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Lametta

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Datei:Lametta - Christmas decorations.jpg
Eine handelsübliche Packung Stanniollametta aus dem Jahr 2012
Datei:Weihnachtsbaum und Geschenke 1970er.jpg
Lametta an einem Weihnachtsbaum der 1970er Jahre
Datei:Lametta by Steschke.jpg
Eiszapfen als Vorbild für Lametta

Lametta (Verkleinerungsform von italienisch lama „Metallblatt“) besteht aus schmalen, dünnen, glitzernden Metallstreifen und ist ebenso wie Rauschgold ein traditioneller Weihnachtsschmuck für den Christbaum. Lametta wurde 1610 in Nürnberg erfunden<ref>Ralf Sotscheck: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 11. Dezember 2017, abgerufen am 27. November 2021.
[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Archiviert vom Vorlage:Referrer am 25. Februar 2021; abgerufen am 28. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und symbolisiert am Weihnachtsbaum Eiszapfen.

Material[Bearbeiten]

Als Grundstoff wird traditionell Stanniol verwendet, das geschmolzen, gegossen, gewalzt und in sehr schmale Streifen geschnitten wird. Echtes Stanniol besteht aus einer Legierung von Zinn und Blei, das Material ist an seinem Gewicht zu erkennen, welches für einen besseren Fall sorgt als leichtere Alternativen.

Zur besseren Umweltverträglichkeit wird heutzutage oft auf bleihaltiges Lametta verzichtet.<ref name="UBA">Blei zu Weihnachten und Silvester Umweltbundesamt, aufgerufen am 25. Dezember 2021.</ref> Die üblichste Alternative ist aluminiumbeschichteter Kunststoff (Biaxial orientierte Polyester-Folie, z. B. Mylar). In der DDR war auch Lametta aus Alufolie üblich.

Hersteller[Bearbeiten]

Ein bedeutender Hersteller war in Deutschland Eppstein Foils, vormals die Eppsteiner Stanniolfabrik. Die Lamettaproduktion wurde Ende 2013 eingestellt.<ref>Meldung von Eppstein Foils: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Beendigung Lamettaproduktion (Memento vom 17. März 2014 im Internet Archive)</ref> Im Dezember 2015 beendete auch der letzte deutsche Hersteller, das Unternehmen Riffelmacher & Weinberger aus dem mittelfränkischen Roth, die Produktion, nachdem die verarbeitete Menge dort von bis zu 50 Tonnen jährlich auf zuletzt nur wenige hundert Kilo zurückgegangen war.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. Dezember 2015, abgerufen am 17. Dezember 2015.</ref> Zu den Nachfolgeprodukten gehören nach Angabe des Herstellers etwa Girlanden aus Kunststoff.

Geschichte[Bearbeiten]

Lametta wurde früher zu den Leonischen Waren gezählt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Als Material diente Kupfer, teils versilbert oder vergoldet. Das Material wurde ursprünglich in China zur Herstellung brokatähnlicher Gewänder verwendet.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Umweltproblematik[Bearbeiten]

Da Lametta grundsätzlich nicht biologisch abbaubar ist, sollte die Entsorgung auf keinen Fall gemeinsam mit dem Weihnachtsbaum erfolgen.<ref name="ZEI">Nachhaltige Weihnachten: Biogans und Ökogold zum Fest Die Zeit, aufgerufen am 25. Dezember 2021.</ref> Insbesondere bei Stanniollametta können Giftstoffe wie Blei über Kompostierungs- oder Verbrennungsanlagen in die Umwelt abgegeben werden und letztlich auch in menschliche Nahrungsmittel übergehen. Streng genommen müssen bleihaltige Materialien als Sondermüll behandelt werden.<ref name="UBA" /> Manche Entsorgungsunternehmen zählen Stanniollametta dagegen zur Abfallgruppe Restmüll<ref name="LKG"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lametta (Memento vom 25. Dezember 2021 im Internet Archive).</ref> oder zum Altmetall.<ref>Weihnachten und Abfälle Abfallratgeber Bayern, aufgerufen am 25. Dezember 2021.</ref>

Populärkultur[Bearbeiten]

Im Volksmund wird der schöne Schein und auch die glitzernd dekorierte Ordensbrust der Militärs ironisch mit dem Ausdruck „Lametta“ in Verbindung gebracht. Hermann Görings Hang zu Orden und prunkvollen Uniformen brachte ihm u. a. den Spitznamen „Lametta-Heini“ ein. In einem Spottvers, der als Parodie auf das populäre Chanson Hermann heeßt er von Claire Waldoff entstanden war<ref>Barbara Schleicher: [Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] 10. November 2005, archiviert vom Vorlage:Referrer am 10. November 2005; abgerufen am 11. Dezember 2024.</ref>, heißt es:

„Rechts Lametta, links Lametta,
Und der Bauch wird imma fetta,
Und in Preußen ist er Meester –
Hermann heeßt er!“<ref>Preußischer Ministerpräsident seit dem 11. April 1933, nationalsozialistischer Politiker und Hauptkriegsverbrecher. Siehe: Liste geflügelter Worte: Hermann heeßt er!</ref>

In seinem Sketch Weihnacht ließ Loriot Opa Hoppenstedt mit dem Ausspruch „Früher war mehr Lametta!“ über den Wandel der Zeiten klagen.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Lametta – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Wiktionary: Lametta – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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