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Larsen-Syndrom

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Klassifikation nach ICD-10
Q68.8 Sonstige näher bezeichnete angeborene Muskel-Skelett-Deformitäten
Q65.2 Angeborene Luxation des Hüftgelenkes, nicht näher bezeichnet
Q68.2 Angeborene Deformität des Knies
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Das Larsen-Syndrom, auch Rotter-Erb-Syndrom ist eine hereditäre Bindegewebserkrankung mit multiplen Luxationen und Skelettdysplasie.

Die Erstbeschreibung erfolgte durch Rotter und Erb 1948, die Krankheit ist nach dem US-amerikanischen Orthopäden Loren Joseph Larsen (1914–2001) benannt, der 1950 eine Beschreibung veröffentlichte.<ref name="Mitra">N. Mitra, N. Kannan, V. S. Kumar, G. Kavita: Larsen Syndrome: A Case Report. In: Journal Of Nepal Paediatric Society. 32.1 (2012), S. 85–87.</ref><ref name="Leiber">G. Burg, J. Kunze, D. Pongratz, P. G. Scheurlen, A. Schinzel, J. Spranger (Hrsg.); B. Leiber: Die klinischen Syndrome. Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. 7. Auflage. Urban & Schwarzenberg, 1990, ISBN 3-541-01727-9.</ref>

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Häufigkeit wird mit 1–9 zu 1.000.000 angegeben<ref name="Vujic">M. Vujic, K. Hallstensson, J. Wahlström, A. Lundberg, C. Langmaack, T. Martinson: Localization of a gene for autosomal dominant Larsen syndrome to chromosome region 3p21.1-14.1 in the proximity of, but distinct from, the COL7A1 locus. In: American Journal of Human Genetics. Band 57, Nummer 5, November 1995, S. 1104–1113, ISSN 0002-9297. PMID 7485161. PMC 1801374 (freier Volltext).</ref>, auf der Insel Réunion beträgt die Prävalenz bei Geburt 1 zu 1.500.<ref name="Orpha">Eintrag zu Larsen-Syndrom. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)Vorlage:Abrufdatum</ref>

Einteilung und Ursache[Bearbeiten]

Je nach Erbgang können unterschieden werden:

Datei:Hands of a person with Larsen syndrome.jpg
Hand eines Patienten mit Larsen-Syndrom
Datei:Feet of a person with Larsen syndrome.jpg
Fuß eines Patienten mit Verkürzung und Gelenkfehlstellung

Klinik[Bearbeiten]

Diagnostische Kennzeichen sind:

Ferner wurden kardiovaskuläre Störungen beschrieben.<ref name="Kiel">E. A. Kiel, J. L. Frias, B. E. Victorica: Cardiovascular manifestations in the Larsen syndrome. In: Pediatrics. Band 71, Nummer 6, Juni 1983, S. 942–946, ISSN 0031-4005. PMID 6856406.</ref>

Differentialdiagnose[Bearbeiten]

Klinisch anzugrenzen ist:

Differential-diagnostisch sind nach dem Röntgenbefund abzugrenzen:

Diagnostik[Bearbeiten]

Bereits pränatal ist die Verdachtsdiagnose stellbar.<ref name="Tongsong">T. Tongsong, C. Wanapirak, S. Pongsatha, J. Sudasana: Prenatal sonographic diagnosis of Larsen syndrome. In: Journal of ultrasound in medicine : official journal of the American Institute of Ultrasound in Medicine. Band 19, Nummer 6, Juni 2000, S. 419–421, ISSN 0278-4297. PMID 10841065.</ref>

Nach der Geburt ist neben der Dokumentation des Ausmaßes der Luxationen durch Ultraschall zur Abgrenzung der aufgeführten Differentialdiagnosen eine Röntgenaufnahme erforderlich.

Behandlung[Bearbeiten]

Eine kausale Therapie ist nicht möglich. Die Behandlung erfolgt symptombezogen, richtet sich nach dem Ausmaß der Fehlstellungen. Probleme bei der Narkose können durch die Instabilität der Halswirbelsäule auftreten.<ref name="Kiel" />

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Weblinks[Bearbeiten]

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