Liester
Liester Stadt Stolberg (Rhld.)
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(5222)&title=Liester 50° 46′ N, 6° 14′ O
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dim=10000 | globe= | name=Liester | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | ca. 240 m | |||||
| Einwohner: | 5222 (2020)<ref>Sozialberichterstattung StädteRegion Aachen. Kommunalprofil 2022 Stadt Stolberg. StädteRegion Aachen – Amt für Inklusion und Sozialplanung, April 2022, S. 29, abgerufen am 6. Mai 2026.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1935 | |||||
| Postleitzahl: | 52223 | |||||
| Vorwahl: | 02402 | |||||
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Liester oder die Liester ist ein westliches Stadtviertel von Stolberg (Rhld.) in der Städteregion Aachen.
Geografie[Bearbeiten]
Die Liester liegt auf einem Höhenrücken zwischen Büsbach im Süden und Münsterbusch im Norden. Im Osten liegt Oberstolberg im Vichttal.
Geschichte[Bearbeiten]
Bereits 1548 war auf dem Walschaple-Plan, einer der der ältesten Stadtpläne Stolbergs die Steinkuyl, also der Steinbruch Rotsch verzeichnet.<ref>Egidus von Walschaple: Das Vichttal bei Stolberg; mit Dollartshammer, Stolberger Schloß in der Deutschen Digitalen Bibliothek</ref> Der Steinbruch gilt als mögliche Quelle für das Baumaterial, welches im 15. Jahrhundert für den Neuaufbau der geschliffenen Burg Stolberg unter Wilhelm von Nesselrode benutzt wurde. Ab 1840 wurde dort Kalkstein abgebaut.<ref>Toni Dörflinger: Stolberger Ansichten | Damals und Heute. Disput mit der Stadt über Steinbruch Rotsch. In: Aachener Zeitung. 24. Juli 2019, abgerufen am 6. Mai 2026.</ref>
Die Liester wurde 1935 zusammen mit der Gemeinde Büsbach nach Stolberg eingemeindet. Während des Zweiten Weltkrieges verliefen Teile des Westwalls durch den Ort. In den 1950er Jahren begann die Bebauung, 1956 wurde der Sportplatz Rotsch angelegt, der von der Stadt Stolberg ab 2014 aufgegeben und bebaut wurde.<ref>Toni Dörflinger: Historischer Film. Stolberg in acht Jahrhunderten. In: Aachener Zeitung. 26. Oktober 2018, abgerufen am 6. Mai 2026.</ref><ref>Öffentliche Förderung senkt Marktpreis. Auch der Quadratmeter-Preis kann sich sehen lassen. In: Aachener Zeitung. 10. September 2018, abgerufen am 6. Mai 2026.</ref> 1965 folgte mit der Propst-Grüber-Schule die erste Schule auf der Liester. In den 1970ern entstanden die Hochhäuser der GEHAG sowie das Seniorenzentrum.<ref name="geschichte">Christian Altena: Die Geschichte der Liester – vom Heideland zum Wohngebiet. In: Aachener Zeitung. 1. Juli 2020, abgerufen am 6. Mai 2026.</ref> Gleichzeitig wurden die ersten Gebäude des heutigen Schulzentrums auf der Liester errichtet.
Im Jahr 2017 ist die Probst-Grüber-Schule ausgelaufen und wurde anschließend abgerissen.<ref>Jürgen Lange: „Rest in Peace“: Schule geht es an den Kragen. In: Aachener Zeitung. 9. Januar 2017, abgerufen am 6. Mai 2026.</ref> Auf dem Areal entstand ein Neubau des Seniorenzentrums, der Ende 2018 bezogen wurde.<ref>Jürgen Lange: Vor dem Umzug. Endspurt für die neuen vier Wände im Seniorenzentrum. In: Aachener Zeitung. 27. November 2018, abgerufen am 6. Mai 2026.</ref> Die katholische Pfarre hieß seit 1967 St. Hermann Josef, 2025 wurde die Kirche profaniert und soll 2026 bis auf den Turm abgerissen werden.<ref>Rauke Xenia Bornefeld: St. Hermann-Josef wird im nächsten Jahr abgerissen. In: Aachener Zeitung. 29. August 2025, abgerufen am 6. Mai 2026.</ref>
Einrichtungen[Bearbeiten]
Liester ist ein reines Wohnviertel mit Schulzentrum. Hier befinden sich seit 2012 die Städtische Gesamtschule (zuvor Realschule I), und seit 1978 das Goethe-Gymnasium.<ref name="geschichte" /> Zwischen der ehemaligen Kirche und den früheren GEHAG-Hochhäusern befindet sich zentral der Geschwister-Scholl-Platz, der zwischen 2021 und 2023 neu gestaltet wurde.<ref>Dirk Müller: Nach Umgestaltung. Jetzt pulsiert das neue Herz der Liester. In: Aachener Zeitung. 11. Mai 2023, abgerufen am 6. Mai 2026.</ref> Östlich, hinter dem größten der Hochhäuser befindet sich seit dem Anfang der 1980er Jahre der etwa 15.500 Quadratmeter große Gradopark als Naherholungsgebiet.<ref>Michael Grobusch: Bürger beklagen Zustände. Abends gehen die Menschen, doch der viele Müll bleibt im Gradopark. In: Aachener Zeitung. 29. Juni 2023, abgerufen am 6. Mai 2026.</ref> Seit 1975 befindet sich mit der städtischen Kindertageseinrichtung Pirolweg auch eine Kindertagesstätte auf der Liester.<ref>Dickes Dach hält die Knilche warm. In: Aachener Zeitung. 20. August 2004, abgerufen am 6. Mai 2026.</ref> Die 1993 errichtete Integrative Kindertagesstätte Auf der Liester ist seit 2009 als Familienzentrum zertifiziert und die zweite Kindertagesstätte im Viertel.<ref>Nina Krüsmann: Kita Auf der Liester. Ein Rückblick auf die 25-jährige Geschichte der Kita. In: Aachener Zeitung. 23. September 2018, abgerufen am 6. Mai 2026.</ref><ref>Lars Brepols: Kita „Auf der Liester” ist jetzt Familienzentrum. In: Aachener Zeitung. 9. November 2009, abgerufen am 6. Mai 2026.</ref>
Verkehr[Bearbeiten]
Die nächste Autobahnanschlussstelle ist in Aachen-Brand zur A 44. Die AVV-Buslinien 40, 42 und 62 der ASEAG verbinden Liester mit beinahe allen übrigen Stolberger Stadtteilen sowie mit Eilendorf und Aachen-Mitte.
| Linie | Verlauf |
|---|---|
| 40 | Stolberg Mühlener Bf – Zinkhütter Hof – (Kohlbusch –) Münsterbusch – Liester – Stolberg Altstadt – Stolberg Krankenhaus |
| 42 | (Schevenhütte →) Gressenich Kapelle – Krewinkel – Mausbach – Fleuth – / (Zweifall – Münsterau –) Vicht – Breinigerberg – Breinig – Dorff – Büsbach – Liester – Münsterbusch – Zinkhütter Hof – Stolberg Mühlener Bf – (Velau – Stolberg Hbf) / (Birkengang – Stolberg Hans-Böckler-Straße) |
| 62 | Stolberg Krankenhaus – Stolberg Mühlener Bf – Zinkhütter Hof – (Kohlbusch –) Münsterbusch – Liester – Büsbach Kirche – Büsbach Brockenberg |
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Atsch | Birkengang (OT) | Breinig | Breinigerberg | Büsbach | Buschhausen (OT) | Diepenlinchen (OT) | Donnerberg | Dorff | Duffenter (OT) | Finsterau (OT) | Fleuth (OT) | Gressenich | Hamm (OT) | Kohlbusch (OT) | Krewinkel (OT) | Liester (OT) | Mausbach | Münsterau (OT) | Münsterbusch | Oberstolberg (mit der Altstadt) | Schevenhütte | Steinfurt (OT) | Unterstolberg | Velau (OT) | Venwegen | Vicht | Vicht-Breinigerberg | Werth | Zweifall