt worden waren. Als bezeichnendes Beispiel sei der Titel Red Lake aus dem Album Lake II genannt, zu dem sogar Carl Wilson von den Beach Boys als Background-Sänger gewonnen werden konnte. Aufgenommen wurde der Titel in den Caribou Ranch Studios von James William Guercio, dem Produzenten von Chicago und Blood, Sweat & Tears, der in den 1970ern zeitweise auch der US-Manager der Band gewesen war.<ref name="rnd" />
Neben einer Platzierung in den Billboard Hot 100 erhielten Lake für das Debütalbum Lake im April 1977 den Deutschen Schallplattenpreis. Zu dieser Zeit wurde Lake auch in den USA bekannt und ging 1977 dort auf Tour. Dabei spielte die Band auch auf amerikanischen Festivals, unter anderem mit Neil Young, sowie auf Touren mit Blue Öyster Cult und Black Oak Arkansas. In Europa spielte die Band beispielsweise mit Genesis, Santana, Eric Clapton, Chicago, den Sutherland Brothers und Wishbone Ash.<ref name="goodtimes" details="S. 40">Uli Twelker: Lake: Die Stammbesetzung steht – und brennt!. In: GoodTimes. 3/2026.</ref> Ebenfalls trat die Band im Vorprogramm von Lynyrd Skynyrd auf. Zwischen gemeinsamen Konzertterminen kam es zu einem Flugzeugabsturz, bei dem mehrere Mitglieder von Lynyrd Skynyrd ums Leben kamen. Lake entging diesem Absturz, weil die Band kurzfristig einen Radiotermin in Atlanta wahrgenommen hatte. Die gemeinsam geplante Tour, bei der Lake die Konzerte für Lynyrd Skynyrd eröffnen sollte, fand damit nicht statt.<ref>1976 – SWR1 Meilensteine: Lake – „Lake“. In: SWR. 12. September 2022, abgerufen am 9. März 2026.</ref><ref name="rnd">Matthias Halbig: Die Rock-Survivors von 1977 machen wieder Sonnensongs. In: RND.de. (rnd.de [abgerufen am 10. Juni 2026]).</ref><ref name="ndr">Isabelle Breitbach: 1977 saßen sie fast im Todesflieger von Lynyrd Skynyrd: Rockband aus SH feiert Comeback. In: Norddeutscher Rundfunk. 22. Juni 2026, abgerufen am 23. Juli 2026.</ref>
Das zweite Album Lake II wurde in den Rockfield Studios in Wales aufgenommen.<ref name="rocktimes">Markus Kerren: Lake / Lake & Lake II – Original Vinyl. In: RockTimes. 21. Mai 2019, abgerufen am 19. Mai 2026.</ref> Das Album schaffte es auf Platz 27 in den deutschen LP-Charts.<ref>Lake. In: Music Charts Archive. 22. Dezember 2022, abgerufen am 23. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
1978, im Jahr des Erscheinens von Lake II, stand die Band beim Picnic at Blackbushe mit rund 250.000 Besuchern als einer der Acts neben Bob Dylan und Eric Clapton auf der Bühne.<ref name="ndr" /> Während die Band auch andere Auftritte in Großbritannien hatte, verhinderte dort der Aufschwung von Punk und New Wave weitere Erfolge.<ref name="classicrock-weiland" />
Nach dem dritten Album verließen Petersen, Peacey und Tiefensee die Band.<ref name="rnd" />
1980 bis 2019[Bearbeiten]
Das vierte Album Ouch!, erschienen 1980, erreichte Platz 46 der deutschen Album-Charts. In den 1980er Jahren gelang es der Band nach vielen Veränderungen der Formation und persönlichen Problemen nicht mehr, an die Erfolge der 1970er Jahre anzuknüpfen.<ref name="ndr" /> 1988 löste sie sich auf, Leadsänger James Hopkins-Harrison starb 1991 an einer Überdosis Heroin.
2003 feierten Lake in neuer Besetzung ihr Comeback mit einer Deutschlandtour und veröffentlichten das Album The Blast of Silence. Der Mitschnitt eines Auftritts der Gruppe in der Hamburger Fabrik erschien 2006 als DVD. Im Jahre 2007 gaben Lake zehn Konzerte in Deutschland.
In den USA hat sich eine Band gegründet, die auch den Namen Lake trägt. Seitdem die Musiker feststellten, dass es bereits die deutschen Lake gibt, schreiben sie ihren Namen L.A.K.E. (entsprechend den Initialen der Vornamen der Musiker). Ihre vorherigen, in den Jahren 2008 und 2009 in Deutschland veröffentlichten Alben tragen jedoch den alten Schriftzug.
2010 begleiteten Lake die US-Band Lynyrd Skynyrd als Vorgruppe auf deren God & Guns Tour in Deutschland.
2012 erschien das Album Freedom. Aufgrund von rechtlichen Auseinandersetzungen mit dem ehemaligen Sänger Lloyd Anderson musste es jedoch wieder vom Markt genommen werden.
Im Februar 2014 erschien das Album Wings of Freedom (Gesang Ian Cussick), das mit einer vierwöchigen Deutschlandtour promotet wurde.
Am 12. September 2014 erschien das Live-Touralbum von Lake, Live – Wings of Freedom Tour Spring 2014, als Limited Edition. Es ist erst das zweite offizielle Livealbum ihrer Karriere seit 1982 und beinhaltet sowohl die alten Klassiker als auch Titel vom Studioalbum Wings of Freedom.
Im Juli 2019 verkündete der Keyboarder Jens Skwirblies seinen Ausstieg aus der Band zum Ende des Jahres.<ref>Facebook. Abgerufen am 19. März 2024.</ref> Im Dezember 2019 fanden dann die letzten Konzerte von Lake statt.<ref>Tour Dates / News. Lake Music, abgerufen am 19. März 2024.</ref>
Ab 2020[Bearbeiten]
Bereits 2018 hatte Conti Petersen den Vorschlag eines Neubeginns gemacht, mit möglichst vielen ursprünglichen Mitgliedern. Ab November 2019 nahm die Band im Tonstudio von Petersen ein neues Album auf. Die Besetzung bestand aus Petersen (Keyboard) und Conti (Gitarre) sowie Organist Geoffrey Peacey, Bassist Martin Tiefensee und Sänger Rob Reynolds; als Schlagzeuger war zunächst David Kemper vorgesehen. Ebenfalls kehrte Sänger Ian Cussick zurück, der gemeinsam mit Reynolds Leadsänger ist. Die Schlagzeugaufnahmen entstanden mit Kenny Aronoff.<ref name="alexconti">Old School LAKE – back in the shake! In: alexconti.de. 11. Dezember 2020, abgerufen am 19. März 2024.</ref><ref name="rnd" /> Auf drei Stücken spielte Jan Schnoor Schlagzeug, der ebenfalls als Live-Drummer zur Band stieß.<ref name="goodtimes" details="S. 40" />
Damit war bis auf den verstorbenen Hopkins-Harrison und Schlagzeuger Ahrendt die Besetzung aus den 1970er Jahren wieder vereint. Auch stilistisch wurde versucht, mit dem Album wieder stärker an die ersten drei Alben anzuknüpfen.<ref name="eclipsed">Walter Sehrer: Lake. Dritter Frühling. In: Eclipsed. Nr. 7–8/2026, 2026, S. 58–59.</ref>
Das Album Four, produziert und komponiert von Petersen, erschien am 5. Juni 2026.<ref>Biografie. In: Lake-Band. Abgerufen am 9. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Singleauskopplungen waren Boy On a Mission und Wish I Was A Sailor. Der Stil wird als Yachtrock beschrieben, wobei laut Matthias Halbig in Redaktionsnetzwerk Deutschland und Uli Twelker in GoodTimes die Gitarrensoli und Gesangsharmonien hervorstechen. Ebenfalls beinhaltet das Album mehrere Stücke im Stil von Balladen.<ref name="goodtimes" details="S. 82" /> Martin Buchenberger bezeichnete das Album im Magazin Classic Rock als gelungenes Comeback.<ref>Martin Buchenberger: Lake – Four. In: Classic Rock. 6/2026.</ref> Rolling Stone schrieb in einer Rezension, Four mache „den Spagat zwischen nostalgischer Wärme und erstaunlicher Frische. Opas Jukebox, doch nicht nur Seventies-Fans kommen auf ihre Kosten.“<ref name="rollingstone">Ralf Niemczyk: Lake – Four: Yachtrock mit echtem Seegang. In: Rolling Stone. 9. Juni 2026, abgerufen am 23. Juli 2026.</ref> Das Cover wurde in Anlehnung an die früheren Alben mit einem Kreismotiv versehen, das Design stammt erneut von der Grafikdesignerin Paula Scher.<ref name="classicrock-weiland" /><ref name="rnd" /> Four erreichte nach seinem Erscheinen im Juni 2026 Platz 49 der deutschen Album-Charts, was die erste Chartplatzierung der Gruppe seit über 40 Jahren bedeutete.
Diskografie[Bearbeiten]
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Studioalben[Bearbeiten]
- 1976: Lake
- 1978: Lake II
- 1979: Paradise Island
- 1980: Ouch!
- 1981: Hot Day
- 1984: No Time for Heroes
- 1985: Voices
- 1986: So What
- 2005: The Blast of Silence
- 2012: Freedom (vom Markt genommen)
- 2014: Wings of Freedom
- 2015: Wings of Freedom Vinyl-LP (Limited Edition)
- 2026: Four
Livealben / Kompilationen[Bearbeiten]
- 1977: Live (Sonderpressung der CBS)
- 1982: Lake Live … On the Run
- 1990: Greatest Hits
- 1997: Definitive Collection
- 2004: Paradise Way – The Very Best of Lake
- 2007: Live (DVD)
- 2014: Live – Wings of Freedom Tour Spring 2014 (Limited Edition)
Singles[Bearbeiten]
- 1973: King of Rock ’n’ Roll Party / She’s Alright (Polydor-2041 416)
- 1973: Come Down / We’re Gonna Rock (Polydor-2041 468)
- 1974: Sailor / Freedom Dreamer (Polydor-2041 557)
- 1976: On the Run / Time Bomb (CBS 4865)
- 1977: Jesus Came Down / Chasing Colours (CBS S5557)
- 1977: Do I Love You / Key to the Rhyme (CBS S 5015)
- 1977: Lost by the Wayside (live) / See Them Glow (live) / Chasing Colours (live) / Black Friday (live) (CBS L 1977)
- 1978: Letters of Love / Lost by the Wayside (CBS S 6243)
- 1978: See Them Glow / Angel in Disguise (CBS S 6688)
- 1979: Hard Road / One Way Song (CBS S 7284)
- 1979: Paradise Way / Crystal Eyes (CBS S 7798)
- 1980: Living for Today / Jamaica High (CBS S 9472)
- 1980: Living for Today / Jamaica High (CBS 12.9472)
- 1980: Something Here / Amigo (CBS S 8955)
- 1980: Celebrate / Come On Home (CBS S 8568)
- 1981: Sanford and Son / Medley 81er LP (CBS Promo 133)
- 1981: Sanford and Son / Escape (CBS A 1195)
- 1981: Band at the Top / Cities on Fire (CBS A 1560)
- 1984: Dreams in the Night / Instrumental No. 1 (Polydor 821 835)
- 1985: Alright (Version 1) / Alright (Instrumental) (Polydor 883 330-7)
- 1985: Alright (Version 1+2+3) (Polydor-883 330-1)
- 1985: More than a Feeling / Nervous Breakdown (Polydor 883 881-1)
- 1985: More than a Feeling / Nervous Breakdown (Polydor 883 881-7)
- 1986: In the Midnight (long version) / In the Midnight / Children of War (Polydor 885 310-1)
- 1988: In the Midnight / Children of War (Polydor 885 310)
- 2026: Boy On a Mission
- 2026: Wish I Was A Sailor
Besetzung[Bearbeiten]
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Auszeichnungen[Bearbeiten]
- 1977: Deutscher Schallplattenpreis (später Echo)
- 1979: Goldene Schallplatte für Paradise Island<ref>Lake gibt Konzert in der Kulturwerkstatt. In: Neue Osnabrücker Zeitung. 23. Januar 2018, abgerufen am 9. März 2026.</ref>
- 1988: RSH-Gold
Weblinks[Bearbeiten]
- Website der Band Lake
- Lake bei Rate Your Music (englisch)
- Lake bei last.fm
- Interview mit Detlef Petersen (1980)
Belege[Bearbeiten]
<references />