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Leontodon asperrimus

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Leontodon asperrimus
Datei:Leontodon asperrimus kz01.jpg

Leontodon asperrimus

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Cichorioideae
Gattung: Löwenzahn (Leontodon)
Art: Leontodon asperrimus
Wissenschaftlicher Name
Leontodon asperrimus
(Willd.) Endl.

Leontodon asperrimus ist eine Pflanzenart aus der Gattung Löwenzahn Leontodon innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie wird als vikarierende asiatische Art des in Europa wachsenden Leontodon biscutellifolius angesehen.<ref name="Pittoni165–188">Helga Pittoni: Behaarung und Chromosomenzahlen sternhaariger Leontodon-Sippen. In: Phyton (Horn). Band 16, 1974, S. 165–188, hier S. 185–186 (Vorlage:ZOBODAT/URL [PDF; 5,1 MB; abgerufen am 20. April 2023]).</ref>

Beschreibung[Bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Leontodon asperrimus ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 13 bis 35, selten bis zu 45 Zentimetern erreicht. Sie bildet eine senkrechte Pfahlwurzel und aufrechten, unverzweigten Stängel. Die oberirdischen Pflanzenteile sind sehr steifhaarig.<ref name="Pittoni1977"> Helga Pittoni: Leontodon. In: Karl Heinz Rechinger (Hrsg.): Flora Iranica, Compositae II - Lactuceae, Lfg. Nr. 122, Juni 1977, Akademische Druck- u. Verlagsanstalt Graz, 1977. Hier S. 126–127.</ref>

Die zahlreichen Laubblätter sind in einer grundständigen Rosette angeordnet. Die Laubblätter sind bei einer Länge von 5 bis 19 Zentimetern sowie 1 bis 2,5 Zentimetern länglich-lanzettlich, undeutlich gezähnt, mit strikt scharf-rauem Indument. Die selten drei, meist vier-, fünf- bis sechsstrahligen Sternhaare sind 900 bis 1900 μm lang mit Strahlen von 250 bis 390 μm Länge.<ref name="Pittoni177-178">Helga Pittoni: Behaarung und Chromosomenzahlen sternhaariger Leontodon-Sippen. In: Phyton (Horn). Band 16, 1974, S. 165–188, hier S. 177–178 (Vorlage:ZOBODAT/URL [PDF; 5,1 MB; abgerufen am 20. April 2023]).</ref> Der Stiel der kräftigeren Haare ist durch feine Häkchen rau.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Leontodon biscutellifolius hat für die Gattung besonders große Blütenkörbchen und Achänen. Das Involukrum ist 17 bis 28 Millimeter lang, die Hüllblätter sind +/- regelmäßig, schuppenförmig angeordnet, die äußeren mit starker Behaarung, die inneren glatt. Die Hüllblätter sind außer mit kleinen einzellreihigen Härchen von gleichartigen Sternhaaren wie auf den Blättern durch eine starke Betonung von längeren und kürzeren mehrspaltigen, manchmal unregelmäßig-strahligen Sternhaaren gesäumten äußeren Hüllblättern und Hüllblatträndern, die auch mit freiem Auge wie gefranst aussehen.<ref>Helga Pittoni: Behaarung und Chromosomenzahlen sternhaariger Leontodon-Sippen. In: Phyton (Horn). Band 16, 1974, S. 165–188, hier S. 178 sowie 186 (Vorlage:ZOBODAT/URL [PDF; 5,1 MB; abgerufen am 20. April 2023]).</ref> Ähnlich wie bei Leontodon biscutellifolius sind die Haarstiele am Hüllblattrand manchmal miteinander verwachsen; am Hüllblattrücken manchmal eine Reihe von Sternhaaren.

Die 15 bis 18,5 Millimeter langen, braunen Achänen sind alle gleichgestaltet. Der Pappus besteht aus zwei Reihen von 16 Millimeter langen bis an den Grund dicht federigen Borsten gebildet.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 8.<ref>Helga Pittoni: Behaarung und Chromosomenzahlen sternhaariger Leontodon-Sippen. In: Phyton (Horn). Band 16, 1974, S. 165–188, hier S. 186 (Vorlage:ZOBODAT/URL [PDF; 5,1 MB; abgerufen am 20. April 2023]).</ref>

Vorkommen[Bearbeiten]

Leontodon asperrimus ist im nordirakisch-iranisch-anatolischen Raum verbreitet. Im irakischen Kurdistan gedeiht die Art in Höhenlagen von 1200 bis 2000 Metern und im Iran von 1200 bis 3000 Metern.<ref name="Pittoni1977" /> Des Weiteren ist sie im Talysh-Einzugsgebiet im aserbaidschanischen Kaukasus verbreitet.

Als Habitat werden trockene Grasländer angegeben.

Taxonomie[Bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1803 unter dem Namen (Basionym) Scorzonera asperrima durch Carl Ludwig Willdenow in Species Plantarum, 4. Auflage Band 3, Seite 1507. Die Neukombination zu Leontodon asperrimus (Willd.) Endl. wurde 1842 von Stephan Friedrich Ladislaus Endlicher in Catalogus Horti Academici Vindobonensis, Band 1, Seite 415 veröffentlicht.

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Helga Pittoni: Leontodon. In: Karl Heinz Rechinger (Hrsg.): Flora Iranica, Compositae II - Lactuceae, Lfg. Nr. 122, Juni 1977, Akademische Druck- u. Verlagsanstalt Graz, 1977. Hier S. 126–127.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Leontodon asperrimus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien