Lende
Vorlage:Hinweisbaustein Die Lende (von althochdeutsch Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. ‚Niere, Nierengegend, Lende‘, Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.), oft im Plural gebraucht (die Lenden) oder gleichbedeutend als Lendengegend oder Lendenbereich (lateinisch Regio lumbalis) bezeichnet,<ref name="Meyers14">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref><ref name="springer">Peter Reuter: Springer Lexikon Medizin. Springer, Berlin u. a. 2004, ISBN 3-540-20412-1, S. 1231.</ref> ist eine Körperregion bei Menschen und Säugetieren. Ihre Lage ist anatomisch nicht eindeutig definiert. Strukturen und Prozeduren, die sich auf die Lende oder die Lendenwirbelsäule beziehen, werden als lumbal bezeichnet.
Anatomie[Bearbeiten]
Das Wörterbuch der deutschen Sprache von 1809 bezeichnet als Lende den Teil des Körpers direkt „hinter und unter dem Hüftknochen“, nämlich Hüfte und Oberschenkel.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> In Pierers Konversationslexikon von 1877 dagegen sind die Lenden die auch als Weichen bezeichneten „weichen Seitenteile des Unterleibs“.<ref name="pierer">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Im Wörterbuch der deutschen Sprache von 1876 reicht die Lende von der „Nierengegend“ am Rumpf über das Becken bis zu den Oberschenkeln und ist „Sitz der Zeugungskraft“.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Im Deutschen Wörterbuch wird die Lende ca. 1880 nur noch als „die Nierengegend an Menschen und Säugetieren“ definiert, also weit oberhalb des Beckens.<ref>Vorlage:Deutsches Wörterbuch</ref> Meyers Enzyklopädisches Lexikon von 1975 und der Brockhaus von 2006 nennen die Lende dagegen den „untersten Teil des Rückens beiderseits der Lendenwirbelsäule“.<ref name="Meyers14" /><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Der aktuelle Duden (2017) schreibt allgemeiner die „Körpergegend über Hüfte und Gesäßhälfte“ und zählt in gehobener Sprache auch die „Leisten und Geschlechtsteile“ dazu.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Das medizinische Wörterbuch Pschyrembel definiert die Lenden als „Abschnitt der seitlichen Bauchwand“ zwischen den unteren Rippen, dem oberen Beckenrand (Darmbeinkamm) und der Lendenwirbelsäule.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Das Anatomie-Lehrbuch Prometheus unterscheidet entsprechend eine rechte und linke Lendenregion am Bauch.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Dagegen ist die Lendengegend nach dem Springer Lexikon Medizin die „untere, seitliche Rückenregion“,<ref name="springer" /><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> und im Roche Lexikon Medizin ist die Lende der „untere Rückenteil“ zwischen Rippen und Becken.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Nur die zuletzt zitierte Definition schließt die Lendenwirbelsäule und die namensgebenden Nieren als Teil der Lendenregion ein.
Welche Muskeln der Lendenregion angehören, bleibt ebenfalls unbestimmt. Namentlich zählen dazu Musculus psoas major („großer Lendenmuskel“), Musculus psoas minor („kleiner Lendenmuskel“) und Musculus quadratus lumborum („quadratischer Lendenmuskel“).<ref name="pierer" /> Diese bauchwärts der Lendenwirbelsäule gelegenen Skelettmuskeln werden durch die Vorderäste der Spinalnerven des Lendenabschnitts des Rückenmarks innerviert, die Haut der Lendenregion von den Hinterästen derselben Nerven. Die Blutversorgung erfolgt durch die Lendenarterien (Arteriae lumbales), die segmental aus der Aorta entspringen. Der Lymphabfluss erfolgt über die Lendenlymphknoten.
Fleischteil[Bearbeiten]
Die Psoasmuskeln von Rind, Schwein und anderen Schlachttieren gelten als besonders zart und werden als Filet bezeichnet. Regional wird auch Roastbeef als Lende bezeichnet.
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Filetsteaks vom Rind
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Halbiertes Schweinefilet
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Aufgeschnittene Renlende
Siehe auch[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Salomon, Geyer, Gille (Hrsg.): Anatomie für die Tiermedizin. 2. Auflage. Verlag Enke, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8304-1075-1.
Weblinks[Bearbeiten]
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Einzelnachweise[Bearbeiten]
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