Leudegasius
Leudegasius (teilw. auch Leodegar, Leudegarius, Lesio, Leonisius) war Anfang des 7. Jahrhunderts Bischof von Mainz.
Leben[Bearbeiten]
Der latinisiert überlieferte Name Leudegasius dürfte ostgermanischen Ursprungs sein. Er scheint ein Burgunder gewesen zu sein.<ref>Eugen Ewig: Der Raum zwischen Selz und Andernach vom 5. bis 7. Jahrhundert. In: Von der Spätantike zum frühen Mittelalter. Aktuelle Probleme in historischer und archäologischer Sicht. Sigmaringen 1979 S. 291</ref> Der Zeitraum seines Episkopats lässt sich nur ungefähr in die Zeit um 610 einordnen.<ref>Franz J. Felten: Mainz und das frühmittelalterliche Königtum. Spuren – Erinnerungen – Fiktionen – und ihre Nutzanwendung. Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Onlineversion ( des Vorlage:IconExternal vom 11. Januar 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Im Kampf zwischen Theuderich II. und Theudebert II. vom 611/12 war er auf die Seite Theuderichs übergegangen.<ref>Eugen Ewig: Der Raum zwischen Selz und Andernach vom 5. bis 7. Jahrhundert. In: Von der Spätantike zum frühen Mittelalter. Aktuelle Probleme in historischer und archäologischer Sicht. Sigmaringen 1979 S. 291</ref> Als Grund für diese Entscheidung nennt die Fredegarchronik, dass er Theudebert für unfähig hielt und Theuderichs Tüchtigkeit herbeisehnte.<ref>Franz J. Felten: Mainz und das frühmittelalterliche Königtum. Spuren – Erinnerungen – Fiktionen – und ihre Nutzanwendung. Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Onlineversion ( des Vorlage:IconExternal vom 11. Januar 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Der Autor der Fredegarchronik lässt ihn gegenüber Theuderich II. eine Fabel erwähnen, um ihn von einer völligen Vernichtung Theudeberts abzuhalten.<ref>Wolfgang Haubrichs: Die Anfänge: Versuche volkssprachlicher Schriftlichkeit im frühen Mittelalter (ca. 700-1050/60). (Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis zum Beginn der Neuzeit. Bd. 1, Teil1) Stuttgart 1995 S. 75</ref>
Über die Zeit nach dem Bürgerkrieg und dem Tod Theuderichs 613 fehlen Belege. Leudegasius hat aus unklaren Gründen nicht 614 an der Synode in Paris teilgenommen.<ref>Franz J. Felten: Mainz und das frühmittelalterliche Königtum. Spuren – Erinnerungen – Fiktionen – und ihre Nutzanwendung. Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Onlineversion ( des Vorlage:IconExternal vom 11. Januar 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Möglicherweise hat er im Zusammenhang mit dem Sturz der Königin Brunichild das Mainzer Bischofsamt verloren.<ref>Eugen Ewig: Der Raum zwischen Selz und Andernach vom 5. bis 7. Jahrhundert. In: Von der Spätantike zum frühen Mittelalter. Aktuelle Probleme in historischer und archäologischer Sicht. Sigmaringen 1979 S. 291</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Sigimund | Bischof von Mainz 7. Jahrhundert | Petilinus |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Leudegasius |
| KURZBESCHREIBUNG | Bischof von Mainz |
| GEBURTSDATUM | 6. Jahrhundert |
| STERBEDATUM | 7. Jahrhundert |