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Lars Seniuk

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Lars Seniuk (* 1989 in Norderstedt) ist ein deutscher Trompeter, Komponist, Dirigent und Hochschullehrer. Seit 2024 ist er Rektor der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Ausbildung[Bearbeiten]

Nach einer klassischen Trompetenausbildung bei Hans-Jörg Packeiser studierte Seniuk zunächst als Jungstudent an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT Hamburg) und nach seinem Abitur am Jazz-Institut Berlin Jazztrompete. Es folgte ein Studium der klassischen und zeitgenössischen Komposition sowie Jazzkomposition an der HfMT Hamburg.<ref>Vita – Lars Seniuk. In: Lars Seniuk. Abgerufen am 30. Juli 2026.</ref>

Akademische Karriere und Funktionen[Bearbeiten]

Nach zwei Jahren Lehrtätigkeit an der HfMT Hamburg wechselte Seniuk 2018 an die Musikhochschule Frankfurt (Arrangement und Bigbandleitung) und an die Musikhochschule Weimar (Jazztrompete). 2019 wurde er als Professor für Trompete, Ensemble und Bigband sowie als Leiter des Instituts Jazz an die MUK Wien berufen.<ref>Lars Seniuk. In: Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Abgerufen am 7. Juli 2026.</ref> Zudem gibt er europaweit Jazz-, Bigband- und Bigbandleiter-Workshops.<ref>Lars Seniuk. In: Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Abgerufen am 30. September 2026.</ref> 2022 wurde er mit dem Anerkennungspreis des österreichischen Ars Docendi-Staatspreis für exzellente Lehre ausgezeichnet.<ref>Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien: Lars Seniuk erhält Ars Docendi Anerkennungspreis. Abgerufen am 16. Oktober 2023.</ref>

Im Mai 2024 wurde Seniuk durch den Erweiterten Senat für fünf Jahre zum Rektor der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden gewählt.<ref>Professor Lars Seniuk zum Rektor gewählt. Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, 16. Mai 2024, abgerufen am 21. Mai 2024.</ref> Am 1. November 2024 übernahm er die Amtsgeschäfte.<ref>Feierliche Amtseinführung. In: Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. 13. März 2025, abgerufen am 30. September 2026.</ref>

Künstlerische Tätigkeit[Bearbeiten]

Seniuk war Mitglied der Landesjugendjazzorchester Hamburg und Schleswig-Holstein und wurde im Alter von 17 Jahren Mitglied des Bundesjazzorchesters. Als Trompeter bewegt sich Seniuk in verschiedenen Stilen zwischen traditionellem Jazz, Bebop und Avantgarde-Jazz mit Einflüssen aus mikrotonaler Musik, Neuer Musik und diversen musikalischen Einflüssen aus anderen Kulturen. Er spielte unter anderem mit der NDR Bigband, dem Jazz Kollektiv Berlin, dem Adrian Kleinlosen Quintett, dem Berlin Composers Orchestra und dem Global Music Orchestra.

Im Alter von 16 Jahren gründete Seniuk seine erste professionelle Bigband. Er ist zudem Leiter des New German Art Orchestra, mit dem er 2015 das Album Pendulum (Mons Records) veröffentlichte. Das Album wurde für den Echo Jazz 2016 nominiert.<ref>Bundesverband Musikindustrie: ECHO Jazz 2016: Die Nominierten stehen fest. 10. Februar 2016, abgerufen am 12. November 2023.</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Mons – CDs, Vinyl, Tapes, Bücher – Jazz & Klassik – Lars Seniuk – Pendulum (Memento vom 6. März 2016 im Internet Archive)</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Lars Seniuk und das New German Art Orchestra – 14. Juli 2015 – WDR.de (Memento vom 6. März 2016 im Internet Archive)</ref>

Seniuk arbeitet als Komponist und Dirigent regelmäßig mit der hr-Bigband, der NDR Bigband und der WDR Big Band. Tourneen führten ihn durch Deutschland sowie in verschiedene europäische Staaten, nach China und in die USA, unter anderem als Preisträger der International Made In New York Jazz Competition.<ref>Vita – Lars Seniuk. In: Lars Seniuk. Abgerufen am 30. September 2026.</ref>

Von 2014 bis 2021 war er künstlerischer Leiter des Landesjugendjazzorchesters Hamburg.<ref>Jan Wiele: Interview mit Lars Seniuk über neuen Jazz. In: FAZ.NET. 5. Januar 2016, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 12. November 2023]).</ref> Mit dem Orchester gewann er 2019 die International Big Band Competition in den Niederlanden.<ref>Meer Jazz – International Big Band Competition. Abgerufen am 27. Dezember 2020.</ref>

Seit 2025 leitet Seniuk das vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF im Programm PEEK geförderte künstlerische Forschungsprojekt Microtonality in Jazz, das sich mit mikrotonalen Tonsystemen und ihrem Verhältnis zu Jazz und unterschiedlichen musikalischen Traditionen befasst.<ref>Microtonality in Jazz. In: Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF). Abgerufen am 30. September 2026.</ref>

Leben und soziales Engagement[Bearbeiten]

Seniuk hat polnische und ukrainische familiäre Wurzeln und wuchs als Sohn eines polnischen Flüchtlings und einer deutschen Mutter in Norderstedt am Stadtrand von Hamburg auf.<ref>Vita – Lars Seniuk. In: Lars Seniuk. Abgerufen am 30. September 2026.</ref>

2015 gründete Lars Seniuk die gemeinnützige Initiative Miteinander durch Musik e.V., die Musikprojekte für Geflüchtete initiiert und unterstützt und sich gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit engagiert. Von 2017 bis 2021 war er Vorsitzender des Jazzbüro Hamburg e.V., dem Dachverband des Jazz in Hamburg. 2018 rief er die „Arbeitsgruppe Jazz & Gender“ ins Leben.<ref>Lars Seniuk. In: Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. Abgerufen am 30. September 2026.</ref>

Diskografie[Bearbeiten]

  • Lars Seniuk & NGA Bigband: High Five! (2013)
  • Lars Seniuk & New German Art Orchestra: Pendulum. (Mons Records; 2015)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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