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Leptospermum

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Leptospermum
Datei:Starr 010419-0062 Leptospermum scoparium.jpg

Leptospermum scoparium

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
Familie: Myrtengewächse (Myrtaceae)
Unterfamilie: Leptospermoideae
Gattung: Leptospermum
Wissenschaftlicher Name
Leptospermum
J.R.Forst. & G.Forst.

Leptospermum ist eine Pflanzengattung in der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Die etwa 87 Arten sind hauptsächlich in Australien verbreitet. Sorten von wenigen Arten werden als Zierpflanzen verwendet.

Beschreibung und Ökologie[Bearbeiten]

Datei:Leptospermum scoparium nichollii 138-8419.jpg
Illustration von Leptospermum scoparium
Datei:Leptospermum scoparium ÖBG 2012-07-08.jpg
Radiärsymmetrische, fünfzählige Blüte von Leptospermum scoparium

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Leptospermum-Arten sind immergrüne Sträucher oder kleine Bäume, die Wuchshöhen von 1 bis 8 oder selten 15 bis 20 Metern erreichen. Die ganzen Pflanzen enthalten ätherische Öle.

Die wechselständig und spiralig am Zweig angeordneten, sitzenden bis kurz gestielten Laubblätter sind einfach, können klein bis mittelgroß sein und haben einen ganzen Blattrand. Nebenblätter sind wenn vorhanden meist abfallend oder sie fehlen ganz.

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Die meist weißen bis rötlichen Blüten stehen achselständig, einzeln oder zu wenigen in zymösen Blütenständen zusammen. Die meist gestielten bis sitzenden, zwittrigen oder funktional männlichen Blüten sind radiärsymmetrisch, fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Es ist ein Blütenbecher vorhanden. Die Kelchblätter sind haltbar oder früh abfallend. Die fünf Kronblätter sind weiß, rosafarben oder rot. In der Regel sind viele (5 bis 55) fertile Staubblätter vorhanden. Am Konnektiv der Antheren kann eine Drüse, ein Nektarium, vorhanden sein. Zwei bis zwölf Fruchtblätter sind zu einem unter- bis halbunterständigen Fruchtknoten verwachsen mit einem kurzen Griffel und einer Narbe. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder Vögel (Ornithophilie).

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Sie bilden trockene, lokulizidale Kapselfrüchte mit einigen oder vielen, selten geflügelten oder meist ungeflügelten, länglichen, leichten Samen. Die Früchte stehen teils lange an der Pflanze. Oft sind viele Samen steril.

Photoperiodismus[Bearbeiten]

Leptospermum-Arten sind Kurztagpflanzen, deren kritische Tageslänge von der Temperatur abhängig ist. Unter Langtagbedingungen kommt es bei über 20 °C zu einem kräftigen Längenwachstum.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Leptospermum wurde 1776 durch Johann Reinhold Forster und Georg Forster in Characteres Generum Plantarum, S. 71, Tafel 36 aufgestellt. Typusart ist Leptospermum scoparium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.R.Forst. & G.Forst. Der botanische Gattungsname Leptospermum leitet sich aus den griechischen Wörtern leptos für zart oder dünn und sperma für Samen ab. Synonyme für Leptospermum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.R.Forst. & G.Forst. sind: Agonomyrtus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schauer ex Rchb., Fabricia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gaertn., Glaphyria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Jack, Leptospermopsis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.S.Moore, Macklottia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Korth.<ref name="WCSP" /><ref name="APNI" />

Die Gattung Leptospermum ist hauptsächlich in Australien weitverbreitet, die größte Artenvielfalt gibt es dabei im Süden des Kontinents. Das Verbreitungsgebiet zweier Arten reicht bis Malaysia und die Art Leptospermum scoparium ist in Neuseeland beheimatet.

Es gibt etwa 80 bis 87 Leptospermum-Arten:<ref name="GRIN" /><ref name="APNI" /><ref name="WCSP" />
Datei:Leptospermum arachnoides flower (8349238346).jpg
Leptospermum arachnoides
Datei:Leptospermum continentale flowers.jpg
Leptospermum continentale
Datei:Leptospermum deuense 5335.jpg
Radiärsymmetrische, fünfzählige Blüte von Leptospermum deuense
Datei:Tea Tree Bairne Track.jpg
Zweig mit Laubblättern und radiärsymmetrischen Blüten von Leptospermum grandifolium
Datei:L. lanigerum capsules.jpg
Zweig mit Kapseln von Leptospermum lanigerum
Datei:Leptospermum liversidgei.jpg
Zweig mit Laubblättern und Blüten von Leptospermum liversidgei
Datei:Leptospermum macrocarpum 02.jpg
Zweig mit Laubblättern und radiärsymmetrischen Blüten von Leptospermum macrocarpum
Datei:Heath tea-tree Leptospermum myrsinoides (8210275500).jpg
Blüten von Leptospermum myrsinoides
Datei:Leptospermum neglectum flowers.jpg
Zweig mit Laubblättern und Blüten von Leptospermum neglectum
Datei:Leptospermum obovatum.jpg
Früchte von Leptospermum obovatum
Datei:Leptospermum polygalifolium flowers (6273629928).jpg
Leptospermum polygalifolium
Datei:Leptospermum rupestre - Walls of Jerusalem.jpg
Zweig mit Laubblättern und radiärsymmetrischen Blüten von Leptospermum rupestre
Datei:Leptospermum spectabile.jpg
Radiärsymmetrische, fünfzählige Blüten von Leptospermum spectabile
Datei:Leptospermum squarrosum.jpg
Radiärsymmetrische, fünfzählige Blüte und junge Früchte von Leptospermum squarrosum
Datei:Leptospermumturbinatum-flatrock.jpg
Radiärsymmetrische, fünfzählige Blüte von Leptospermum turbinatum

Nutzung[Bearbeiten]

Einige Arten und ihre Sorten sind Zierpflanzen.

Aus einigen Arten stellten die ersten australischen Siedler einen Tee-Ersatz her.<ref name="PFAF" />

Aus der Südseemyrte oder Manukastrauch (Leptospermum scoparium) wird das Manukaöl gewonnen. Dieses ätherische Öl dient heute der Körperpflege. Aus den Blättern und jungen Zweigen wird es durch schonende Wasserdampfdestillation gewonnen. Es ist gelblich-klar, aromatisch duftend und hat eine entzündungshemmende Wirkung. Es macht die Haut widerstandsfähiger, fördert Wundheilung und Vernarbung, hilft bei Herpes und Pilzerkrankungen und soll verträglicher sein als das bekanntere australische Teebaumöl. Die Ureinwohner Neuseelands, die Māori, behandelten mit Pflanzenteilen Verbrennungen, Entzündungen, Insektenstiche und Verwundungen ihrer Krieger.

Weitere Bilder[Bearbeiten]

Leptospermum laevigatum

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • H. Baillon: The Natural History of Plants. Vol. VI, Reeve, 1880, S. 360.
  • George Bentham, Ferdinand von Mueller: Flora Australiensis. Vol. III, Reeve, 1866, S. 100 f.
  • K. Kubitzki: The Families and Genera of Vascular Plants. Vol. X: Flowering Plants Eudicots, Springer, 2011, ISBN 978-3-642-14396-0, S. 263.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="APNI"> Eintrag bei Australian Plant Name Index = APNI. letzter Zugriff am 30. Januar 2013</ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.</ref> <ref name="PFAF"> Einträge zu Leptospermum bei Plants For A Future </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Leptospermum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien