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Sandberg (Nürnberg)

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Kreisfreie Stadt Nürnberg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(10937)&title=Sandberg 49° 28′ N, 11° 3′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(10937) 49° 27′ 36″ N, 11° 3′ 16″ O
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Höhe: 296–311 m ü. NHN
Fläche: 71 ha
Einwohner: 10.937 (31. Dez. 2015)<ref name="jb_2016_einw">Stadt Nürnberg, Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch der Stadt Nürnberg 2016. Dezember 2015, ISSN 0944-1514, 18 Statistische Stadtteile und Bezirke, S. 244–245, S. 244 (nuernberg.de [PDF; 6,3 MB; abgerufen am 1. November 2017]).</ref>
Bevölkerungsdichte: 15.404 Einwohner/km²
Postleitzahl: 90419
Vorwahl: 0911
Datei:Nürnberg Statistischer Bezirk 23.svg
Karte
Lage des statistischen Bezirks 23 Sandberg
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Luftbild von Sandberg
Luftbild von Sandberg

Sandberg (Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.[ˈzantˌbɛɐ̯k] <phonos file="De-Sandberg.ogg"></phonos>) ist der westliche Teil des Nürnberger Stadtteils St. Johannis und der Name des Statistischen Bezirks 23 im Nordwesten des Weiteren Innenstadtgürtels.

Geographie[Bearbeiten]

Der Statistische Bezirk 23 befindet sich zwischen dem Klinikum Nord im Norden, dem Johannisfriedhof im Osten, der Pegnitz im Süden und dem Westfriedhof im Westen.

Der größte Teil des Bezirks Sandberg liegt in der Gemarkung 3476 Wetzendorf. Ein kleiner Teil im Westen und im Osten gehören zu den Gemarkungen 3463 Schniegling und 3434 St. Johannis.<ref name="plan">WFP: Stadtplandienst Nürnberg. Abgerufen am 16. November 2014.</ref>

Statistische Nachbarbezirke
Westfriedhof Bielingplatz
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt St. Johannis
Bärenschanze

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Schnieglinger Straße 4 bis 20.JPG
Schnieglinger Straße 4 bis 20

Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein war das heutige Sandberg freies Feld im Gemeindegebiet von Wetzendorf, durch das die Schnieglinger Straße, die alte Landstraße nach Schniegling und Fürth, verlief. Der ab 1876 angelegte Westfriedhof wurde durch die dorthin verlängerte Johannisstraße angebunden.

Entlang dieser Straßen und im innenstadtnahen östlichen Bereich begann in den 1890er Jahren die Bebauung mit Wohn- und Gewerbeblöcken. Die denkmalgeschützten Häuser Helmstraße 14 und Johannisstraße 132 und 134 stammen aus dieser Zeit.<ref>Denkmalliste Nummern D-5-64-000-752, D-5-64-000-924 und D-5-64-000-2752, siehe Liste der Baudenkmäler im Nürnberger Stadtteil St. Johannis</ref> 1899 wurde Wetzendorf und damit Sandberg nach Nürnberg eingemeindet. In den Jahren bis zum Ersten Weltkrieg wurde die Wohnbebauung im östlichen Bereich fortgeführt und Schule und Kirche gebaut. Mit der Errichtung der Kleinwohnungssiedlung der städtischen Wohnungsbaugesellschaft im westlichen Bereich 1927 bis 1932 wurde die Bebauung im Wesentlichen abgeschlossen.<ref>Die wbg-Siedlung St. Johannis in: Bernd Windsheimer, Martin Schieber, Alexander Schmidt: St. Johannis. Geschichte eines Stadtteils. Sandberg Verlag Nürnberg 2000, ISBN 3-930699-21-4, Seite 159ff.</ref>

In Stadtplänen gab es bis in die 1920er Jahre die Bezeichnung „Neu-Wetzendorf“ für das Gebiet. Erst danach hat sich der Name Sandberg durchgesetzt, der auf den Abbau von Scheuersand in diesem Gebiet zurückgeht.<ref>Wiltrud Fischer-Pache: Sandberg. In: Michael Diefenbacher, Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. 2., verbesserte Auflage. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2000, ISBN 3-921590-69-8 (Gesamtausgabe online).Vorlage:Stadtlexikon Nürnberg/Wartungskategorie</ref> Hieran erinnert auch die Sandbergstraße westlich des Johannisfriedhofs.

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Einrichtungen und Sehenswertes[Bearbeiten]

Dr.-Theo-Schöller-Schule[Bearbeiten]

Datei:Dr.-Theo-Schöller-Grundschule und -Mittelschule Schnieglinger Str. 38 06.JPG
Dr.-Theo-Schöller-Schule

Das Schulhaus an der Schnieglinger Straße 38 und 50 wurde 1905 erbaut. Es steht unter Denkmalschutz und beherbergt die städtische Grund- und Mittelschule Dr.-Theo-Schöller-Schule.<ref>Denkmalliste Nummer D-5-64-000-1783, siehe Liste der Baudenkmäler im Nürnberger Stadtteil St. Johannis</ref><ref>Website der Dr.-Theo-Schöller-Grundschule und -Hauptschule</ref>

Kirche St. Michael[Bearbeiten]

Datei:Sandberg St. Michael.JPG
Kirche St. Michael

Die katholische Kirche St. Michael an der Wilhelm-Marx-Straße wurde 1908 bis 1910 unter dem Architekten Otto Schulz im neubarocken Stil erbaut, um den Katholiken unter den neu Zugezogenen einen wohnortnahen Gottesdienstbesuch zu ermöglichen. 1911 folgte das zugehörige, ebenfalls denkmalgeschützte, Pfarrhaus.<ref>Denkmalliste Nummern D-5-64-000-2156 und D-5-64-000-2753, siehe Liste der Baudenkmäler im Nürnberger Stadtteil St. Johannis</ref> Die Kirche wurde zunächst von der Frauenkirche mit betreut, bis sie 1922 selbständige Pfarrei wurde.<ref>Pablo de Riestra und Roland Cantzler: Sankt Johannis. Baudenkmale und Häuser aus sieben Jahrhunderten in Sankt Johannis zu Nürnberg. Büro Wilhelm Verlag Amberg 2011, ISBN 978-3-943242-00-3, Seite 54.</ref>

Auf dem Grundstück befinden sich außerdem ein Kindergarten, ein Seniorenheim und ein Konvent des indischen Frauenordens Adoration Sisters.<ref>Website der Pfarreien St. Michael und St. Ulrich</ref><ref>Religiöses Leben. Drei Kirchen, zwei Pfarreien, eine Synagoge. in: Bernd Windsheimer, Martin Schieber, Alexander Schmidt: St. Johannis. Geschichte eines Stadtteils. Sandberg Verlag Nürnberg 2000, ISBN 3-930699-21-4, Seite 119ff.</ref> Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche schwer beschädigt und am 15. Oktober 1950 wieder eingeweiht.<ref>St. Michael in: Gerhard Köstler und Birgit Sauer-Löffler: Die Nürnberger Kirchen. Verlag A. Hofmann Nürnberg 1992, Seite 116.</ref>

St. Michael betreut den ganzen Stadtteil St. Johannis, während die in Sandberg wohnenden evangelischen Christen von der Kirchengemeinde St. Johannis betreut werden.<ref>Website der Kirchengemeinde St. Johannis</ref>

Straßenbahn[Bearbeiten]

Datei:Straßenbahn Julienstraße 2.jpg
Zug 1204 (Variobahn) an der Julienstraße

Der am 14. Mai 1898 eröffnete 1,7 km lange Abschnitt der Straßenbahn vom Westtor bis zum Centralfriedhof<ref>Dieter Höltge, Michael Kochems: Straßen- und Stadtbahnen in Deutschland. Band 10: Bayern. EK-Verlag Freiburg 2006, ISBN 978-3-88255-391-8, Seite 236.</ref> (heute Westfriedhof) durchquert Sandberg von Ost nach West im Verlauf der Johannisstraße. In Sandberg liegen die Haltestellen Johannisfriedhof, Julienstraße und die Endstation Westfriedhof. Heute fährt hier die Straßenbahnlinie 6 im 10-Minuten-Takt zum Dokuzentrum.

An der Endhaltestelle befand sich bis 1963 das Nebenwerk St. Johannis, ein Straßenbahndepot mit einer viergleisigen Wagenhalle. Auf dem Gelände des Depots wurde 1970 die heutige Wendeschleife errichtet. Bis dahin war der Westfriedhof die letzte Umsetz-Endstelle Nürnbergs, wegen der die Linie 6 nur von Vorkriegs-Zweirichtungswagen befahren werden konnte.<ref>Die Straßaboh: Zeitschrift der Freunde der Nürnberg-Fürther Straßenbahn e. V., Heft 2/2006, Seite 65</ref>

2010 wurde der Sandberger Streckenabschnitt umfassend saniert. Dabei wurde die Haltestelle Julienstraße barrierefrei umgebaut. Die Gleise wurden auseinandergezogen und die Bürgersteige verbreitert. Die Bordsteine wurden so an das Gleis gelegt und erhöht, dass sie als Haltestellenkaps dienen.<ref>Die Straßaboh: Zeitschrift der Freunde der Nürnberg-Fürther Straßenbahn e. V., Heft 3/2010, Seite 17</ref>

WBG-Siedlung[Bearbeiten]

Datei:Sandberg WBG-Block Johannisstraße.JPG
WBG-Siedlung: Der erste Block von 1925 an der Johannis-/Helenenstraße

In der 1927 bis 1932 erbauten WBG-Siedlung befinden sich heute 1005 Wohnungen. Die Häuser wurden in den Jahren 2001 bis 2004 energetisch saniert und modernisiert. Die Außenwände wurden gedämmt und die Heizung wurde auf Fernwärme umgestellt. Dadurch ergaben sich eine Energieeinsparung von 6.450 MWh und eine CO2-Reduzierung von 2.850 Tonnen pro Jahr.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Modernisierung St. Johannis (Memento vom 9. Dezember 2014 im Internet Archive) auf der Website der Wohnungsbaugesellschaft Nürnberg</ref>

Pegnitztal[Bearbeiten]

Die Pegnitz bildet die südliche Grenze Sandbergs. Die Fuß- und Radwege verbinden Sandberg mit der Innenstadt und Fürth. Der Lederersteg führt über den Fluss hinweg zum Stadtteil Bärenschanze mit dem Dürer-Gymnasium, dem Lederer-Biergarten und dem Justizpalast.

Etwa an der Stelle des heutigen Westbads befand sich das "Poetenwäldchen", der Versammlungsstätte des Pegnesischen Blumenordens von seiner Gründung 1644 bis zum Umzug in den Irrhain bei Kraftshof 1678. Daran erinnert ein Denkmal in Form eines Lesepults inmitten eines kleinen Amphitheaters aus Steinblöcken.

Westbad[Bearbeiten]

Im Pegnitzgrund befindet sich das Westbad, das besucherstärkste der drei städtischen Freibäder Nürnbergs. Das Bad verfügt unter anderem über einen 10-Meter-Sprungturm und ein 50-Meter-Schwimmbecken.<ref>Website des Westbads</ref> 2010/2011 wurde das Bad umfassend umgebaut und modernisiert.<ref>Schnee und Eis: „Noch läuft alles nach Plan“, Nürnberger Nachrichten vom 17. Januar 2011</ref>

BMF-Museum[Bearbeiten]

Datei:Sandberg BMF.JPG
Ehemalige Bayerische Metallwarenfabrik

In der in den 1980er Jahren stillgelegten Bayerischen Metallwarenfabrik (BMF) befindet sich ein Museum, das die Geschichte und die Produkte des Herstellers von Haushaltswaren präsentiert.<ref>Website des BMF-Museums</ref> Der Rest der Liegenschaft, die sich von der Wiesentalstraße bis zur Steinstraße erstreckt, ist an verschiedene Firmen vermietet.

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Museen der Stadt Nürnberg: Albrecht-Dürer-Haus | Deutsches Spielearchiv Nürnberg | Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände | Städtische Gemälde- und Skulpturensammlung | Städtische Graphische Sammlung | Historischer Kunstbunker | Memorium Nürnberger Prozesse und Schwurgerichtssaal 600 | Mittelalterliche Lochgefängnisse | Motorradmuseum Nürnberg | Museum Industriekultur | Museum Tucherschloss und Hirsvogelsaal | Schulmuseum Nürnberg | Spielzeugmuseum Nürnberg | Stadtmuseum Fembohaus

Museen anderer Träger: Arabisches Haus Nürnberg (in Bau) | Bibelmuseum Bayern | Bionicum | Club-Museum | DB-Museum Nürnberg | Deutsches Museum Nürnberg | Deutsches Taubenmuseum | Die Neue Sammlung | Feldbahn-Museum 500 | Feuerwehrmuseum Nürnberg | Fränkische Museums-Eisenbahn | Friedensmuseum Nürnberg | Garnisonmuseum Nürnberg | Germanisches Nationalmuseum | Heimatmuseum Kornburg | Heimatmuseum Neunhof | Henkerhaus Nürnberg | Historische Felsengänge | Historisches Straßenbahndepot St. Peter | Hutmuseum Nürnberg | Kaiserburg-Museum | Kindermuseum Nürnberg | Krankenhausmuseum Nürnberg | Kunstbunker – forum für zeitgenössische kunst | Kunsthalle Nürnberg | Kunsthaus Nürnberg im Künstlerhaus | Kunstverein Nürnberg | Kunstvilla Nürnberg | Laubenmuseum | Merks Motor Museum | Museum |22|20|18| Kühnertsgasse | Museum der Bayerischen Metallwarenfabrik (BMF) | Museum im Koffer | Museum für Kommunikation | Naturhistorisches Museum Nürnberg | Neues Museum Nürnberg | Nürnberger Bratwurstmuseum | Nicolaus-Copernicus-Planetarium | Regiomontanus-Sternwarte | Rotkreuz-Museum Nürnberg | Schlossmuseum Neunhof | Silberhorn Classics | Stadtmauermuseum (in Bau) | Turm der Sinne | Uhrensammlung Karl Gebhardt | Weizenglasmuseum Nürnberg

Ehemalige Museen: Bayerisches Gewerbemuseum | Fränkische Galerie | Freilandaquarium und -terrarium der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg | Kunstgewerbemuseum Nürnberg | Schützenmuseum | Museum für Soziale Hygiene

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Sandberg-Verlag[Bearbeiten]

Der Sandberg-Verlag, in dem vor allem die Publikationen des Vereins Geschichte für alle erscheinen, hat seinen Namen nach seinem Sitz im BMF-Gebäude in der Wiesentalstraße in Sandberg.

Fraunholz-Lebkuchen[Bearbeiten]

Im Gebäude Wilhelm-Marx-Straße 8, Ecke Sandbergstraße, befinden sich Produktion und Werksverkauf der Lebküchnerei Fraunholz.<ref>Kontakt. Abgerufen am 8. Oktober 2024.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Wiltrud Fischer-Pache: Sandberg. In: Michael Diefenbacher, Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. 2., verbesserte Auflage. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2000, ISBN 3-921590-69-8, S. 922 (online).
  • Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783769665949 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
  • Gerhard Köstler und Birgit Sauer-Löffler: Die Nürnberger Kirchen. Verlag A. Hofmann Nürnberg 1992, ISBN 3-87191-174-7, Kapitel St. Michael auf Seite 116.
  • Pablo de Riestra und Roland Cantzler: Sankt Johannis. Baudenkmale und Häuser aus sieben Jahrhunderten in Sankt Johannis zu Nürnberg. Büro Wilhelm Verlag Amberg 2011, ISBN 978-3-943242-00-3, S. 54–65.
  • Bernd Windsheimer, Martin Schieber, Alexander Schmidt: St. Johannis. Geschichte eines Stadtteils. Sandberg Verlag Nürnberg 2000, ISBN 3-930699-21-4.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Sandberg (Nürnberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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