Zum Inhalt springen

Lasur

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Lasur (entlehnt aus Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., vgl. Lapislazuli)<ref>Emil Ploß: Lasur. In: Zeitschrift für deutsche Philologie 74, 1955, S. 291 f.</ref> bezeichnet eine transparente oder semitransparente Beschichtung auf Holz, Leinwand, Karton oder Papier sowie einen dünnen Aufstrich aus lichtdurchlässigen Anstrichmitteln. Bei Keramik und Malereien wird die Lasur mit anderen Materialien ausgeführt, etwa mit Aquarellfarben, Ölfarben oder Tempera. Der Begriff Lasieren bezieht sich primär auf filmbildende Schichten mit Bindemittel; das Gleiche in wässriger Technik ist das Lavieren. Lasur ist ein relativ neuer Begriff für das Beizen.

Nicht zu verwechseln damit ist die Glasur, die „glasartige“ oder „glasige“ Oberflächenbeschichtung.

Lasuren auf Holz[Bearbeiten]

Dünnschichtlasur
ist aufgrund ihrer wasserähnlichen Konsistenz weniger komfortabel zu verarbeiten. Nach dem Auftragen kann sie aber eben aufgrund ihrer Konsistenz tief in das Holz eindringen. Dünnschichtlasur verwittert im Außenbereich durch Auswaschen und Verbleichen. Folgeanstriche sind unbedingt erforderlich. Typische Anwendungsbereiche sind Zäune, Gebäude sowie Holz im Außenbereich. Innen wird Dünnschichtlasur aufgrund des Lösemittelgehalts und der Geruchsbelästigung sowie der unkomfortablen Verarbeitung selten verwendet.
Dickschichtlasur
soll zusätzlich eine schützende Schicht auf dem Holz bilden und so Eigenschaften von Lasur und Lack kombinieren.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 30. November 2020; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.@1@2Vorlage:Toter Link/www.malerpraxis.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Im Außenbereich mit Bewitterung funktioniert die Idee solch dicker und dichter Beschichtung von Holz zu seinem Schutz nicht, sondern führt zu früher nötiger Nacharbeit mit höherem Aufwand, da die Beschichtung unterwandert wird und restlos ersetzt werden muss.<ref name="Langzeittest 1">Winfried Mueller: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 22. Januar 2017; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.@1@2Vorlage:Toter Link/www.wikidorf.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>

Auch manche dünn beschichtenden Lasuren verschließen zu Lasten der Witterungsbeständigkeit alle Poren des Holzes.<ref name="Langzeittest 1"/>

Leinöllasur
Ökologische und somit gesundheitlich unbedenkliche Varianten basieren auf Leinöl und sind mit Pigmenten versetzt. Die damit behandelten Oberflächen haben den Vorteil, dass sie weitgehend offenporig bleiben.

Unterschied zwischen Lasur und Lack[Bearbeiten]

Holzlasur enthält weniger Pigmente und Füllstoffe als Lack. Lasur dringt in das Holz ein. Sie verfärbt und schützt das Material von innen, die Holzstruktur bleibt fühlbar und sichtbar. Lasur ist wasserdampfdurchlässig. Lack hingegen bildet einen festen Film auf der Holzoberfläche und überdeckt das darunterliegende Material.<ref>Sandra Hermes: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. wohnglueck.de, 4. Januar 2020; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.@1@2Vorlage:Toter Link/wohnglueck.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>

Lasuren auf mineralischen Untergründen[Bearbeiten]

Mineralische Putze, Mauerwerk oder Sichtbeton können genauso wie Holz farbig lasiert werden. Die meisten Bindemittel sind filmbildend, lediglich mit Silikat gebundene Lasur verkieselt mit dem Untergrund.

Lasurtechnik in der Malerei[Bearbeiten]

Echte Lasuren findet man hier nur im Aquarell, der Temperatechnik und besonders in der Ölmalerei, weil dazu absolut transparente Farben benötigt werden. In letzterem Fall verhält sich die lasierende Schicht (nach der Trocknung des Untergrundes) ähnlich wie eine darübergelegte farbige dünne Glasplatte – die entstehende Farbmischung ist im Idealfall additiv; es können zudem auch hologrammähnliche Effekte entstehen. Die einzige wirklich transparente „Farbe“ z. B. in der Acryltechnik ist dagegen eine transparent-farblose Paste. Acryl-Lasuren können lediglich erreicht werden, indem die Farbe den Untergrund nur teilweise überdeckt (Scheinlasur).

Hier wird die Farbe (Farbpigmente mit Bindemittel) mit einem Lösemittel, zum Beispiel Wasser, stark verdünnt auf den Malgrund (Leinwand, Papier, Tapete) aufgetragen. Diese Schicht muss gut durchgetrocknet sein, bevor eine weitere aufgetragen wird. Die jeweils darunter liegende Farbschicht scheint dann durch die obere hindurch. Es können beliebig viele Schichten aufgetragen werden. Wird immer die gleiche Farbe verwendet, entstehen je nach Auftrag unterschiedliche Hell-Dunkel-Elemente. Der Farbton wird intensiver. Bei einem Auftrag unterschiedlicher Farben entstehen neue Farbtöne.

Literatur[Bearbeiten]

  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.

Weblinks[Bearbeiten]

Wiktionary: Lasur – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />